ArcheAge schreibt Kopfgeld auf Bots aus

Das Sandpark-MMO ArcheAge schreibt ein Kopfgeld auf Bots aus. Spieler können sich mit dem erfolgreichen Melden von Bots einen Vorteil im Spiel verschaffen.

25 Labor-Points erhält ein Spieler, wenn er einen Bot meldet, der sich wirklich als Bot herausstellt. 25 Labor-Points kostet allerdings auch die Meldung, so will man bei Trion Worlds offenbar vermeiden, dass die Spieler, in Anbetracht des Kopfgelds, einfach blind in die Gegend feuern. Bei einer erfolgreichen Meldung erhalten die Spieler ihre 25 Punkte Einsatz zurück und bekommen weitere 25 gutgeschrieben. Bei einer Falschmeldung sind die eingesetzten Punkte weg. Labor-Points sind eine Art „Energie“ im Spiel, die vor allem für Handwerkstätigkeiten gebraucht wird und sich nur langsam regeneriert.

Bots sind die Geißel moderner MMOs. Zum Start der letzten beiden großen Bezahl-Titel WildStar und The Elder Scrolls Online hatten beide MMOs mit einer Bot-Flut zu kämpfen. Sie wirken sich nicht nur direkt negativ auf das Spielerleben der Zocker aus, indem sie Mobs campen oder Rohstoffvorkommen abbauen, sondern können auch die wichtige Ingame-Wirtschaft nachhaltig stören. In nicht minderschlimmen Fällen ruinieren sie das PvP, indem sie sich für Schlachtfelder anmelden, auf denen sie ihrer Seite zur Last fallen. Zudem haben Bots einen negativen Einfluss auf die Moral der „ehrlichen“ Spieler.

Bei einem Free2Play-MMO, das so sehr auf die Wirtschaft setzt wie ArcheAge, ist die Bedrohung durch Bots noch einmal höher als bei WildStar, The Elder Scrolls Online oder World of Warcraft. In der Alpha ArcheAges wurden bereits 16.000 Accounts wegen Spammen und Botten gebannt – dabei war der Zugang zur Alpha mit dem Kauf eines teuren Founder-Pakets verbunden. Doch scheinen die meisten der Bot-Accounts sich ihren Zugang mit gestohlenen Kreditkarten verschafft zu haben.

Zur letzten Beta-Phase ließ man bei Trion Worlds wissen, dass die vor allem dazu genutzt wurde, Mechanismen zu prüfen, die später dem Aufspüren und Ausschalten von Bots dienen würden.

Quelle(n): www.junkiesnation.com, www.mmorpg.com
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1gaga1

Natürlich müssem die MOderatoren das auch prüffen können bei der flut von bots , die meisten moderatoren geben dann auch auf !

Gorden858

Finde ich eine richtig gute Idee.

Das gleiche sollte man auch für Bug-Reports und allgemeine Verbesserungsvorschläge einbauen. Kostet ein bischen so etwas einzureichen, um eben Missbrauch zu vermeiden, aber wenn es sich als korrekt herausstellt oder Ideen übernommen werden, wird man abhängig von der Qualität der Ausarbeitung entlohnt.

Dadurch würde:
– das Spiel zum Beispiel in der Beta, tatsächlich intensiv getestet werden (so wie es eigentlich mal gedacht war) und nicht nur sich das Spiel anschauen (wofür es eigentlich Demos geben sollte)
– Spieler eigenene Inhalte kreieren können (wie SOE es momentan propagiert) nur eben auch solche, die nichts mit SDKs am Hut , aber ein paar pfiffige Ideen haben. Solch ein Verbesserungsmanagement setzt sich ja zum Beispiel in Unternehmen auch immer mehr durch.

Das ganze ist natürlich nich exklusiv auf AA bezogen, sondern könnte jedem MMO gut zu Gesicht stehen.

Gerd Schuhmann

Es passiert mittlerweile auch ab und an, dass engagierte Leute aus der Community eines Spiels dann rekrutiert werden und in bezahlten Jobs landen. Nicht nur wirklich gute Modder, sondern auch Fanseiten-Betreiber oder engagierte Poster. Ab und an hört man mal von sowas.

Ich finde das Kopfgeld-System auch sehr interessant. Ich glaube in vielen Spielen (so geht’s mir) macht man das Melden in den ersten Tagen noch und dann irgendwann kapituliert man und lässt es halt. Wenn’s da einen Anreiz gibt, das über diesen “toten Punkt” hinaus weiter zu betreiben, kann das nur gut sein.

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