Tausende Gamer diskutieren nach einem Video auf YouTube, ob Battlefield 6 besser aussieht, wenn der Shooter auf extreme Farben verzichtet.
Was hat es mit dem Farbfiltern auf sich? Der YouTuber Vic’s Corner hat am 23. August ein Video auf seinem Kanal veröffentlicht, in dem er über die Farbgebung der Maps von Battlefield 6 spricht. Er erklärt, dass die einzelnen Teile der Battlefield-Reihe verschiedene Farbstile hatten.
Den jeweiligen Look erhalte das Spiel beim sogenannten Color-Grading, also der Nachbearbeitung von Bildmaterial. Dabei werden bestimmte Farbtöne so angepasst, dass ein bestimmter visueller Effekt oder Stil entsteht.
Battlefield-Spiele setzen auf starke Farben
Wie sind die Farben in den Battlefield-Spielen? Battlefield 3 zeichne sich etwa durch eine Art Blaufilter aus, während Battlefield 4 mehr auf Rottöne setze, erklärt der YouTuber. Battlefield 1 wirke im Vergleich eher natürlich – auch wenn das wahrscheinlich ebenfalls durch Color-Grading erreicht wurde.
In Battlefield 6 wurde beim Color-Grading wieder aus den Vollen geschöpft. Die Veränderungen der Farben springen einem förmlich ins Gesicht, führt Vic aus. Manche Maps haben einen BF3-artigen Blauton, andere haben einen Sepia-Stil, der einen warmen gelb-braunen Farbton erzeugt.
Zum Ende des Videos zeigt der YouTuber, wie die Maps von Battlefield 6 ohne das heftige Color-Grading mit einem eher natürlicheren Stil aussehen könnten. Dazu betont er aber, dass es natürlich Geschmackssache ist, welcher Stil einem persönlich besser gefällt.
Hier könnt ihr das Video mit entsprechendem Zeitstempel sehen:
Fans sind uneinig, welche Version sie lieber mögen
Das sagt die Community: Die Spieler sind sich uneinig, ob sie das Spiel mit oder ohne die starken Farbfilter hübscher finden. Einer schreibt auf Reddit, die wahre Schönheit des Spiels sei hinter den Filtern versteckt. Der Post erreichte mit über 10.600 Upvotes viel Zustimmung.
Unter dem Post gibt es aber auch Widerspruch. Ein Kommentar mit über 3.000 Upvotes findet die Version mit Filter sehe besser aus.
In einem anderen Reddit-Post zu dem Thema kommentierte ein Nutzer, ihm seien die Filter gar nicht aufgefallen, bis es jemand angesprochen habe. Das Spiel sehe aber ungeachtet dessen trotzdem gut aus.
Das sagen die Entwickler: Battlefields Community-Manager Kevin Johnson alias T0talFPS hat auf Reddit in den Kommentaren auf die Diskussion reagiert. Er erklärt, dass es nicht einfach Filter seien, wie ihr sie sicherlich von Instagram kennt, die auf die Maps gelegt werden. Stattdessen handle es sich um die seitens der Level-Designer angestrebte atmosphärische Stimmung des jeweiligen Ortes:
„Das Team stellt sicher, dass jede Karte eine eigene visuelle Ästhetik hat, schließlich spielen sie in verschiedenen Teilen der Welt und haben daher […] unterschiedliche Biome und Temperaturen, die man für diese Regionen erwarten würde.“
Er erklärt zudem, dass das Team weiterhin am Feintuning arbeite und das Spiel aktuell ja noch in Entwicklung sei. Der Stil habe sich bereits von den Battlefield Labs bis zur Beta verändert. Jetzt reiche er das Feedback weiter und dann schaue man, was sie verbessern können. Manches Feedback der Beta haben sich die Entwickler bereits zu Herzen genommen und reagiert: Battlefield 6 reagiert auf euer Feedback zur Beta, nimmt Änderungen am Movement vor, spricht über Maps und Modi
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Ich habe jahrelang im Color-Grading gearbeitet und ich verstehe die Farbfilterkritik nicht so ganz. Bzw. könnte sie verzerrt dadurch sein, dass Menschen, die sich in dem Bereich nicht auskennen, denken, man hat ein Original und legt dann einen Filter über ein Bild.
Grundsätzlich gibt es beim Videospiel ja kein “Original” wie beim Film oder Print, da die Szenarien eh künstlich erschaffen sind. Das heißt, selbst ein “Original-Look” wäre ja immer noch kreiert. In der “Realität” gibt es Normlicht bzw. Normlichtlampen. Mit diesem Licht hat eine Farbe dann einen genormten Ton. Alle anderen Farben in einer Szenerie ohne dieses Normlicht besitzen immer einen “Filter”. Stand der Sonne, Schatten im Bild, Objektiv, welche Farben sehen wir im Bild, weil diese das Farbempfinden von uns beeinflussen.Lichtbselbst, das kennt jeder, besitzt ja auch eine Farbtemperatur, die unser Sehen massiv beeinflussen.
Lange Rede, kurzer Sinn: Auch eine neutrale Optik in BF6 ist künstlich und in einem Wüstensetting aufgrund der Lichtverhaltnisse und der farblichen Umgebung wäre ein weich-warmes Color Grading realistischer. Nicht umsonst fahren Film- und Fotoscrews für gewisse Aufnahmen um den halben Globus, weil an gewissen Orten gewisse Lichtstimmungen existieren.
Ja du hast natürlich recht, es ist anders als beim Film, da hier sowieso ALLES künstlich erschaffen wird.
Aber genau das sagst der Content Creator auch im Video, er stellt mehrfach klar, dass es eben nicht so einfach wäre, einfach einen anderen Filter über die Maps zu legen, und seine Versuche wären natürlich nicht optimal da er lediglich Videoaufnahmen neu “färbt”. Es soll trotzdem einfach ein wenig aufzeigen, dass man sich wieder sehr stark daran versucht hat, mit Grading zu arbeiten und das mag nicht jeder, weil sie einfach sehr dominant ist. Dass grundsätzlich mit den Filtern gearbeitet wird, stellt er ja niemals infrage, sondern die Intensität.
Gar nicht bemerkt, konzentriere mich mehr auf das Gameplay.
Mich stören die Farbfilter schon sehr.
Da es sich bei jeder Map unterscheidet finde ich es nicht so schlimm wie bei BF3 wo einfach alles “blau” war.
mir ist das gar nicht aufgefallen. lol