1972 wurde ein neuer Standard für den PC entwickelt: 53 Jahre später gibt es ein überraschendes Update

1972 wurde ein neuer Standard für den PC entwickelt: 53 Jahre später gibt es ein überraschendes Update

Ein Datenübertragungs-System aus dem Jahr 1972, das ursprünglich für Messgeräte gedacht war, hat jetzt einen stabilen Linux-Treiber bekommen – ganze 53 Jahre später. Warum das alte GPIB heute noch eine Rolle spielt, obwohl es kaum jemand kennt.

Was genau wurde jetzt aktualisiert? Aktuell werden Soft- und Hardwarebereiche immer restriktiver und drängen Nutzer zu Upgrades. Zuletzt versuchte z. B. Microsoft mit aller Macht, alle Nutzer zum Umstieg auf Windows 11 zu zwingen. Im Gegensatz dazu verfolgen Open-Source-Angebote einen anderen Ansatz und gewährleisten Konnektivität auf einem neuen Level.

Der General Purpose Interface Bus (GPIB), auch bekannt als IEEE-488 oder HP-IB, wurde 1972 von Hewlett-Packard (heute unter dem Markennamen HP bekannt) entwickelt.
Er diente ursprünglich dazu, wissenschaftliche Messgeräte wie Oszilloskope oder Multimeter mit damaligen Computern zu verbinden und eine durchgängige Datenübertragung zu gewährleisten (derStandard).

Über 50 Jahre später hat dieser Anschluss jetzt stabile Unterstützung im Linux-Kernel 6.19 erhalten.

Zuvor war der Treiber für GPIB nur im sogenannten „Staging“-Bereich des Linux-Kernels verfügbar.
Mit dem neuen Update gilt die Unterstützung nun als ausgereift und ist vollständig integriert (via Tom’sHardware).

Warum ist das überhaupt noch wichtig? Generell hat der Verwendungsbereich der Schnittstelle in den zurückliegenden Jahrzehnten stark abgenommen. Allerdings finden sich in aktuellen Forschungseinrichtungen und Messinstrumenten weiterhin Geräte, die diese Konnektivität benötigen (derStandard). Dank der offiziellen Unterstützung und der stabilen Treiber können jetzt auch moderne Linux-Systeme zuverlässig mit dieser alten Hardware kommunizieren.

Die Unterstützung und Konnektivität verschiedenster Hardware bringt neben speziellen Anwendungsbereichen auch allgemeine Vorteile. So unterbricht diese Form der Unterstützung einen verschwenderischen Umgang mit Hardware-Komponenten. Denn: Schon ein einziges Bild zeigt gerade, wie viel Elektroschrott das Ende von Windows 10 für unsere Umwelt bedeutet

Quelle(n): Titelbild via Pixabay
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Pepaula99

Das Foto sieht mir aber eher wie ein DVI-Stecker aus.

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