Früher wurde die Gilde Ensidia gebannt, jetzt werden sie in WoW geehrt

Durch den Lichkönig wurde die WoW-Profigilde Ensidia damals gebannt. Der „Lichen King“ wird in Battle for Azeroth daran erinnern.

Wer World of Warcraft schon seit vielen Jahren verfolgt, der wird sich damals an den World First Kill des Lichkönigs erinnern, der durch die Gilde Ensidia zustande kam. Der Kill wurde von Blizzard allerdings nicht anerkannt, denn aus Sicht der Entwickler hatte Ensidia einen Exploit ausgenutzt. Jetzt kehrt genau dieser Exploit in Form eines Achievements in Battle for Azeroth zurück.

Was war damals passiert? Im Kampf gegen den Lichkönig wird die Plattform immer mal wieder etwas kleiner, wenn Arthas den Rand des Kampfbereichs einstürzen lässt. Bei der Gilde Ensidia war das jedoch nicht der Fall. Ihre Schurken benutzten damals „Saronitbomben“ als Teil der festen Schadens-Rotation. Wo die Bomben auf den Boden trafen, verschwand die Plattform nicht. Für Blizzard war das ein klarer Exploit und man verhängte Accountsperren für mehrere Tage, erkannte den First Kill samt Erfolg ab und nahm den Spielern die Beute. Ensidia sagte, sie hätten nichts von einem Exploit gewusst – immerhin hätten ihre Schurken die ganze Erweiterung lang die Bomben verwendet.

WoW Lichen King
Bildquelle: wowhead

Der „Lichen King“ will es wissen: In Battle for Azeroth wird der Fall noch einmal behandelt, in Form eines besonderen Erfolgs. Dort gibt es nämlich den seltenen Gegner „The Lichen King“ – ein lebendig gewordener Pilz. Diesen muss man im Zuge einer Weltquest im Sturmsangtal bezwingen. Wer für den Kill eine sogenannte „Sporonitbombe“ einsetzt, der erhält im Anschluss den Erfolg „Cleverer Einsatz mechanischen Sprengstoffs“ – eine klare Anspielung auf die Begründung vieler Spieler, die Exploits als „Clevere Ausnutzung der Spielmechanik“ bezeichnen.

Mit vielen Jahren Verspätung bekommt die Profi-Gilde Ensidia so nochmal ein kleines bisschen Anerkennung und Blizzard sorgt dafür, dass die Spieler auch weiterhin über diesen Vorfall reden werden.

In WoW: Battle for Azeroth versteckt sich ein „Stranger Things“-Easter Egg

Wer den Lichen King bezwingt, der kann sich übrigens über eine schicke Runenklinge freuen. Leider nicht das richtige Frostmourne, sondern das Pilz-Imitat „Fungmourne“.

Im deutschen heißt der „Lichen King“ übrigens „Pilzkönig“ – das wird also ein Witz sein, der im Zuge der Übersetzung vollkommen untergeht.

Quelle(n): buffed.de, vanion.eu
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Seether2k

Lichen King droppt kein Schwert mehr sondern Armschienen. Wurde laut Wowhead bereits mit patch 8.0.1 geändert.

Coreleon

Das ist die falsche Einstellung, damit wäre es ja auch OK einem die Bude auszuräumen wenn jemand vergisst seine Haustür abzuschließen. ^^

Die Nutzung von Exploits wird bei so ziemlich jedem Spiel sanktioniert, das kann man sich selber schön reden aber damit riskiert man einen Ban o.ä. .
Kann man aber in einer beliebigen EULA auch nachlesen, der man ja zugestimmt hat… .

N0ma

Seh ich anders und der Artikel sagt das ja auch. Hat eigentlich nur Nachteile wie schlecht zu balancen, führt zu buging und exploiting. Problem ist das WoW recht wenig Skills hat, sodas man wenig Variation hat, aber dann soll man das Skillsystem ausbauen.

Traxx

ja Blizzard sollte mal bei Epic/Fortnite nachfragen wie man witziges gekonnt ins deutsche übersetzt. Stichwort: Bär-Force-One =D

Theojin

Das Rennen um die First Kills ist doch komplett durchzogen vom “cleveren Ausnutzen der Spielmechanik” Es gibt da seit Classic und in allen neuen Raiddungeons immer wieder mal Topgilden, die beschissen haben, mehr oder minder gewollt ( meist bewußt ausnutzend ) und deswegen die Quittungen bekommen haben.

