Das Studio hinter Gigantic ist (ziemlich) tot – Kein Happy End für Motiga

Motiga ist tot. Das Studio hinter dem Online-Shooter Gigantic wird geschlossen. Einige wenige Entwickler werden Gigantic weiter pflegen.

Es hat offenbar nicht sollen sein. Wie der CEO von Motiga, Chris Chung, in einem Statement an Destructoid bestätigt, ist sein Studio Motiga geschlossen.

Gigantic bringt nicht genug Umsatz – Studio wird geschlossen

Chung sagt: Perfect World hatte das Studio 2016 übernommen. Nun wurde auf der höchsten Ebene eine Entscheidung getroffen, das Studio zu schließen. Perfect World sei eine öffentlich gehandelte Firma und müsse auf die Profite achten. Daher gab es bei Perfect World die Entscheidung, Teile der Firma loszuschneiden, die nicht profitabel sind. Gigantic spiele nicht genug Umsatz ein und deshalb werde das Studio Motiga geschlossen.

Gigantic werde in den Händen eines Wartungsteams bleiben, in den Händen einiger sehr engagierter Mitglieder von Motiga. Die würden weiter an Gigantic arbeiten, solange es noch sinnvoll ist.

gigantic perfect world

Chung hat sich nachher für dieses Statement so ein bisschen entschuldigt. Er sagt, das Statement sei aus einem emotionalen Moment entstanden, als Antwort auf eine freundliche und besorgte Nachfrage. Chung habe vielleicht nicht alle Fakten gekannt. Es sei ein harter Tag gewesen. Chung bedankt sich bei allen für die Reise.

Von Perfect World gibt es aktuell kein Statement.

Update 19:20 Uhr: Mittlerweile gibt’s ein Statement von Perfect World. Offiziell ist Motiga noch nicht geschlossen – aber es gibt eine “Reduzierung der Belegschaft.” Das deckt sich also mit dem Statement des Teams – nur eben dass das Studio “offiziell” noch lebt und ein Kernteam weiter an Gigantic arbeitet. Außerdem hat Perfect World das Seattle-Büro von “Runic Games” geschlossen, das ist das Studio hinter Torchlight.

Weiter geht’s mit dem Original-Artikel:

Auf Twitter finden sich einige Kommentare zur Schließung. Man bedauert das Dahinscheiden von Motiga und versucht den entlassenen Mitarbeitern, Leuten neue Jobs zu vermitteln und Kontakte herzustellen. Das kann man in der Gaming-Branche häufig nach der Schließung eines Studios beobachten.

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Märchen ohne Happy End

Gigantic stand schon von Beginn an unter keinem guten Stern. Es gab Schwierigkeiten in der Entwicklung, einen Richtungswechsel bei den Plattformen und damit verbunden Verzögerungen. Dem Studio ging schon in der Entwicklungsphase das Geld aus.

Außerdem wurde mit den Jahren klar, dass Blizzards Overwatch das Genre der Helden-Shooter beherrschen würde. Neben Overwatch und Paladins gab es nur wenig Platz für weitere Konkurrenten. Das merkten auch andere vielversprechende Games wie Battleborn und LawBreakers.

Gigantic-Steam-launch-05

Tatsächlich war das Studio schon mal tot und alle Mitarbeiter waren entlassen worden – die arbeiteten aber ohne Bezahlung weiter, weil sie so sehr an Gigantic glaubten.

Perfect World erschien dann als Ritter in der Not, kaufte die Firma und sorgte dafür, dass Gigantic auf den Markt kam.

Dort blieb der Erfolg aber aus und damit endet das Märchen von dem Studio, das gegen alle Widerstände an die gemeinsame Vision glaubte, ohne Happy End.

Quelle(n): destructoid, MO
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HRObeo

Ich hatte schon gewartet, ob die Nachricht auch auf eurer Seite auftauchen würde. Wirklich eine sehr traurige Begebenheit, da Gigantic ein wirklich tollen Spiel ist und ich Motiga dafür allen Erfolg der Welt gegönnt hätte.

Aber leider gehen gegen die Platzhirsche alle kleinen Entwicklungsstudios trotz großartiger Ideen unter, weil die Masse einfach Mainstreamware haben möchte.

Caldrus82

Leben wir nicht alle in einer “Perfect World” ? ;>

N0ma

der Wortwitz fiel mir auch ein

ChongWeng

Echt schade!!! Gigantic ist ein einzigartiges Game, actionlastig , schnell und dabei sehr strategisch uuund fucking umsonst…umsonst!! kein Pay2Win…dagegen fand ich OW und Paladins richtig kacke… Tut mir leid für Motiga die hätten was besseres verdient…
Noch läuft es ja weiter aber alleine bei PW (auch wenns ehem. Motiga Leute sind) hab ich da wenig Hoffnung. Ich werd solange spielen wie es noch gehen wird.

Dani S

Das Problem ist das der Markt z.Z. von solchen Spielen einfach überflutet wird und man echt nicht mehr weiß welche Spiele es überhaupt gibt und ganz ehrlich in diesem Genere wieder ein neues Spiel anzufangen macht auch keinen Bock mehr. Ganz ehrlich ich kann diese ganzen Heroshooter nicht mehr sehen sind mir einfach zu viele.

Gerd Schuhmann

Ich seh das auch so.

Als diese Spiele angekündigt wurden, waren die alle interessant. Ich weiß noch, als Battleborn das erste Mal vorgestellt wurde – was ganz Neues. Und dann kamen irgendwie immer mehr dieser Spiele und man hat das einzelne gar nicht mehr so wahrgenommen.

