Blade & Soul: Was ist aus der westlichen Zensur geworden?

Blade & Soul ist vor knapp einem Monat gestartet, doch was ist aus den Zensurvorwürfen geworden? Hat sich überhaupt noch was verändert?

Der erste Trubel um Blade & Soul hat sich langsam gelegt. Der westliche Launch wurde erfolgreich über die Bühne gebracht, zahlreiche Bots wurden inzwischen in ihre Schranken gewiesen und die Server stemmen die Last der Spielermassen deutlich solider als in den ersten beiden Tagen. Doch schon während der geschlossenen Betaphase gab es aufwallende Kritik an der Lokalisierung des Titels. In diesem Beitrag haben wir uns damals den Zensurvorwürfen von Blade & Soul gewidmet.

Blade-and-Soul-DownBei 2p hat man die Sache jetzt noch einmal unter die Lupe genommen und kommt zu dem etwas ernüchternden Schluss: Wirklich viel hat sich seit der Beta nicht mehr getan. Die Vorwürfe bleiben bestehen.

Die Abwandlung der Geschichte

Besonders getroffen haben die Fans massive Abwandlungen an der Story. Schon während der Beta zeichnete sich ab, dass man die vielschichtigen und komplexen Charaktere von Blade & Soul ein wenig beschneiden würde. Zwar hieß es damals von NCsoft noch, dass man „keine Änderungen an der Story vornehmen würde“, jedoch musste diese Aussage bald durch vollendete Tatsachen revidiert werden.

Blade and Soul Female Swordfighter

Jinsoyun – ein bisschen platt in der westlichen Version…. charakterlich, versteht sich.

Den meisten Spielern werden diese Umschreibungen gar nicht auffallen. Wer jedoch beide Versionen kennt, also das Original und unsere westliche, der wird bemerkt haben, dass Charaktere bei uns deutlich „platter“ und klischeehafter sind, als im Original. Die Spieler, als Helden der Geschichte, verkörpern das „Gute“, wohingegen Jinsoyun, die sexy Gegenspielerin mit einer starken Persönlichkeit (die sogar ein eigenes Musical bekommen hat) zu einem platten Comic-Bösewicht verkommt.

Weniger nackte Tatsachen, mehr Stoff

An anderer Stelle kann man nicht mehr von „künstlerischer Freiheit“ sprechen, sondern nur noch von offener (oder eher „verhüllender“) Zensur. Zahlreiche Outfits im Spiel wurden angepasst, freigelegte Haut bei vielen Kleidungen verhüllt.

Blade and Soul Zensur

Die Unterwäsche wurde in der westlichen Version in den Shop verbannt.

Doch nicht nur die Outfits der Spielercharaktere sind betroffen, auch den NPCs traut man offensichtlich den Winter im Westen nicht zu, ohne sie mit ein bisschen Stoff zu verhüllen. Sogar vor den Zwischensequenzen hat man nicht haltgemacht und geht sogar noch einen Schritt weiter – die Kameraperspektiven in einigen Szenen wurden so angepasst, dass möglicherweise „verruchte“ Szenen gar nicht mehr vorhanden sind. Für viele Spieler ist es unverständlich, warum man erst Charaktere bedeckt und dann auch noch den Winkel ändert – doppelt hält bekanntlich besser.

Mein-MMO meint: An unserem ursprünglichen Beitrag zur Zensur in Blade & Soul hat sich relativ wenig verändert. Die Lokalisierung ist, von kleinen kosmetischen Korrekturen mal abgesehen, noch dieselbe während der Betazeit und die Kritik einiger Fans hat man schlicht unter den Teppich fallen lassen. Immerhin: Der große Shitstorm, den man befürchtet hat, ist zumindest weitestgehend ausgeblieben.

Allerdings muss auch erwähnt werden, dass sich Blade & Soul trotz dieser argen Vorwürfe sehr gut entwickelt hat. Mehr als 2 Millionen Spieler tummeln sich inzwischen in der westlichen Version des Spiels, dem Erfolg standen diese Vorwürfe wohl nicht im Weg.

Blade and Soul Nachtklinge 1

Dem Erfolg des Spiels hat das Ganze kaum geschadet.

Was haltet Ihr von diesen Änderungen? Ist es Euch egal, weil ihr das „Original“ ohnehin nicht kennt? Oder stört Euch eine Anpassung der Aspekte unter dem Zeichen der „Westernisierung“ massiv?


Weitere Nachrichten zum Spiel und den neusten Patches findet Ihr auf unserer Blade and Soul-Themenseite.

Autor(in)
Quelle(n): 2p.com
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