Warhammer ist bekannt als enorm teures Hobby, in das Fans teilweise tausende Euro stecken. Aber muss man unbedingt so viel für die kleinen Figuren zahlen? Nicht unbedingt: Mit ein paar Tipps könnt ihr ordentlich sparen und trotzdem Spaß an Warhammer haben.
Modellbau ist teuer und Warhammer als Nerd-Hobby nimmt sich da nicht aus. Vor über 40 Jahren wurde die Welt samt Figuren erschaffen und gilt fast schon seitdem als ein kostspieliger Zeitvertreib für Leute mit genügend Geld.
Immer wieder gibt es Memes darüber, dass man mindestens eine Niere verkaufen müsste für eine vollständige Armee oder teilweise sogar einzelne Figuren. Tatsächlich gibt es im offiziellen Shop mehrere Models für 800 Euro, das aktuell teuerste dort kostet über 1.500 Euro – ohne wichtige Komponenten wie Waffen und Helm (der Mars Pattern Warlord Titan).
Um die ganze Idee, Geld zum Spielen zu sparen, hat sich sogar eine eigene Community gegründet: Poorhammer. Hier machen die Fans ihre Modelle einfach selbst aus günstigen Materialien. Es gibt aber Wege, um allgemein Geld bei Warhammer zu sparen.
Die günstigste Variante: Macht euch die Minis einfach selbst
Streng genommen ist Warhammer nur das Regelwerk des Tabletops mit dem Leitsatz: „What you see is what you get.“ Bedeutet so viel wie: Eine Spielfigur nutzt nur exakt die Ausrüstung, die am Modell befestigt ist mit entsprechenden Regeln.
Die Grundregeln gibt es kostenlos auf der offiziellen Seite und die Regeln für bestimmte Fraktionen könnt ihr, zumindest in einer heruntergebrochenen Version, eben häufig online finden.
Gerade in Freundschaftsspielen ist es aber möglich, einfach inoffizielle Figuren zu nutzen. Diese Platzhalter nennt man „Proxys“ und die können alle möglichen Formen haben. Ein Nutzer hat sich sogar eine ganze Armee nur aus Blech gebaut für gerade einmal 7 Euro.
Andere bauen riesige Modelle mit vielen Details aus Pappe und Eisstielen. Bei einem Spiel wird vorher deklariert, welcher Proxy für welche offizielle Figur steht, teilweise mit kleinen Markierungen.
Solange der Gegner zustimmt, dass die Figuren genutzt werden dürfen, ist das kein Problem. Wichtig ist nur, dass die Größe der „Base“, also vom Standfuß stimmt. Lediglich in offiziellen Turnieren werdet ihr mit Proxys in der Regel nicht zugelassen.
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https://www.hachette.de/de-de/Warhammer-Combat-Patrol/
Regelmäßig erscheinendes Magazin mit Figuren und Farben. Gerade die Figuren sind hier super günstig! Ein Phantomlord oder Runenprophet für jeweils 11€, sind unschlagbar. Das einzige Problem, ist die Verfügbarkeit- die Hefte sind schneller weg, als man: ist ja voll der Hammer!, sagen kann. Es War der Hammer, dann sozusagen. Höh.
Dieser Wortwitz wurde automatisch an den lokalen Inquisitor weitergeleitet.
Warhammer Tabletop ist sicher nicht das günstigste Hobby. Dennoch über die Zeit gerechnet im akzeptablen Bereich. Man bedenke wie viel Zeit man mit der Bemalung verbringt oder aber mit dem Spielen selbst. Da sind die Kosten nicht mehr so hoch im Vergleich zu anderen Hobbies.
Einziges Problem ist die enorm hohe Einstiegshürde. Wenn du morgen Tabletop Warhammer spielen willst, noch kein Set hast und Malen willst du auch nicht, dann ja nimm schonmal einen Kredit auf. Ich denke die grossen Kosten entstehen vor allem am Anfang weil man sofort von 0 auf 100 will.
An Figurensets kann man Dutzende Stunden herummalen. Ich würde die Kosten pro Stunde Spass etwa gleich hoch einschätzen wie Gaming
Anderes Thema ist natürlich ob es angebracht ist für ein bisschen Gussplastik 70+ Euro zu verlangen. Aber fragen wir uns das nicht jeweils auch beim xten Fifa oder COD?
Wobei GW mittlerweile echt den Schuss nicht mehr gehört hat.
Ich erinnere mich noch an die Zeit, als eine Box mit einem 10er Trupp 20 Euro gekostet hat – mittlerweile wird das doppelte für die Box verlangt und bei manchen Boxen hat man dann nicht mal eine regelkonforme Einheit, sondern braucht ne 2. Box dabei, damit man auf die regelkonforme Modellanzahl pro Trupp bekommt.
Oder ‘Starter’ Boxen die in KEINEM Regelformat ausreichend sind.
Aber gerade für Einsteiger gibt es doch jetzt so Dinge wie Killteam oder Combat Patrol. Man muss ja nicht gleich mit einer 2000€ Armee anfangen.
Ich würde noch den 3D-Druck als Option ergänzen. Mit Freunden oder in freien Tabletop-Läden sieht man den Unterschied bei gutem Druck kaum und interessiert auch keinen wenn man dort seine Farben und co kauft. Einen gebrauchten Resin-Drucker bekommt man inzwischen schon unter 200 €, und dank Open-Source-Software ist die Bedienung relativ einfach geworden. Man braucht aber Platz sowie einen Raum mit Abluft (Keller, Garage, Hobbyraum), da die Dämpfe wirklich nicht gesundheitsfördernd sind.
3D-Dateien für Minis findet man online für praktisch alle gängigen Systeme und Spiele – und gefühlt wächst das Angebot auch wegen der Preispolitik von GW & Co.
Recasts aus Osteuropa gibt’s zwar auch noch, aber durch die günstigen Drucker sind die für mich nicht mehr so spannend. Zumal die mittlerweile auch fast 50 % vom Originalpreis kosten.
Ich persönlich mische: etwas Second Hand (z. B. eBay Kleinanzeigen), etwas neu von Games Workshop und einiges aus dem 3D-Drucker.
Das fiel für mich unter Proxys, darum hab ichs nicht gesondert aufgeführt.
Besonders schön beim drucken: Man umgeht diesen künstlich herbeigeführten FOMO Scheiß und bezahlt nicht hunderte € an Scalper. Das wird nämlich auch ein immer größeres Problem.