Und dann kam Overwatch und die Sache war irgendwie vorbei. Ich glaub, bei RPG mit einer starken Story und Kampagne kann’s gar nicht genug “gleiche” Spiele geben. Aber bei solchen Games, die auf einzelne Matches setzen -> Da ist der Markt dann satt, wenn es einen oder zwei wirklich starke Vertreter gibt.

Ich find’s zum Teil sehr schade für die Games und Studios, was da gelaufen ist. Das sind alles keine schlechten Spiele und es steckt viel LIebe und Kompetenz dahinter. Da ist der Markt sicher auch ungerecht und hart – aber ist aus Sicht der Spieler sicher nachvollziehen. Das ist bei MOBA ja auch so: Der Markt war einfach satt, als die Spiele dann letztlich veröffentlicht wurden.

RuffyDrain

Muss ich leider Gottes zustimmen. Ich wünsche mir oft, dass wir eine größere Anzahl an Spieler für alle Spiele haben, damit einfach eine größere Konkurrenz auf dem Markt herrscht.
Aktuell beherrschen wenige Spiele ihre jeweiligen Genre und das ist nicht gesund für den Markt.
Lediglich bei MMORPGs hab ich das Gefühl, dass es dort einfach genug und gute Konkurrenz gibt, die jedem Spiel seine Daseins Berechtigung gibt.

Wiederum bei den eSports titeln sieht das ganze Mau aus. Ich gehe jetzt einfach mal von Europa aus.

FPS: CSGO, Call of Duty, Battlefield und selbst CoD und Battlefield kann es mit CSGO nur bedingt aufnehmen.

MOBA: League of Legends, Dota 2 nimmt ab und Heroes of the Storm war noch nie richtig groß.

Strategie: Starcraft 2

Kartenspiele: Hearthstone

Heldenshooter: Overwatch und Paladins

Das sind jetzt nur einige Genre und evt lässt sich über die FPS streiten, aber im Endeffekt sind es nur wenige Titel auf dem Thron. Natürlich gibt es noch mehr Spiele die haben aber nicht so den belangen in Europa wie die oben genannten. Und das finde ich ziemlich schade, dass da so wenig Raum für Konkurrenz ist.
Mir kommt es nämlich so vor, dass man meistens ein neues Genre brauch um durchzustarten, siehe PUBG und Fortnite. Ich bin mir sicher, dass das nächste Battle Royale Game, so enden wird wie Battleborn und Gigantic.

Koronus

Zum einen hast du bei Strategie StarCraft vergessen (auch wenn es ironischerweise seit Remastered als Tod gilt) und bei CoD ist es kaum ein Wunder. Diese Spielereihe entwickelt Kojima versehentlich im Schlaf.

Plague1992

Wie kann der Markt überflutet sein wenn quasi nur 2 vergleichbare Titel Erfolg haben ( Overwatch und Paladins ). Okay solche Titel wie Dirty Bomb oder Paragon halten sich noch über Wasser, aber von Erfolg ist denke ich nicht die Rede.

Entweder beanspruchen Paladins und Overwatch einfach 80% des Genre für sich, oder das Genre “Heldenshooter” war abseits der genannten Titel nie so populär ( sprich Overwatch ist nicht populär weil es ein Heldenshooter ist, sondern Heldenshooter sind populär wegen Overwatch wenn man mich versteht xD ).

Gerd Schuhmann

Dieselbe Diskussion gab’s bei LoL. Da haben Leute gesagt: “Es gibt kein MOBA-Genre, es gibt nur LoL und Dota 2.” Die Leute wollen keine anderen Spiele, die wollen weiter diese spielen.

http://mein-mmo.de/experten

Das hängt damit zusammen, wie lange es dauert, um in LoL oder Overwatch “gut” zu sein und sich einen Account aufzubauen, der was Besonderes ist und alle Gimmicks hat. Außerdem erschöpfen sich diese Spiele nicht so schnell, weil jede Partie wieder anders ist.

Das ist ganz interessant. Diese Spiele funktionieren offenbar anders als klassische Singelplayer-Spiele in den Motivationskurven und in der Kundenbindung.

Die scheinen auch sehr “abgeschottet” zu sein vom Rest des Gamings. Wer LoL oder Overwatch richtig liebt, der scheint sich nicht für andere Spiele zu interessieren. Das gilt für World of Tanks oder Hearthstone sicher auch.

Das ist ein komisches Phänomen, das man deutlich merkt. Grad so in unserem Job. Das sind dann keine “MOBA-Fans” oder “Gaming-Fans”, sondern das ist nur Overwatch/LoL dann. Und links und rechts ist gar kein Bedürfnis da. Da gibt’s eine Gruppe, die wohl so drauf ist mit ihren Spielen da.

Ich hab auch Freunde, die haben einfach monatelang nur LoL gespielt und gar nichts außerhalb davon wahr genommen.

Caldrus82

Jup und die Leute hatten auch Recht 😉 Es gibt nur 2 wirklich rentable Ableger, nämlich Dota 2 und LoL. HotS lebt nur weil es von Blizzard ist, sind wir ehrlich. (ich finde das Spiel gut, aber wenn von ner Indie-Schmiede käme mit anderen, nicht so bekannten Helden, wäre es bereits tot)
Ebenso wie in der Hero-Shooter Szene. Ich hatte es letztens schon geschrieben, die beiden Genres lassen sich diesbezüglich sehr gut vergleichen. Spielst du nicht OW oder Paladins, sind die Chancen das du kurz nach Release deine Fanbase an 2 Händen abzählen kannst überproportional hoch.
Nicht, dass ich das für gut befinden würde, aber der Markt regelt sich da leider selbst.

Sunface

Battleborn, Lawbreakers, Gigantic. Overwatch frisst sie alle. Nur Paladins scheint zu überleben.

RuffyDrain

Richtig schade, habe das Spiel echt gerne gespielt 🙁 Goodbye Gigantic und Motiga.

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