ARC Raiders kam nur wenige Tage nach Battlefield 6 raus, aber das war für das Studio komplett egal. Wichtig war, einem anderen Konkurrenten aus dem Weg zu gehen.
Woher stammen die Aussagen? Patrick Söderlund, einer der Gründer und derzeitiger CEO von Embark Studios (ARC Raiders, The Finals), hat in einem Interview mit GamesBeat über den Release von ARC Raiders und die Konkurrenz gesprochen.
Ehe Söderlund gemeinsam mit Magnus Nordin, Rob Runesson, Stefan Strandberg, Jenny Huldschiner und Johan Andersson Embark im Jahr 2018 gründete, war er mehrere Jahre bei DICE und später bei EA angestellt. Er war etwa als CEO und Vizepräsident von DICE sowie als ausführender Vizepräsident von EAs Worldwide Studios tätig.
Söderlund wird für seine Zeit bei DICE und EA in den Credits von Spielen wie Battlefield (z. B. 3, 4 und 1), Titanfall 2, Star Wars Battlefront 2 und Dragon Age: Inquisition gelistet.
ARC Raiders zeigt keine Angst vor der Konkurrenz
Was sagt er zum Release und Battlefield 6? Söderlund erzählt in dem Interview, dass das Team von Embark sehr viel über das Release-Datum gesprochen habe. Es wurde überlegt, ob es sinnvoll sei, so nah an Battlefield 6 und Call of Duty zu veröffentlichen: „Wir hatten sehr, sehr ernsthafte Gespräche über dieses spezielle Thema, wirklich. Wir sprachen darüber: ‚Sollten wir das Spiel verschieben?‘“
Söderlund führt aus, dass Embark sich jedoch sicher gewesen sei, dass ARC Raiders sich nicht vor der Konkurrenz verstecken muss:
Nach einigem Hin und Her kamen wir zu dem Schluss, dass wir ein Spiel haben, das sehr stark ist. Wir glaubten auch, dass wir eine Position erreichen könnten, in der wir auf eine andere Art und Weise wettbewerbsfähig sind. Natürlich dachten wir nicht, dass das Spiel in dieser Hinsicht ein ‚Battlefield‘-Titel ist, aber wir fanden, dass das Spiel genug Einzigartigkeit besitzt, um auf eigenen Beinen zu stehen.
Söderlund führt aus, dass sie eine sehr begründete Vermutung hatten, wann Battlefield 6 herauskommen würde. Außerdem seien sie sich auch beim groben Release-Zeitraum von Call of Duty: Black Ops 7 sicher gewesen – trotzdem wollten sie nicht von dem beschlossenen Zeitplan abweichen:
„Wir fragten uns: ‚Hm, haben wir wirklich die richtige Entscheidung getroffen?‘ Wir haben darüber gesprochen, es woandershin zu verschieben. Aber am Ende des Tages hatten wir das Gefühl, dass das Spiel bereit für den Launch war. Wir hatten das Gefühl, dass das Spiel etwas ganz anderes bietet als diese anderen Titel.“
Abschließend führt Söderlund aus, dass man zudem beim finalen Test kurz vor dem Release, dem sogenannten Server-Slam, wichtige Daten gesammelt habe, die ihnen weiteres Vertrauen in den Launch gaben.
Vor welchem Spiel hatte ARC Raiders trotzdem Angst? Wie Söderlund in dem Interview verrät, habe Embark Studio Angst vor GTA 6 gehabt und das Action-Spiel bewusst meiden wollen: „Der erste Dialog, den wir führten, drehte sich offensichtlich um GTA. Wir wollten nicht in deren Nähe sein. Ich glaube, niemand wollte in deren Nähe sein.“
Embark habe bei der Festlegung eines Release-Datums genau beobachtet, was Rockstar Games und GTA 6 planen, ehe sie eine Entscheidung trafen: „Wir haben darauf gewartet, dass sie ihren Launch-Termin ankündigen. Als das dann raus war, entschieden wir: Okay, gut, damit haben wir jetzt eine Lösung, bei der wir uns gewissermaßen davon wegbewegen und ein Datum festlegen können.“
Der Release von GTA 6 ist ein Thema, das die gesamte Gaming-Branche inzwischen seit Jahren beschäftigt. Für andere Studios gilt es als besonders wichtig, den Launch des Spiels möglichst großflächig zu vermeiden, da die Erwartungen an den heiß erwarteten Titel extrem groß sind. Selbst die größten Publisher fürchten den Release von GTA 6
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hab arc nur bei streamern gesehen, freut mich dass die Indie Studios sich nichtmehr vor den aaa Studios verstecken (müssen). Klar, mit gta will keiner zusammen releasen.
Also ich verstehe diesen Hype um GTA nie. Teil V hab ich gerne gespielt, aber auch nur Singleplayer. Habe noch nie einen so ein beschissenen MP gesehen.
Ich hab den Multiplayer viel und gerne gespielt, aber auch nur minimal so, wie Rockstar Games sich das vorgestellt hat.
Wir haben mit einer recht großen Gruppe in eigenen Lobbys gegrindet und uns die neuesten Inhalte erspielt. Und wenn unbekannte Störenfriede in die Lobby kamen, die nur andere beim Grinden stören wollten, haben wir sie meistens erfolgreich aus der Lobby vertrieben, da wir selbst PvP-versiert waren. Und als man später dann in geschlossenen Lobbys grinden konnte, haben wir primär dort gespielt – außer wir hatten Bock auf PvP, das sind wir zur Abwechslung in die offenen Sitzungen.
Zur Abwechslung vom Grind sind manche von uns Rennen gefahren, manche haben Roleplay gespielt, manche Tuning-Treffen veranstaltet und besucht oder andere Fun-Modi der Community gespielt. Ich selbst habe auch einige Rennstrecken gebaut.
Der Online-Modus von GTA V hat definitiv vieles, was nicht gut ist, aber wir konnten eben wegen des insgesamt großen Umfangs doch auch viel Spaß haben.