Ach ja, ich finde es schade, daß durch die Übersetzung der Gag mit dem Namen komplett untergeht. Aber Blizzard hat ja schon seit Classic immer wieder Namen verschlimmbessert und etliche Jokes aus dem englischen in die anderen Sprachen vermurkst ( wobei das andere MMO Entwickler auch astrein hinkriegen ).

N0ma

Bin kein Freund von solchen Items die den Kampf beeinflussen können. Das vermurkst das Kampfsystem aus meiner Sicht. In WoW kann man leider bis heute ungewollte Effekte im Kampf erreichen durch FunItems.

Tebo

Wir haben damals für den Lich King auf hero wirklich lange bis zum First Kill gebraucht. Aber von dem Exploit höre ich tatsächlich das erste Mal.

Wer das so verwendet, das komplette Bossmechaniken ausgehebelt werden, darf sich nicht beschweren, wenn es nachher Ärger gibt.

Und bei der hohen Qualität der Spieler bei denen, hätten sie s eigentlich auch nicht nötig gehabt.

Coreleon

Also ich denke das die das natürlich gewusst haben und einfach mal drauf spekuliert haben das damit durch kommen.
Damals als noch Jünger war und auch recht weit oben geraidet habe, haben wir bei solchen Sachen immer ein Ticket geschrieben und das mit einem GM abgeklärt ob das tatsächlich so gewollt ist. (Feuerresi Buff bei Rag zb. und anderes).
Das kann mir daher keiner erzählen das die da nicht auf die Idee gekommen wären das da was nicht stimmt. WOTLK kam x Jahre Später und zu Vanilla war das mit den Tickets schon üblich, mal also ehrlich… . 😉

Stephan

Die Bomben hatten den Lich King für 0.5 sekunden gestunt. Dadurch wurde die Fähigkeit unterbrochen die das Areal verkleinert.

Klarer Exploit

TestP

Hätte aber auch zur Bossmechanik gehören können. Es gab einige Bosse, die nicht gegen Stuns oder andere CC-Effekte immun waren. Sowas weiss man erst hinterher.

MfG

Scaver

Das weiß man, wenn man es mit anderen Skills versucht hätte und mit denen es nicht funktioniert.
Das explizit die Bomben genutzt wurden, wird wohl einen Grund gehabt haben.
Man kann davon ausgehen, dass Ensidia den Lich King damals schon auf dem PTR ausführlich getestet hatten und genau wussten, was sie da taten! Genau das wird Blizzard vor dem Bann auch geprüft haben!

TestP

“Das weiß man, wenn man es mit anderen Skills versucht hätte und mit denen es nicht funktioniert.”

Korrekt. Andererseits hätte das Blizzard versuchen müssen und merken, dass es funktioniert. Das ist nicht die Aufgabe der Spieler Betatester für Blizzard zu spielen.

“Das explizit die Bomben genutzt wurden, wird wohl einen Grund gehabt haben.”

Bomben waren bei Nahkämpfern Teil der Rotation, egal welches Boss. Man machte damit mehr Schaden.

MfG

kuroyi

Die Bomben gehörten damals zur DPS-Rota für Ings (und nicht wenige haben wegen der Bomben und anderen Gimmicks für PvE auf Ing umgeskillt) und gerade im First-Kill-Race wurde jeder Fitzel Schadenssteigerung genutzt, den man bekommen konnte.
IIRC hat Ensidia hat sehr wohl gemerkt, dass sich in einigen Trys die Plattform wieder aufbaut, konnte das aber nicht zuverlässig reproduzieren, bzw. herausfinden woran es lag – und hat die Geschichte dann wohl schlicht einem verbuggten Encounter zugeschrieben.

binny801

man konnte den LK damals garnicht auf´m ptr testen, nichtmal im nhc mode. wenn schon klugscheissen dann bitte richtig.

Bodicore

Naja ich bin ja eher dafür das man Buguser und Cheater schnell vergisst und Ihnen möglichst wenig Fame zukommen lässt.

