Ubisoft spricht über Fehlschlag der jüngsten Free2Play-Games

Ubisoft hatte große Pläne, was Free2Play-Onlinegames anging, doch nach und nach wurden die Spiele eingestellt. Nun analysiert Game Designer Stanislav Costiuc, was schief gelaufen ist.

The Mighty Quest for Epic Loot, EndWar Online, Ghost Recon Phantoms und Might & Magic: Duel of Champions… vier Onlinespiele, die von Ubisoft mit dem Free2Play-Modell veröffentlicht und inzwischen wieder eingestellt wurden. Doch warum? Was hat nicht funktioniert? Ubisofts Game Designer Stanislav Costiuc hat sich alle Spiele vor ihrem Ende angeschaut und analysiert, was nicht funktioniert hat.

mighty-quest-for-epic-lootWarum haben Ubisofts Free2Play-Spiele nicht funktioniert?

Im Prinzip kommt der Designer zu einem sehr offensichtlichen Schluss. Neueinsteiger waren bei allen Spielen überfordert. Der Einstieg war viel zu komplex und zu kompliziert und es fehlte auch ein Ziel, das die Spieler erreichen konnten. Ein klares Ziel, das man von Anfang an mitteilt. Hinzu kommt, dass bei den meisten Spielen überhaupt nicht klar war, welche Atmosphäre sie verfolgen. Es fehlte der rote faden, der sich durch das Spiel zog und welcher auch den „Ton“ angab. Beispielsweise besaß EndWar Online ein sehr düsteres Szenario, doch die Dialoge im Spiel waren sehr nüchtern und passten überhaupt nicht dazu.

Bei Might & Magic: Duel of Champions hätte man meinen sollen, dass mit all den erfolgreichen Online-Kartenspielen, dieses Spiel länger hätte durchhalten sollen. Doch obwohl das Tutorial eigentlich recht gut war, war am dessen Ende überhaupt nicht klar, wie man weiter vorgehen sollte. Was sollte man wählen? Wieso hatte man nur so wenig Karten? The Mighty Quest for Epic Loot dagegen ermüdete die Spieler damit, eine gefühlte Ewigkeit den Hintergrund und das Spielprinzip zu erklären, bevor man dann endlich mal selbst rumprobieren durfte. Ghost Recon Phantoms dagegen war einfach nur für Einsteiger viel zu kompliziert.

Egal welches Monetarisierungsmodell, ein Spiel muss Spaß machen

endwar-onlineStanislav Costiuc erklärt auch, dass man bei einem Free2Play Spiel darauf achten sollten, die Spieler nicht direkt von Anfang an mit der Monetarisierung zu nerven. Man muss die Spieler zunächst von Anfang an für das Spiel begeistern, ihnen einen einfachen Einstieg und schnelle Erfolgserlebnisse bieten, bevor das Spiel dann nach und nach komplexer wird und man vorsichtig die Monetarisierung einführt. Ob das die einzigen Gründen, warum die vier Free2Play-Games von Ubisoft eingestellt werden mussten, das muss jeder für sich entscheiden.

Autor(in)
Quelle(n): MassivelyOP
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