Immersiv und gruselig – Die Alpha von Hunt: Showdown lässt hoffen

Beim Multiplayer-Shooter Hunt: Showdown kämpft man in einer Sandbox-Welt gegen horroreske Kreaturen und gegen andere Spieler. Dabei will der Titel nicht nur Spaß machen, sondern auch eine bedrohliche Atmosphäre generieren. Unsere Autorin Guddy in die derzeit laufende Alpha hineingeschnuppert.

Die derzeitige geschlossene Alpha von Hunt:Showdown zeigt noch kein fertiges Spiel. Es soll noch überarbeitet und verfeinert werden, zudem sind noch nicht alle Inhalte implementiert. Trotzdem zeigen sich bei den meisten Matches bereits einige andere Mitspieler auf dem weitläufigen Sumpfgelände, das dem Louisiana von 1889 nachempfunden wurde.

Alle hadern sie mit den Tücken einer Alpha: Mit langen Ladezeiten, Fehlermeldungen und kleineren Glitches. Aber man kann davon ausgehen, dass solche Probleme mit der Zeit schwinden.

In der Alpha geht um die Eindrücke des Spielerlebnis:

  • Schafft es Hunt: Showdown, Atmosphäre zu erzeugen?
  • Macht das Spielprinzip Spaß?
  • Und wie ist die derzeitige Balance?

Bei Hunt muss man nicht nur das Bossmonster aufspüren, in die Hölle bannen und mit der Trophäe nach Hause gehen, sondern wird auch selbst zur Zielscheibe. Hat man die Trophäe nämlich erst im Rucksack, wollen alle anderen Jäger dir an den Kragen, um selbst das Kopfgeld einzuheimsen.

Hunt Showdown Oskar Knoblauch

Allein bei Nacht mit meiner Freundin, der Paranoia

Doch bevor man sich in den Dreck stürzt, muss man einen Jäger anheuern. Schnittig sind sie alle und geben mit ihrem kernigen Look einen ersten Eindruck auf die Welt. Sie kommen mit eigenem Inventar und individuellem Namen. Wenn es einen Namen hat, muss man es schützen!

Und ich werde somit zum ersten Mal daran erinnert, dass ich auf meine Jäger aufpassen muss. Denn später im echten Spiel gilt: Wer stirbt, ist auch wirklich tot. Mit diesem Gedanken springe ich ins Spiel – und werde bald feststellen müssen, dass es nicht so einfach ist, seinen Jäger am Leben zu halten.

Ich lande irgendwo im Sumpf. Nicht nur bei mir zu Hause ist finsterste Nacht, auch das Spiel hat sich in seine dunkelste Tracht geworfen. Bei Hunt das Headset statt die Boxen zu wählen, ist essentiell und unterstützt die Immersion enorm. Um mich herum knackt es im Unterholz. Der Sumpf blubbert und plätschert in unregelmäßigen Abständen. Ist es nur die Umgebung selbst, oder doch eine jener Kreaturen, die einem das Leben schwer machen wollen?

Soundkulisse entscheidend fürs Überleben in Hunt: Showdown

Die Soundkulisse ist ein großer Pluspunkt in Hunt: Showdown. Sie bietet nicht nur die nötige Atmosphäre des Horrors, sondern zeigt auch, wo sich die Feinde befinden. Tritt man auf einen Ast, stößt gegen herabhängende Ketten oder schreckt Krähen auf, wird stets ein Geräusch erzeugt. Das ist nicht nur zum Vorteil, um die eigenen Gegner orten zu können, sondern kann auch zum bitteren Nachteil werden: Denn man ist nicht nur Jäger, sondern auch Gejagter.

Diese Ungewissheit, gepaart mit ekelhaften Geräuschen wie Schmatzen, Stöhnen und Knacken von irgendwelchen namenlosen Schrecken, kann tatsächlich Angst einjagen. Nicht nur einmal stand ich harrend vor einer verschlossenen Tür eines Holzhauses, hinter der es schlurfte und ächzte. Meine Fantasie schlug Kapriolen und ich musste mir, unter Druck der famos-gruseligen Grafik, Mut zusprechen, um zu sehen, was sich hinter der Tür verbirgt.

Hunt Showdown Rank 1

Jäger und Gejagter

Aus der Ferne höre ich Schüsse. Wem sie gelten, ist allerdings nicht meine Hauptfrage. Es gilt schließlich, das Monster zu finden und zur Strecke zu bringen, während man gleichzeitig auf der Hut vor den rivalisierenden Teams sein muss. Beim Monster hat man die Qual der Wahl. In der Alpha kann man vorab wählen, ob man es mit einer Riesenspinne oder einem Zombie mit Schweinskopf zu tun haben möchte.

