Virtuelle Realität: So nah ist Valve schon dran!

Die virtuelle Realität ist auf dem Vormarsch. Doch wie realistisch sie bereits jetzt ist, zeigt ein eindrucksvolles Video.

Wenn dein Zimmer nicht mehr dein Zimmer ist

Die Entwicklung im Bereich der virtuellen Realität lässt sich nicht mehr aufhalten. Was vor einigen Jahrzehnten noch weit entfernte Zukunftsmusik war, ist mit Möglichkeiten wie der Oculus-Brille schon lange den Kinderschuhen entwachsen. Doch wie nah wir vollkommenen Illusionen schon gekommen sind, begreifen die wenigsten.

David Finsterwalder testet auf seinem Youtube-Kanal einige Demos verschiedener Projekte der virtuellen Realität, unter anderem vom Steam-Betreiber Valve. Wie das aussieht, wenn man plötzlich im Büro eines Aperture-Mitarbeiters (aus dem Spiel Portal) steht, das könnt Ihr hier selbst begutachten:

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Cortyn meint: Ich finde es beeindruckend, wie unglaublich gut die Landschaften und Räume bereits aussehen. An einigen Stellen erkennt man zwar noch Pixel und unvollständige Schatteneffekte – doch damit ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis diese Fehler behoben sind. Die Zukunft mit „Dive In“-Welten, wie etwa aus Sword Art Online oder dem Film eXistenZ bekannt, rückt in greifbare Nähe. Ob das gut oder schlecht ist, kann man wohl kaum vorhersagen. Spannend ist es auf jeden Fall.

Zwei von fünf Sinnen können wir schon in die virtuelle Welt eintauchen lassen – es bleibt abzuwarten, wie lange es noch dauert, bis die letzten drei nachziehen und vollkommen in ein Spiel übergehen können.

Quelle(n): kotaku.com
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Balmung

Sicherlich wird man mit VR bis dahin vieles erleben können. Wenn die ersten VR Brillen aber erst mal am Markt sind und die Leute sie eine Weile benutzt haben, wird sich bei vielen auch Ernüchterung einstellen, weil sie nach dem Anfangshype eben immer mehr merken was in VR eben noch NICHT geht. 😉

Balmung

Da hat Jemand die Keynote von Michael Abrash auf der Oculus Connect² am letzten Donnerstag nicht gesehen… wird sind noch Meilenweit weg. Von VR wie in SAO noch Lichtjahre.

http://www.twitch.tv/oculus… Ab 1 Std 3 Minuten (01:03:00)

Was die Leute gerne vergessen ist, dass eine VR nicht nur gut aussehen muss, man muss in ihr auch richtig interagieren können und die VR Welt muss entsprechendes Feedback zurück an den Spieler geben.

Was macht er denn in dem Video? Er schaut sich die Grafik, die Optik an und läuft in einem engen Bereich etwas rum. Sonst macht er absolut gar nichts. Und das einzig beeindruckende ist, dass die Grafik Photorealistisch ist, das wars auch schon und davon lassen sich hier Einige inkl. dem News Schreiber, blenden.

Er kann in der VR nichts tatsächlich berühren, außer vielleicht die Wände, wenn diese 1:1 mit der Position im RL übereinstimmen, beim zweiten Raum fehlt aber bereits eine Wand in VR. Durch Objekte würde er im RL aber einfach hindurchgreifen, da ist null Widerstand. Da ändert auch ein Handschuh nichts daran, der stoppt keine Armbewegungen, wir können uns in VR nicht auf etwas abstützen was nicht vorhanden ist (da sehe ich auch einiges an Verletzungsgefahr, wenn man im RL stolpert und sich instinktiv an VR Objekten festhalten will um den Sturz zu verhindern).

Besonders in der Landschaft zeigt sich dann die Grenzen. Ich spüre keine Unebenheiten des Geländes, es fühlt sich nicht an als würde ich mich auf Gras, Schotter etc. bewegen. Ich spüre keinen Wind, ich rieche die Natur nicht. Und natürlich kann ich nicht in der Natur rumklettern. Auf solche Kleinigkeiten mag man am Anfang nicht achten, wenn man neu in VR ist, aber nach ein paar Wochen kommen solche Dinge ans Tageslicht und dann wird es einem unterbewusst immer mehr klar, dass das alles Fake ist und es gelingt einem immer schwerer Präsenz zu erleben.

Ich kann nur Jedem empfehlen die besagte Keynote oben (ca. 30 Minuten) anzugucken, dann wird Jedem klar wie weit wir tatsächlich noch weg sind. Abrash beschreibt sehr gut die Probleme, welche man sich selbst nur zu leicht gar nicht so groß vorstellt.

Ja, 2 Sinne können wir schon täuschen, aber der eine noch nicht perfekt und der Rest ist derart komplex, das es dafür aktuell noch nicht mal richtige Lösungsansätze gibt, geschweige denn für die Masse taugliche. Schaut die Keynote.

Wir stehen noch völlig am Anfang von VR. Und das sollte auch Jedem
klar sein, wer sich hier zu sehr hypen lässt wird sonst eine große
Enttäuschung erleben, weil er natürlich wieder mal mehr erwartet als er
bekommt.

