Chef einer PC-Bastel-Firma ist fies zu einer kleinen Streamerin auf Twitch – Bereut es sofort

Chef einer PC-Bastel-Firma ist fies zu einer kleinen Streamerin auf Twitch – Bereut es sofort

Die PC-Bastler von „Artesian Builds“ haben einen veritablen Shitstorm an der Backe. Viele ihrer Partner haben sich von der Firma distanziert, die maßgeschneiderte Gaming-PCs baut. Grund ist ein Giveaway, das aus dem Ruder lief. Denn der Chef der FIrma benahm sich gegenüber einer kleinen Streamerin ziemlich daneben – der Backlash ist gewaltig.

Wer sind die Bastel-Nerds?

  • ArtesianBuilds ist eine Firma, die hochspezialisierte Gaming-PCs baut und das macht man öffentlich auf Twitch. Der Kanal hat etwa 270.000 Follower: Wenn man streamt, schauen der Firma im Schnitt 550 Menschen zu.
  • ArtesianBuilds war bis vor kurzem mit einigen hochkarätigen Twitch-Streamer über Partnerschaften verbunden: der CoD-Experte Nickmercs war Partner, genau wie der „Escape from Tarkov“-Stratege“ Pestily. Das sind so mit die größten Namen bei Shooter-Streamern, die man als Partner haben kann.
  • Viele Gamer haben ein Herz für „selbstgebaute, hochwertige PCs“ und bis vor wenigen Tagen sah es so aus, als läuft das Geschäft von ArtesianBuilds richtig gut.
7 Tipps, die ihr vor dem Zusammenbau eines PCs wissen solltet

CEO wirft genüsslich kleine Streamerin aus dem Giveaway

Was lief schief? Die Firma hat live auf Twitch ein Giveaway für einen Gaming-PC veranstaltet und die Twitch-Streamerin Kiapiaa (2.000 Follower) wurde als Gewinnerin gezogen.

Doch live auf Twitch untersuchte der CEO der Firma, Noah Katz, den Account von Kiapiaa und fand dann, die sei zu klein, um für den Preis in Betracht zu kommen, den sie eben rechtmäßig gewonnen hat:

  • Es hieß, trotz mehrerer Social-Kanäle hätte die Streamerin weniger als 5.000 Follower – da wolle man vielleicht noch „großzügig“ sein
  • Aber bei näherer Betrachtung fand man raus, dass die Streamerin zwar schon seit 3 Monaten Botschafterin für ArtesianBuilds war, aber noch keine Klicks erzeugen konnte

Katz zelebrierte im Stream genüsslich, dass man die Streamerin aus dem Giveaway nimmt und den Gewinner neu ausrollt. Er benahm sich so, als sei er einer Betrügerin auf die Schliche gekommen und habe sie öffentlich enttarnt.

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Die Streamerin fühlte sich von dem Giveaway gedemütigt

Das war die Reaktion der Streamerin: Die fühlte sich „klein gemacht“ und gedemütigt. Sie sagte, sie hätte alle Anforderungen für das Gewinnspiel erfüllt. Jetzt werde sie rausgeworfen, nur weil keiner ihrer Follower so viel Geld für einen teuren Gaming-PC ausgegeben habe.

Kiapiaa empörte sich auf Twitter. Sie sagte, sie haben den PC ehrlich gewonnen. Und jetzt müsse sie sich von dem Typen auf Twitch runterputzen lassen. Er würde sie beleidigen und sie als Person und ihren Stream diffamieren.

twitch-kiapia
Die Twitch-Streamerin Kiapiaa (Quelle: PCGamer)

Streamerin gewinnt 11.000 Follower – PC-Bastel-Firma verliert 5.000

So waren die Reaktion: Die waren richtig mies für ArtesianBuilds und richtig gut für die Streamerin:

  • Die Streamerin bekam 11.000 neue Followern und viel Unterstützung in den Kommentaren.
  • Für ArtesianBuilds lief’s hingegen gar nicht. Die haben 5.000 Follower verloren und wichtige Partner haben sich von ihnen distanziert.

So nahm CoD-Guru Nickmercs öffentlich Abstand von der PC-Firma. Er sagt, das Verhalten von dem „Homie auf Twitch“ sei sehr, sehr schräg. Er möge das einfach nicht und will damit nichts mehr zu tun haben.

Auch Pestily ist weg. Der Australier hat keinen Bock, mit der Marke weiter zusammenzuarbeiten (via twitter).

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PC-Firma bietet Streamerin doch noch den PC an – Sie lehnt ab

Wie reagiert ArtesianBuilds? Die wollten das Ding offenbar noch glätten und boten der Streamerin an, ihr den PC doch zu schicken. Doch die erwies sich als stolz und lehnte das Angebot ab, wie sie am Mittwoch, dem 02.03. mitteilte.

Sie sagte, sie wolle keine Firma unterstützen, die sich nicht um kleine Streamer schert, denn die seien doch das Rückgrat der Firma.

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Mittlerweile herrscht bei ArtesianBuilds offenbar Alarmstufe Rot. Die Firma hat in einem öffentlichen Statement am 2. März die volle Verantwortung übernommen und entschuldigt sich bei der Streamerin.

Es gab noch ein persönliches Video von Katz, in der er sich wiederholt entschuldigt und Besserung schwört. Aber aktuell hagelt viel Spott und Hohn auf die Firma ein. Die würden nur Leute unterstützen, die auch „was für die Firma tun können“ als Werbeträger. Dafür haben offenbar Gamer wenig Verständnis.

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Der CEO der Firma entschuldigt sich, aber bekommt Spott und Hohn ab.

Das steckt dahinter: Das „Giveaway“ von ArtesianBuilds war offenbar nicht als „wirkliche Verlosung“ gedacht, an der jeder teilnehmen konnte, sondern mehr als ein „Goodie“ für Geschäftspartner, die der Firma dabei helfen, ihre PCs zu bewerben.

Als dann eine Streamerin ausgelost wurde, die zu klein war, um wirklich Geld einzuspielen, reagierte der CEO derart schräg. Die Folgen sind katastrophal.

Wenn sich das Image, das man aufbauen und vermitteln möchte, so gar nicht mit der Realität des Geschäfts deckt, kann das übel ausgehen. Für die PC-Bastler kann man nur hoffen, dass sie die Lehren aus der unglücklichen Aktion ziehen.

Leute live verspotten, kommt offenbar viel besser an, wenn man „nach oben“ schlägt:

Tech-YouTuber verspottet PC-Setup von Twitch-Star vor 1,3 Millionen Menschen

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All Might

Naja aber zumindest war das Gewinnspiel echt.

McPhil

Eine? Die haben mindestens nochmal 2 andere kleine Streamer im Livestream runtergemacht und disqualifiziert welche gewonnen hätten.

Irina Moritz

Genau, wie Schuhmann schon gesagt hat. Da kommt jetzt wohl alles Mögliche an die Oberfläche bis hin zur Steuerhinterziehung ^^““

Brohn

PC-Firma bietet Streamerin doch noch den PC an – Sie lehnt ab

Nun 1. Wer würde so nicht reagieren? Und 2. Wenn jemand wie JayzTwoCents in die Bresche springt und dir ein High-End-Gerät bastelt, warum sollte man sich dann noch für so eine Firma entscheiden? 😄

Prim

Das war Richtig reagiert den PC abzulehnen.

Huehuehue

Kleine Anmerkung: Die Streamerin heißt kiapiaa, nicht klapiaa

Bingolinchen

Ich glaube die werden so schnell keinen PC mehr verkaufen. Richtig so.

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