Citadel: Forged with Fire angespielt – Lohnt sich das „Harry-Potter-MMO“?

Letztes Wochenende lief für zwei Tage die Open Beta zum Survival-Titel „Citadel: Forged With Fire“. Ich hab mir die offene Beta-Phase angeschaut und zeige euch in diesem Artikel, wie sich der Mix aus einer offenen Spielwelt gemischt mit Zauberei so macht.

Ach ja, habe ich damals unzählige Stunden damit verbracht, in Skyrim die riesige Spielwelt zu erkunden und mit fetten Zaubersprüchen den Drachen die Flügel zu stutzen. Das waren noch Zeiten!

Bereits in dieser Woche erscheint ein neues Sandbox-MMO namens Citadel: Forged with Fire. Das Spiel soll ein Mix aus Survival und Rollenspiel-Elementen sein. Der Trailer zu Citadel sieht vielversprechend aus und sogar fliegende Besen wird es geben.citadel 01

Als ich das kurze Video sah und die wilden Besen-Verfolgungsjagden miterlebte, dachte ich schon ein bisschen an die gute alte Zeit. Da saßen wir abends im Kino mitsamt einer Packung Popcorn und sahen die neusten „Harry Potter“-Filme.

Citadel: Forged with Fire – Start in der Lava

Als ich mich nach unzähligen Versuchen, einen Server zu betreten, im Startbild befand, erinnerte das Spiel etwas an ARK: Survival Evolved.

Nach dem Beitritt könnt ihr euren Recken aus einer kleinen Palette von Anpassungsmöglichkeiten individuell gestalten. Selbst die Fingernägel könnt ihr beliebig lackieren.citadel 04

Danach geht es ab zur Karte und ihr wählt euren Startpunkt aus. Ich habe mal den linken Punkt genommen und prompt befand ich mich in glühender Lava. Vielleicht werde ich ja mal zu einem mächtigen Zauberer, der mit Feuerbällen um sich wirft. Okay, genug geträumt!

Citadel: Forged with Fire – Eine Offene Spielwelt mitsamt Zauberei

In der großen Welt – die übrigens den wundervollen Namen „Ignus“ trägt – bleibt es euch überlassen, was ihr denn genau anstellt.

Ihr könnt düstere Höhlen erforschen, wilde Bestien besiegen oder euch mit Konkurrenten die Zaubersprüche um die Ohren hauen. Wer die Karte ein wenig erkundet hat, kann sich seine eigene vier Wände aus hunderten von verschiedenen Elementen zusammenbauen.citadel 02

Hier müsst ihr – wie in ARK – die benötigten Materialien zusammen suchen und Gegenstände craften. Je mehr ihr spielt und je höher ihr aufsteigt, desto mehr Pläne für weiteres Zeug schaltet ihr frei.

Was auch cool ist: Ihr könnt eure Festung mit magischen Schildern umschließen, welche Schutz vor feindlichen Streitkräften bietet.

 Citadel: Forged with Fire – „Expecto Patronum“

Das Hauptaugenmerk von Citadel liegt auf der Verwendung von Zaubersprüchen. So könnt ihr eine Vielzahl an verschiedene Fähigkeiten erlernen und mit den Elementen spielen. Ob ihr eure Feinde mit feurigen Geschossen oder mit mächtigen Eis-Lanzen zum Erfrieren bringt: Es bleibt euch überlassen.citadel-08

Sogar eine Festung könnt ihr mithilfe der Telekinese durch die Luft schleudern. Eure Zauberkünste helfen euch auch dabei, fremde Bestien zu zähmen und diese an eure Seite kämpfen zu lassen. Eure Begleiter haben ein eigenes Level-System und wachsen zusammen mit euch in den vielen Abenteuern weiter.

Citadel: Forged with Fire – Auf in die Schlacht

Das MMO bietet ebenfalls einen Survival-Aspekt. Denn in Citadel müsst ihr auf der Hut vor feindlichen Spielern sowie diverse Monster sein und ums Überleben kämpfen.

citadel-09Spieler haben die Möglichkeit, sich zusammen zu schließen und gegen andere Fraktionen in den Krieg zu ziehen. So zerstört ihr feindliche Bauten oder raubt die aus. Wer lieber alleine auf die Pirsch geht und nicht um Ruhm und Ehre kämpfen will, spielt auf einen der angebotenen PvE-Server von Citadel.

Citadel: Forged with Fire – Fazit:

Lohnt sich das Spiel? Hier muss ich vorausschicken, dass meine Bewertung auf der Beta-Phase beruht und sich zum Early-Access-Release einiges geändert haben könnte.

Zum Zeitpunkt des Abspielens waren zumindest bei mir alle Server leer und ich verbrachte fast eine halbe Stunde damit, einen Server zu betreten, denn das Spiel schmiss mich immer wieder auf den Startbildschirm zurück.

Der Start auf Ignus lief nicht wirklich reibungslos ab. Citadel läuft bei mir sehr instabil, obwohl ich die Systemvoraussetzungen erfülle. Gameplay-Technisch wirkt halt alles wie ein Mix aus einem MMO und ARK. Man kann sich ein Häuschen bauen, auf die die Pirsch gehen oder seinen Magier weiter verbessern. Dieses System ist sogar recht ausgereift. citadel-06

Was mir aber nicht gefällt: Mithilfe der Telekinese lassen sich ganze Bauten in die Luft heben und zerstören. Achtet unbedingt darauf nach eurem Bau das Häuschen mit einem Magie-Schild zu bestücken, sonst ist euer Prachtstück auf den PvP-Servern schneller weg, als ihr schauen könnt!

Was ich gut finde: Citadel bringt frischen Wind mit seinem Magier-Setting in das Genre der Survival-Spiele. Auch das Fliegen mit dem Besen ist mal eine Neuerung, die man so noch nicht gesehen hat – außer in den „Harry Potter“-Spielen natürlich.

Das Hauptproblem womit Citadel am meisten mit zu kämpfen hat, ist die Performance. Die Entwickler müssen noch an einigen Ecken schrauben, um das Spiel flüssiger auf den Bildschirm zu bringen.

Für mich persönlich lohnen sich die 22,99 Tacken (im Sale bis zum 3. August 18,39 Euro) vorerst nicht und ich warte noch ein bisschen ab, bis die Performance runder läuft. Bis dahin vertreibe ich mir noch weiter die Zeit in ARK, welches momentan das bessere Gesamtpaket liefert.

Dieser Text stammt von unserem Gastautor Dennis Zühlke.

Hier könnt ihr Citadel: Forged with Fire auf Steam im Early-Access erwerben

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