Palmer Luckey tritt nicht ohne Grund ständig mit Aussagen auf die Euphorie/Hype Bremse. Wir lernen gerade das krabbeln in VR und Manche denken wir werden schon bald darin Saltos schlagen. Wer keine Geduld besitzt wird auch dieses mal enttäuscht werden und sich damit auf längere Sicht VR selbst versauen. Und wir reden hier nicht von ein paar Jahren, eher von Jahrzehnten bis VR mal wirklich perfekt ist.

Darum sage ich auch immer, dass das jetzige VR mit solchen Display Brillen nur eine Notlösung darstellt, weil echte VR gibt es nur mit so etwas wie der NervGear aus Sword Art Online und von so einer Technik sind wir tatsächlich noch Jahrzehnte entfernt. Und ob ich das wirklich wollen würde steht dann wieder auf einem völlig anderen Blatt.

Joss

Meine Gedanken zu VR gehen dahin, dass diese nur dann überhaupt „funktionieren“ kann, wenn die Sinne des Menschen entsprechend verkümmert sind. Also nur weil wir heute kaum mehr Naturklänge und -geräusche auseinanderhalten und genießen können, andererseits aber 90% der Tageszeit mit künstlich aufbereiteten Bildern und Texten beschäftigt sind, wird so etwas wie VR, die in den Spielen dann (ähnlich dem Kino) als Überwältigungsstimulation eingesetzt werden wird, überhaupt zu einem Thema.

Das meine ich nicht moralisch wertend, sondern beschreibend. In der Ethnologie ist das Beispiel von den Inuit populär, die den Schnee in zigfachen Beschreibungsformen erkennen und benennen. Fallend, wirbelnd, driftend, Schnee als dicke Flocke und dazu wirbelnd etc. Ein Stadtmensch bei uns unterscheidet Flockenschnee, Schneematsch, Wasserpfütze. Auch ein schönes Beispiel für die Sinnesdifferenzierung ist das Laufen im Schuh und das Barfußlaufen. Wer mal als erwachsener nur seine Schuhe auszieht und mit geschlossenen Augen auf einer Wiese läuft, der erlebt etwas ihm in der Regel völlig unbekanntes.

Ich bin gespannt, ob und in welchen Formen VR-Brillen sich verkaufen werden. Vermutlich wird das Alter der Konsumenten eine Rolle spielen. Wer noch damit aufgewachsen ist, abstrakte Grafiken atmosphärisch und erzählerisch zu besetzen, auf den wird diese Art der VR anders wirken als auf die Generation Harry Potter-Lego. Eine meiner Sorgen dabei ist, dass Spiele, denen es um erzählerische und komplex-kalkulative Strukturen geht, schwerer vermarkten lassen. Ähnlich wie heute, durch die zunehmende Verbreitung von Pads, Tablets und Konsolen, die Spiele sich schon steuerungstechnisch anpassen müssen, um adaptiert und für die entsprechenden Designs vermarktet werden zu können. Und wie ich finde dadurch auch vereinfachen. Was andere dann aber wieder als intuitiv empfinden.

Subjunkie

Das die Inuit Schnee so gut auseinanderhalten können hängt aber damit zusammen dass das in ihrem Leben und Überleben eine hohe Relevanz hat. Unsere Gehirn ist (wie jeder andere Körperteil auch) auf Effizienz ausgelegt, deshalb werden alle unrelevanten Informationen (ca.90%) ausgefiltert. We dringend das nötig ist, sieht man bei Personen, bei denen die Filtersysteme nicht dermaßen effizient arbeiten (zum Beispiel bei Menschen mit Autismus).

Atom

Ach du scheisse. Ich war mir erst sicher er steht in seinem eigenen zimmer

Atom

Wie heisst der kanal von dem Finsterwalder?
Edit: Habs schon

Atom

„es bleibt abzuwarten, wie lange es noch dauert, bis die letzten drei nachziehen“. Meinst du damit z.B. Handschuhe die wir anziehen um noch zu fühlen oder wirklich eine Art Nerve Gear. Und wie wäre deine zeitliche Einschätzung bis zur Nerve Gear(denn irgendwann wird es kommen)

Cortyn

Ich bin nun wirklich kein Fachdämon auf dem Gebiet – aber ich schätze 20 Jahre. Es gibt bereits Versuche, mit denen durch elektische Impulse bestimmte Emotionen im Gehirn ausgelöst werden und es wird an Computerchips geforscht, mit denen man bei Straftätern etwa unerwünschtes Verhalten auf Knopfdruck einfach „abschalten“ kann. All das geht schon so nah an die technische Bearbeitung des Gehirns, dass ich blind tippen würde: 10 Jahre, bis es das Militär macht, 15 Jahre, bis es für den Gaming-Bereich erforscht wird und 20, bis man es wirklich kaufen kann.

Atom

Jo ich denke das ist recht relistisch.

Skyzi

kinnlade auf boden fällt. ich finde keine worte. valve du bist ein gott^^ Für Leute die Krank sind ist das auch was was ganz tolles um die welt zu sehen.

Cortyn

Man denke auch an die vielen anderen Möglichkeiten. Fußballstadion ausverkauft? Kein Problem, Virtuelles Ticket und „live“ dabei sitzen. Das wird ein riesiger Markt, da bin ich mir sicher.

SonnenSaenger

Der „größte“ markt wird sich zu 1000% auf dem pornomarkt mit VR abspielen da bin ich mir sowas von sicher das die amis da irgendwann groß einsteigen werden

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