Transformice: Mäuse-MMO mit 70 Millionen Spielern

Ihr kennt Transformice, das Mäuse-MMO mit 70 Millionen Spielern, nicht? Wir bisher auch nicht.

Transformice ist ein Indiespiel, das auch über Steam erhältlich ist, dort jedoch “nur” etwa 1.200 gleichzeitig agierende Spieler vorzuweisen hat.

Im Prinzip handelt es sich um einen Plattformer, in dem ihr eine Maus spielt, die sich auf die Suche nach Käse macht. Innerhalb von zwei Minuten müsst ihr das duftende Stück erreichen und wieder zurückbringen. Das ist aber gar nicht einfach, denn ihr seid nicht alleine unterwegs. Hunderte von Spielern versuchen ebenfalls, das Ziel zu erreichen. Das artet in Chaos aus.

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Wer ist die schnellste Maus?

Jede der fünf Millionen Maps im Spiel bietet andere Herausforderungen, die ihr meistern müsst, um den Käse zu erreichen. Dazu gehören Hindernisse, die ihr überwinden müsst, Abkürzungen müssen gefunden werden und irgendwie sollt ihr eure Mitspieler ausstechen, um der erste zu sein, der den Käse erreicht.

Danach wird es noch lustiger, denn ihr sollt den Käse ja zurückbringen und werdet dabei von den anderen Spielern verfolgt, die versuchen, euch das gute Stück abzunehmen.

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Der Schamane hilft… oder auch nicht

Außerdem spielt ein Spieler den Schamanen, der über besondere Kräfte verfügt und etwa Objekte erschaffen kann, mit denen er einigen Mäusen mehr Hindernisse in den Weg stellt, andere aber auch unterstützt, das Ziel schneller zu erreichen. Er kann Mäuse auch verwandeln, etwa in Planken, um es anderen Mäusen zu ermöglichen, über einen Abgrund zu kommen.

Je mehr Mäuse ein Schamane rettet, desto schneller steigt er im Level auf und kann über seinen Fertigkeitenbaum neue Fähigkeiten freischalten, die ihm in weiteren Runden mehr Möglichkeiten bieten. Sieben offizielle Spielmodi, 200 offizielle Maps, dutzende von Spielern erstellte Spielmodi sowie über 5 Millionen von Spielern erschaffene Maps sorgen für jede Menge Abwechslung.

Eine fantastischer Start

Transformice wurde von einem kleinen Indie-Team in drei Wochen programmiert und konnte in den vergangenen sechs Jahren rund 70 Millionen Spieler erreichen. Während der Entwicklerkonferenz GDC 2017 sprach die Entwicklerin Melanie Christin über diesen immensen Erfolg. In dem Video erklärt Christin, dass sie eines nachts in einem Haus, in dem sie übernachtete, im Bett Geräusche aus den Wänden hörte. Sie stellte sich vor, dass dort Mäuse aufeinander herum krabbelten, um Hindernisse zu überwinden und an ein Stück Käse zu kommen. Daraus entstand die Idee für das Spiel.

Im Mai 2010 startete das Spiel und wurde nur mit einem Link über ein kleines französisches Forum beworben und erreichte ein paar Hundert Spieler. Die Website SomethingAwful wurde auf das Spiel aufmerksam und berichtete darüber.

Die Reaktion war überraschend, der Server brach vom Ansturm der Spieler zusammen. Geld für weitere Server war keines vorhanden, weswegen das Team auf günstige Werbung und Spenden der Fans zurückgreifen musste. Das Spiel erreichte rund 80.000 Unique Besucher am Tag, wodurch die Entwickler Ende 2010 etwa 11.000 Dollar einnehmen konnten.

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Eine holprige Entwicklung

Der Erfolg ermöglichte es dem Team, ein Entwicklerstudio zu gründen und die Spielerzahlen durch den Fulltime-Job schnell zu verdoppeln. Doch dann sperrte Google das Unternehmen vom Adsense-Programm aus, was zu massiven Geldproblemen führte. Durch einige Kontakte konnte diese Sperre aufgehoben werden. Die Sperre erfolgte, weil das Werbebanner die falsche Größe hatte und das Team dies im Kleingedruckten übersehen hatte. Im Jahr 2012, nach einer Umstellung des Geschäftsmodells, konnte der erste große Erfolg mit einem Umsatz von 250.000 Dollar pro Monat erzielt werden.

2013 folgte wieder ein ernüchterndes Jahr, da die Entwickler merkten, dass sie zu schnell gewachsen waren. Es folgten einige Umstrukturierungen und 2014 besserte sich die Lage erneut. 2015 wurde das Spiel über Steam veröffentlicht, was chaotisch verlief und mit Kreditkartenbetrügereien verbunden war. 2016 folgten Events, die nicht allzu gut liefen. Immer wieder musste das Team Umstellungen vornehmen, vor allem der Monetarisierung des Spiels.

Rückblickend erklärt Melanie Christin, sei das Team einerseits zu Beginn zu klein gewesen aber dann zu schnell gewachsen, man hätte sich viel zu wenig ausgekannt, vor allem was die Monetarisierung anging und man hätte den Mobile Sektor vernachlässigt.

Das Entwickeln von Spielen ist ein konstanter Lernprozess, der sich immer weiter fortsetzt, da sich der Markt und viele Gegebenheiten einfach ständig ändern – als Beispiel wird Adobes Flash genannt, welches langsam durch HTML5 ersetzt wird, worauf das Team auch reagieren muss. Doch all das hält die Entwickler nicht davon ab, weiter innovative Spiele auf den Markt bringen zu wollen.

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Quelle(n): Gamasutra
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Interessanter Artikel und Hintergrundinformationen. Danke. 🙂

Gast

Das ding gibt es noch ?
War vor jahren immer mal lustig Zwischendurch ….
Mich wundert nur das es bei Steam ist.
Lief das nicht über den Browser?

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