Auf die Jagd geht man ausgerüstet mit altertümlich anmutenden Waffen: Flinte, Pistole, Beil. Zielgenauigkeit ist nicht wirklich deren Stärke und die Munition ist begrenzt.

Dabei sind die herum streunenden Kreaturen, Monster und Jäger nicht unbedingt einfach zu besiegen. Zwar sind viele träge, doch hat man einmal deren Aufmerksamkeit, können sie ungemütlich flink die Krallen, Pistolen oder Zähne zeigen. Auch die Umgebung macht es einem nicht einfach: Feuer etwa kann einen entflammen und dabei massiven Schaden zufügen und auch Glasscherben zählen nicht zu den Freunden.

Im Team effektiver als allein

Zwar hat es auch seinen Reiz, alleine durch den Sumpf zu waten: Alles wirkt bedrohlicher, man ist auf sich allein gestellt, was die Paranoia noch verstärkt. Zu zweit allerdings kann man aus den Vollen schöpfen und taktisches Teamwork für sich sprechen lassen. Außerdem ist es möglich, gefallene Kumpane wiederzubeleben: Wenn man den nötigen Nerv besitzt.

Dafür weiß man nie, wie viele Gegner noch aktiv sind. Es gibt keine Anzeige, die das verraten würde und so kann es durchaus sein, dass man alleine auf weiter Flur ist – oder sich im Gebüsch nebenan neun Leute um einen geschart haben, darauf wartend, endlich den passenden Moment zum Zuschlagen zu bekommen.

Doch natürlich gibt es da eine Ausnahme: Läuft das Ritual für die Verbannung des Bossmonsters, wird der Standort auf der Karte markiert. Die etwaige übrig gebliebenen Jäger können sich dann gemütlich auf den Weg machen und den so markierten Spieler verfolgen. Gemein? Durchaus! Und es macht verdammt viel Spaß!

Fazit und Ausblick – So hat uns die Alpha von Hunt: Showdown bislang gefallen

Hunt: Showdown sieht vielversprechend aus. Akustik und Optik gehen eine stimmige Symbiose ein, die einem das Gruseln lehrt. Wenn man sich auf die Stimmung einlässt, auf die vielen leisen und lauten Töne, die Welt und deren Kreaturen, kann man verdammt viel Spaß mit diesem Titel haben.

Noch sind längst nicht alle Jäger, Karten und Waffen integriert worden, die Alpha bietet ein noch unfertiges Bild – gerade was die Optimierungen angeht. Ladezeiten können einem das Leben schwierig machen, doch sind das die Tücken der derzeitigen Phase. Es ist noch nicht fertig. Wichtig ist, dass Hunt: Showdown Potential hat, und das nicht zu knapp.

Hunt Showdown Zombie

Die Roadmap

Die Entwickler arbeiten aktuell hart an dem Spiel, was sich unter anderem an häufigen Serverarbeiten bemerkbar macht. Kürzlich veröffentlichten sie zudem eine Roadmap, auf der zu sehen ist, was einen in der Zukunft bei Hunt noch erwarten wird. Unter anderem:

  • Viele weitere Waffen, Hunteroutfits und Maps.
  • Verschiedene Schwierigkeitsstufen.
  • Ein Crafting-System.
  • Noch nicht näher definierte, neue Sandbox-Features.
  • Überarbeitung der K.I.

Außerdem werden auch weibliche Figuren zur Verfügung stehen. Dies würde laut einer Twitterantwort allerdings noch eine Weile dauern.

Hier geht es zur Roadmap der Entwickler auf Englisch.

Release von Hunt: Showdown wohl erst 2019

Die Alpha wird noch länger laufen. Noch kann man sich auf der offiziellen Website von Hunt: Showdown dafür anmelden. Insgesamt wollen sich die Entwickler noch einige Monate Zeit nehmen, um den Titel zu optimieren. Ein Release vor 2019 ist also ziemlich unwahrscheinlich.

Ob Hunt: Showdown dann nur für den PC, oder auch für die Konsolen PS4 und Xbox One verfügbar sein wird, steht außerdem noch nicht fest. So oder so: Es ist ein Titel, den man im Auge behalten sollte.

Habt ihr es schon angespielt? Was haltet ihr von dem Spiel?


Die nackten Fakten zu Hunt: Showdown

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