Vainglory: Neues Mobile-MOBA hat Bock auf eSport

Auf der diesjährigen gamescom bin ich auf ein ganz besonders Game gestoßen: Vainglory. Ein MOBA-Titel speziell für Tablets und Smartphones aus dem Hause Super Evil Megacorp. Gleich im Anschluss durfte ich exklusiv mit Bo Daly, dem Co-Founder und CEO von Super Evil, ein kleines Pläuschchen halten.

Vainglory wurde von dem amerikanischen Publisher Super Evil Megacorp bereits im letzten Jahr auf die Tablets und Smartphones der Apple-Jünger gebracht. Vor kurzem folgte dann der Release auf Android. Wie in jedem anderen MOBA auch gilt es zusammen im Team die gegnerische Basis zu zerstören. Mit von der Partie sind auch wieder verschiedenen Helden, Skins, Türme, Monster und Items. Doch anders als seine 1000 MOBA Kollegen wurde Vainglory ausschließlich für den Mobile-Markt entwickelt.

Intuitive Steuerung ermöglicht Barrierefreies Gameplay

Anfangs war ich wirklich skeptisch, ob sich ein MOBA auf einem Tablet, geschweige denn Smartphone spielen lässt. Doch wer genauso denkt, hat Vainglory noch nicht gespielt. Die Steuerung ist einfach, präzise und intuitiv, wodurch das Spielerlebnis nicht von umständlicher Steuerung behindert wird. Hier hat sich das Entwickler-Team wirklich Gedanken in Sachen Bedienung gemacht. Dank der Touchscreen optimierten One-Klick-Steuerung befehligen wir unseren Helden mit einfachen Klicks über das Display, visieren Gegner ebenfalls mit einem Klick an und attackieren anschließend automatisch. Um das Spielgeschehen übersichtlich zu gestalten, beschränkt sich die Größe des Teams auf jeweils 3 Spieler. Ein weiterer Pluspunkt ist die Grafik. Auf den aktuellen Geräten von Apple und Android läuft das Spiel sehr flüssig und in ansprechender Optik.

Wie das Ganze dann in der Praxis aussieht, erfahrt ihr in diesem lustigen Trailer

Nur die Harten kommen zu Vainglory

Bo Daly, Co-Founder und CEO von Super Evil, erklärte mir, dass man mit Vainglory vor allem Hardcore-Gamer ansprechen möchte. Ein Casual-MOBA für die Mobile-Plattformen zu entwickeln, sei unmöglich. In der Vergangenheit hatte man bereits bei einigen großen Titel beobachten können, welch negative Auswirkungen die „Casual-isierung“ mit sich bringt. Doch dies soll nicht heißen, dass Vainglory nicht zugänglich für potenzielle Spieler ist.

Vainglory Gameplay

Bo hat es mit Eishockey und Fußball verglichen. Beim Eishockey braucht man eine teure Ausrüstung, Hockey-Schläger, Schlittschuh und eine Eishalle. Zudem hat nicht gleich jeder ein Hockey-Team vor Ort, bei dem er mittrainieren kann. Beim Fußball ist die Sache wesentlich einfacher. Alles was man zum Spielen benötigt, ist ein Ball, den sich jeder leisten kann – und so ist es auch mit Vainglory. Man braucht nur ein Tablet/Smartphone und eine Internetverbindung und schon kann man überall auf der Welt zocken.

Die Community ist das Wichtigste überhaupt“

Bei Vainglory wird viel Wert auf die Community gelegt. Durch regelmäßige Updates mit Content-Inhalten möchte man das Spiel stets weiterentwickeln und verbessern. Dabei versuche man so eng wie möglich mit der Community zusammenzuarbeiten. Man möchte auf die Wünsche und Anregungen der Spieler eingehen. Schließlich sei eine zufriedene Community wichtig für jedes Spiel, denn nur so ist der Erfolg langfristig garantiert.

Auf dem Vormarsch zum Mobile-eSport

Vainglory Esport

Mit Vainglory wolle man als erstes Mobile-Game überhaupt das geweihte Land des eSports betreten – was sich bisher auch gut anlässt. In Zusammenarbeit mit OGN veranstaltete Super Evil im Juli die Vainglory World Invitationals Tournament in Korea. Letzten Sonntag startete dann die Vainglory International Premier League (IPL). Dies ist ein Elite-Wettbewerb mit den besten Teams aus der ganzen Welt, die um einen Preispool von 70.000 US-Dollar kämpfen.

Bei Vainglory glaubt man an einen Wandel im eSport. Auch wenn man sich heutzutage noch kaum vorstellen kann, dass Pro-Gamer Mobile-Games auf Tunieren zocken, so soll in den nächsten fünf Jahren ein Umbruch stattfinden.

Bo Daly glaubt an den Erfolg von Vainglory im eSport. Und für 1,5 Millionen aktiven Spielern, rund 270.000 Zuschauern auf Twitch und mehr als 13 Millionen Minuten Spielzeit auf Twitch braucht man sich als „neues“ Mobile-MOBA nicht schämen.

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Nookiezilla
Nookiezilla
4 Jahre zuvor

Gerne doch smile

Nookiezilla
Nookiezilla
4 Jahre zuvor

Ich kann deine Bedenken durchaus verstehen – hatte ich Anfangs auch -, aber glaub mir, die sind unberechtigt. Vainglory steuert sich hervorragend. Man sollte es mmn aber nicht auf einem 3.5″ iPhone 4S spielen. Auf meinem iPhone 6+ und S6 Edge ist es kein Thema. Schöne Grafik und macht Laune, obwohl ich für MOBAs nicht so zu begeistern bin.

Plague1992
Plague1992
4 Jahre zuvor

Es ist relativ präzise da es sich schon recht statisch und übersichtlich spielt. Weniger creeps, weniger Effekte, weniger Spiele. Missklicks passieren eigentlich kaum sofern das Handy groß genug ist. Manchmal gefällt mir die Steuerung sogar mehr weil man ja 2x Daumen/Finger hat womit man zB. 2 Dinge gleichzeitig machen kann.

Shiv0r
Shiv0r
4 Jahre zuvor

Es gibt ja kein Crossplay, von daher muss es sich ja auch nicht mit einer Maus messen selbst wenn es schlechter von der Bedienung wäre.^^

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