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Destiny 2: Guided Games – Matchmaking wie eine Dating-App

In Destiny 2 wird es für Solo-Spieler einfacher, Anschluss an Raids oder Dämmerungsstrikes zu finden. Eine neue Art des Matchmakings kommt: Guided Games.

In Destiny 1 gibt es kein Matchmaking für Highlevel-Content wie für die Raids oder den Dämmerungsstrike. Wer diese Aktivitäten meistern will, muss sich selbst einen Einsatztrupp zusammensuchen. Entweder hat man genügend Freunde, die gerade online sind, oder man durchforstet die sozialen Netzwerke nach möglichen Teammitgliedern.

Jedoch meiden viele Spieler solche LFG-Seiten – als zu toxisch wird das Klima beschrieben und als zu mühsam, fünf angenehme Mitspieler zu finden. Daher haben zahlreiche Hüter nie einen Raid in Destiny 1 absolviert. Laut Bungie haben nur 50% der Spielerbasis den Endgame-Content überhaupt versucht.

In Destiny 2 soll es für die Solo-Spieler einfacher werden, einen Einsatztrupp für solche Aktivitäten zu finden. Jeder soll die Chance haben, alle Aktivitäten in Destiny 2 zu spielen. Die Lösung nennt sich: Guided Games.

Was sind Guided Games in Destiny 2?

Laut Project-Lead Mark Noseworthy könne jeder Spieler selbst entscheiden, ob er solo oder im Clan Destiny 2 spielen möchte. Solo sei Destiny 2 schon großartig, aber die besten Momente habe man in der Gruppe, wenn man gemeinsam Herausforderungen begegne.

Mit den Guided Games wird “Matchmaking” und “Community-Building” für Endgame-Aktivitäten wie den Raids, den Trials und den Dämmerungsstrikes verbunden. Damit wird es ein oder zwei Spielern möglich, eine Gruppe zu finden, die noch ein oder zwei Spieler für ihre Aktivität benötigen. Gemeinsam können sie dann eine gute Zeit haben, so Bungie.

Guided Games bringen Clans und Einzelspieler zusammen. Dabei laufe der Prozess, einen Clan zu finden, ähnlich wie eine Dating-App ab, so Noseworthy:

Der Suchende, der Solo-Spieler, bekommt einige Clan-Vorschläge. Er sieht das Banner und das Motto des Clans und bekommt so schon einen ersten Eindruck, ob die Mitglieder des Clans zu einem passen könnten. Falls der Clan einem nicht zusagt, könne man, ähnlich wie bei Tinder, einfach weiterwischen und der nächste Clan werde einem angezeigt. Sieht man zum Beispiel: “Oh, diese Typen sprechen meine Sprache, großartig!”, könne man diesen Clan wählen.

Bei einem “normalen” Matchmaking hingegen werde man wild mit anderen Spielern zusammengewürfelt. Bei Guided Games hat man eine Auswahl und vermeidet so – das ist zumindest die Idee – Toxizität.

Durch Guided-Games geht man keine Verpflichtungen ein. Man kann zusammen den Raid spielen und dann wieder getrennte Wege gehen. Bungie hoffe aber, dass die Solo-Spieler so neue Freunde finden und sich möglicherweise dem Clan anschließen. Der Sinn für Community werde mit Destiny 2 großgeschrieben.

Clans in Destiny 2

Clans gibt es bereits in Destiny 1. Auf Bungie.net kann man einem Clan beitreten, Ingame wird er dann als “Namensschild” und als zweite Freundesliste angezeigt. Mit Destiny 2 sollen die Clans ein Feature werden, das wirklich direkt im Spiel ist:

  • Clans in Destiny 2 sind Gruppen, denen man sich anschließen kann, um das Spiel gemeinsam zu spielen
  • Wenn man nach einem Clan sucht, sieht man nicht nur dessen Namen, sondern auch dessen Motto und dessen Banner. So erhält man direkt einen ersten Eindruck, was für Leute in diesem Clan sind.
  • Clans haben ein Fortschrittsystem und Prämien
  • Sie können als Helfer für Guided-Games fungieren

Guided Games – Matchmaking auf Bungie-Art

Eine Matchmaking-Funktion für alle Endgame-Inhalte wurde von Teilen der Community schon seit Langem gefordert. Bungie argumentierte jedoch, dass die Philosophie bei den schwersten Herausforderungen in Destiny sei, dass die Spieler mit ihrer Stimme kommunizieren und Teamwork über allem steht. Öffentliches Matchmaking würde dieser Idee widersprechen.

Guided Games sollen es den Solo-Spielern nun ermöglichen, nicht nur die Aktivitäten spielen, sondern auch auf die bestmögliche Weise erleben zu können. Ein normales Matchmaking sei die einfachste Lösung, die Guided Games würden aber der Idee von Bungie mehr entsprechen. Man möchte das liefern, was sich die Community wünscht. Aber manchmal komme dies dann in einer etwas anderen Form, so Executive-Producer David Allen.

Kurzum: Die Guided-Games sind Matchmaking auf Bungie-Art.


Alle bisher bekannten Neuerungen von Destiny 2 findet Ihr hier.

VIA Polygon
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QUELLE GameSpot
Tom Rothstein

Tom “Ttime” ist seit Anfang 2016 mit an Bord. Er bleibt für Euch vor allem bei The Division, Destiny und der FIFA-Reihe am virtuellen Ball.