Momo

bei Cheater und Hacker stehe ich voll hinter dir, bannen und vergessen!
Bei Bug Usern aber nicht, das ist immerhin ein Fehler von den Entwicklern selbst, die haben den bock da rein gebaut also müssen die mit den Konsequenzen leben. Hätte ja auch gut sein können das es teil der Mechanik ist das Feld versuchen groß zu lassen da es sonst nicht möglich wäre den zu töten.
Als Reaktion hätten die den Dungeon sperren und dann fixen sollen und gut ist. Aber nicht andere für die eigenen Fehler bestrafen die es nicht mal wussten ob das so muss oder nicht.

Domenik Heimes

Da kann ich nur zustimmen. War damals schon der Meinung und bin es immer noch. Klar ist es scheiße wenn man Bugs bewusst nutzt (in diesem Fall glaube ich bis heute nicht daran, auch ich habe die Bomben in meiner Rota drin gehabt als Schurke hatte man genug zeit dafür), letztlich kann man sich aber nicht immer sicher sein ob Blizzard das nicht als gewollte Mechanik mit eingebaut hat.

Scaver

Die wussten es. Soweit ich das jetzt noch nachvollziehen kann, war der Bug schon auf dem Testserver bekannt und Ensidia hatte dort fleißig getestet!

Stephan

Ich erinnere mich noch ganz gut an den Fall. Blizzard fiel die Entscheidung nicht leicht, da sie Ensidia viel zu verdanken hatte (sie testeten die Raids auf den testservern, fanden bugs und gaben allerhand Daten zum auswerten). Dennoch entschied man sich für einen temporären Bann von einem Tag. Meiner Meinung nach war das die richtige Entscheidung. Alleres andere hätte nur den Eindruck erweckt man behandle Prominenz anders als normale Spieler. … Jedenfalls machte Ensidia, wenn ich mich nicht Irre, den regulären World First auf legitime Art und Weise direkt nach dem Bann.

Bodicore

Es sind ja nicht die Entwickler die mit den Konsequenzen leben müssen sondern die ehrlichen Gilden die in diesem Fall um den Firstkill betrogen wurden.
Daher kann ich deinen Ansatz nicht nachvollziehen.

Das Ding ist doch das Gilden die auf einem solchen Niveau spielen genau wissen das sie gerade eine unlautere Mechanik benutzen. Fü mich ist das auf gleicher Stufe wie Cheaten.

Auch Hacks und Cheats sind ein Entwicklerfehler.

Momo

Der First Kill wurde ja aberkannt, somit wurde niemand darum betrogen. Das ist ja noch in Ordnung, denn spätestens da wissen die das es ein Bug war und sollen es einfach nochmal ohne den machen.
Wenn die das schon vorher wussten betrügen die nur sich selber mit meiner Meinung nach. Beweist ja dann kein können bzw. weniger können (ka wie leicht es das ganze gemacht hat) und verfehlt das ganze Thema.

Koronus

Das beste Beispiel das man einen Exploit ausnutzen und trotzdem ehrlich spielen kann ist Destiny 1. Dort waren die Exploits so verbreitet das viele die nicht für einen Bug sondern ein Feature hielten.

Scaver

Ensidia hat mit großer Sicherheit den Boss Kampf auf dem PTR ausführlich getestet.
Und hätte es zur Mechanik gehört, dass man ihn Stunen kann, hätte man dies auch mit Klassenfähigkeiten erreichen können und nicht nur mit einem Item!
Wer einmal einen Bug nutzt, der wird nicht bestraft.
Bestraft wird, wer das öfter getan hat (ggf. auch auf dem PTR) und den Bug nicht gemeldet hat.

Phil

Die Mädels und Jungs wussten genau was sie da taten^^

kuroyi

Wenn ich mich recht erinnere war der Lich King nicht auf dem PTR. Die Trys waren limitiert (20 pro Woche) und Blizz wollte so verhindern, dass schon auf dem PTR der Bossfight geübt und so die Begrenzung ad absurdum geführt wird. Kungen sagt in einem Video, dass Ensidia bei Firstkill zum ersten Mal überhaupt im Lich-King-Raum war und dass sie sich des Exploits/Bugs/Whatever zu keinem Zeitpunkt bewusst waren, da die genauen Mechaniken eben nicht bekannt waren.

Video hier: https://www.reddit.com/r/wo

FaveHD

Nicht das erste Achievement was gelitten hätte 😀

Brüderliche Weihnacht vs. Bros. Before Ho Ho Ho’s

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