ArcheAge Cash-Shop: Wie hoch ist die Pay2Win-Gefahr?

Das anstehende Fantasy-MMO mit Sandbox-Elementen ArcheAge wird mit einem Free2Play-Modell an den Start gehen, das von einem Cash-Shop ergänzt wird. Gibt es Items im Cash-Shop, die nach Pay2Win aussehen?

Das Bezahlmodell von ArcheAge kennt einen „Patron“-Status, den nur Spieler erhalten, die entweder eine Art Abonnement abschließen oder diesen Status über eine Lizenz erhalten, die man auch ingame handeln kann. Zusätzlich zu diesem „Quasi“-Pay2Play-Modell gibt es bei ArcheAge einen Cash-Shop. Die sind in Free2Play-Spielen üblich, aber immer ein heikles Thema: Wie mächtig sind die Gegenstände, die es dort zu kaufen gibt? Können sich Spieler dadurch Vorteile erkaufen, die anderweitig nicht zu bekommen sind?

Die US-Seite mmorpg.com hat einen ausführlichen Blick auf die Gegenstände im Cash-Shop von ArcheAge geworfen und gibt Entwarnung: Ein Großteil der dort erhältlichen Items sind rein kosmetischer Natur. Allerdings gibt es bei der Inventar- und Lagerplatz-Erweiterung zwei schwarze Schafe.

5 Kategorien von Item im Cash-Shop von ArcheAge

Die Items zerfallen mehr oder weniger in fünf Kategorien:

  • Klar kosmetische Items wie alternativ gefärbte Mounts; Kostüme; die Möglichkeit, auf Items das eigene Siegel zu drucken; spezielle Möbel; besondere Farben. Kurz: „Vanity“-Items. Hingucker und Blickfänge für andere Spieler. Auch diese Items haben indirekt Auswirkungen auf das Gameplay, weil man sich statt eines Standard-Mounts für Ingame-Geld auch ein Euro-Mount kaufen könnte, aber in der Regel dürfte das im Rahmen bleiben.
  • Nützliche, bleibende Items: Hiervon gibt es im Moment noch wenige und die meisten beziehen sich auf das Mount. Im Shop sind einige etwas schnellere Reittiere und mittelprächtige Ausrüstung für sie, außerdem Gleiter mit einer Spezialfertigkeit. Wie sich die Items auf die Balance auswirken, wird man sehen. Es sind wohl keine Items, die im Endgame irgendwelche großen Vorteile brächten.
  • Typische Account-Service-Sachen: Außerdem im Cash-Shop sind Dienstleistungen am Char, für die man bei WildStar oder World of Warcraft den Account-Service bemühen müsste: Geschlechtswechsel oder eine Anpassung der Gesichtsform.
  • Tränke und Scrolls, die kurzfristige Boni verleihen: Das ist die Art von Items, wie sie in Browsergames oder von Guild Wars 2 bekannt sind. Convenience-Items, die dem Spieler das Vorankommen etwas leichter machen sollen. Für eine Stunde gibt es mehr EXP oder mehr Ehrenpunkte, die Rüstung nutzt sich bei einem Tod nicht mehr ab, man kann von jeder Stelle aus an den Briefkasten, das typische Zeug wie es bei einem F2P oder Buy-to-Play-Spiel eben üblich ist.
  • Quasi-Pflichtkäufe als Shop-only Items: Mmorpg.com findet und kritisiert allerdings auch Items, die ihrer Ansicht nach in einem Item-Shop nichts zu suchen hätten. Die kritisierten Items drehen sich alle um die Inventar-Vergrößerung – entweder beim Lagerhaus oder beim Spieler selbst. Im Moment scheint es so, als gebe es nur den Gang in den Cash-Shop, um den Platz zu erweitern. Vielleicht ist das aber nur ein Versehen oder eine Moment-Aufnahme und es wird in einem späteren Patch wieder eine Ingame-Methode eingeführt, etwa beim Craften.
ArcheAge PvP

Mein MMO meint: Die Pay2Win-Gefahr scheint bei ArcheAge überschaubar. Es wirkt im Moment so, als trage man den Besonderheiten des westlichen Markts Rechnung und gehe sensibel mit dem Thema um. Im Moment ist noch alles in der Schwebe. Wie es dann unter „echten Bedingungen“ wird, sieht man erst zum Release. Allzu skeptisch braucht man aber nicht sein. Dafür sprechen zum einen die Anmerkungen des Trion Chefs und zum anderen die Historie von Trion Worlds: Dort waren die Free2Play-Modelle immer fair und zugunsten der Spieler gewichtet. Wenn natürlich Trion Worlds auch irgendwie Geld verdienen muss.

Quelle(n): ArcheAge
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Arebs

Als Anmerkung zu den Inventarerweiterungen:
Es gibt bereits Ingame eine recht versteckte Inventarerweiterung. Anfangen tut man ja mit 50 (was schon recht viel ist) und kann es bis zu 130 erweitern. Mit jeder Menge Gold (Ja, es ist schon ein guter Happen den man bezahlen darf) sind die Updates gut möglich. Außerdem hat man noch die Möglichkeit des Warenhaus und der Lagerkisten im eigenen Haus, welche man sich auch bauen kann. Aber selbst ich als Chronischer „Dein Inventar ist voll“-Patient muss sagen: Die Anfangsinventarplätze reichen mit etwas Organisation. Falls man später mit mehreren Rüstungen kämpfen will oder ähnliches, was jedoch meistens nicht vor Max Level passiert, kann man sich die jedoch ohne Probleme leisten. Meine ersten 10 Plätze, die 50 Silber gekostet haben, hatte ich bereits auf level 12.

Gerd Schuhmann

Hallo, ich zitiere mal aus der Quelle:

“Expansion Scroll” increases the amount of slots in bags or warehouses by 10, 300 credits.This is the item I have the biggest issue with. You used to be able to expand your inventory space by expending increasing amounts of gold. Now this item is the only method available. Not cool.

Die Quelle ist von gestern, scheint also zu sein, als gebe es diese Möglichkeit der Erweiterung nicht mehr. Wenn die Beta-Server in ein paar Stunden aufgehen, werden wir das natürlich checken.

Arebs

Hmm, das ist natürlich möglich, jedoch klingt die Quelle so als würde sie sich dieses Feature wünschen und nicht wüssten, das es einmal existiert hat oder ggf. noch existiert. Das ding sucht man ja auch stunden vergeblich bis man den doofen kleinen Button dafür findet. Naja, heute Abend werden wir es sicher wissen! 😀 Ich werde heute Abend selbst auch noch einmal auf dem Alpha Server nachgucken (der lustigerweiße noch offen ist) ob es dort noch vorhanden ist.

Gerd Schuhmann

Okay, kannst dich ja nochmal melden. Würden uns freuen. 🙂

Rey

Ist es nicht mehr.

Inventar- oder Bankerweiterungen sind ausschließlich über den Ingame-Shop zu erwerben.
Die Option dies durch Gold zu machen, ist seit 1.2 entfernt.

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