Bundesliga-Spieler jubelt wie bei Fortnite, wird dafür attackiert

Im Spiel der Fußball-Bundesliga zwischen Stuttgart und dem HSV jubelte ein Spieler wie im Game Fortnite und bekam dafür prompt Ärger. Ein Gegenspieler empfand diese Art zu jubeln als grob unsportlich.

Wir haben in letzter Zeit häufiger darüber berichtet, dass professionelle Spieler sich die Jubel-Gesten von Fortnite abschauen und nach einem Treffer in einem Profi-Spiel plötzlich für Uneingeweihte seltsam anmutende Gesten abziehen.

Fortnite ist aktuell wahnsinnig populär – auch unter Profi-Sportlern. Aber offenbar hat das nicht jeder mitbekommen.

Ginczek schießt das 1:1, jubelt wie bei Fortnite, kriegt Ärger

Als der Stuttgarter-Spieler Daniel Ginczek kurz vor der Halbzeit-Pause zum 1:1 gegen den HSV traf, bejubelte er sein Tor auf Fortnite-Art: Er streckte die Arme aus, ging leicht in die Hocke und kreiselte um die eigene Achse, während er mit den Armen flatterte. Im Anschluss an den Jubel schlug Ginczek gegen die Eckfahne.

Da stürmte der Gegenspieler Gideon Jung auf ihn zu und ging ihn wütend an. Es war für jeden zu sehen, dass Jung ein Problem damit hatte, wie Ginczek da sein Tor bejubelte.

Warum? Wie Gideon Jung nach der Partie gegenüber Sky erklärte, hätte sich Ginczek mit dieser Art des Jubels über den HSV und den Spieler Nicolai Müller lustig gemacht. Das habe Jung nicht akzeptieren könne.

Denn am 1. Spieltag hatte sich Nicolai Müller bei einem Tor-Jubel an der Eckfahne das Kreuzband gerissen und seitdem nicht mehr gespielt. Jung dachte, der Fortnite-Jubel von Ginczek wolle diesen Vorfall verspotten und sei unsportlich gegenüber dem HSV.

Ginczek wollte aber nichts davon wissen. Er sagt: „Ich bin schockiert, dass er mir das unterstellt. Das hatte nichts mit Nicolai Müller zu tun.“ Wenn der Jubel so rübergekommen wäre, dann tue es ihm leid.

Laut Ginczek sei der Jubel an Fortnite angelehnt. Er hätte den Jungs in seiner Whatsapp-Gruppe versprochen: Wenn er treffe, werde er so jubeln.

HSV-Spieler jubelt beim 1:0 auch – kriegt keiner mit

Der Jubel Ginczeks war übrigens nicht einmal der einzige Fortnite-Jubel in diesem Spiel. Auch der Schütze zum 1:0 für den HSV, Lewis Holtby, hatte auf Fortnite-Art gejubelt. Holtby hatte dafür aber offenbar keinen Ärger bekommen. Der jubelte im Schutz seiner Mitspieler.

Vielleicht spielt hier eher die Tabellen-Situation eine Rolle. Der VFB Stuttgart steht aktuell auf Tabellenplatz 8, der HSV steht auf dem letzten Platz der Bundesliga.


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Quelle(n): echo24kicker
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