SWTOR: Über die Vergangenheit, Realität und Pläne – Bioware schlägt zurück

Vor wenigen Tagen hat unser englischsprachiger Kollege Phil Owen von „Kotaku“ einen sehr schönen Beitrag zu Star Wars: The Old Republic geschrieben, dessen Meinung ich persönlich kaum stärker teilen könnte.

Leider enthält der ursprüngliche Text auch einige massive Spoiler, weshalb ich natürlich davon absehen werde, diese zu erwähnen – wer sich für den Originaltext interessiert, findet ihn wie immer in unseren Quellen.

Was SWTOR versuchte zu sein

Bei BioWare versuchte man damals eine ganze Menge Fans gleichzeitig zufriedenzustellen und gerade die jüngste Vergangenheit (WildStar) zeigt uns immer noch, dass das oft gehörig in die Hose geht. Auf der einen Seite wollte man ein gigantisches Spiel schaffen, eine lebendige Galaxis, eine Heimat für all jene, welche das „Star Wars“-Universum so sehr lieben.

SWTOR

Größe und Umfang sollten einfach einem MMO entsprechen, das seinesgleichen sucht. Auf der anderen Seite stand natürlich die Erwartungshaltung, dass das hochgelobte Storytelling von BioWare auch in diesem Spiel vorhanden sein müsse und man trotz dem „MMO“ im Namen nicht auf eine dichte Handlung und vor allem viel „RPG“ verzichten müsse.

Was SWTOR letztendlich wurde

Man kann sagen was man möchte, aber SWTOR hat letztendlich einige Versprechen wahr gemacht: Es gab 8 verschiedene Storys, die mitunter sehr gut und spannend erzählt wurden und es gab auch die notwendigen MMO-Elemente, wie eine sehr umfangreiche Welt und jede Menge Quests, Instanzen, Raids und mehr. Das Problem war aber wohl, dass eigentlich niemand beides wollte.

SWTOR Shadow of Revan Bosskampf 3

Einige Spieler wollten viel Handlung und „die Welt erleben“, andere ein solides MMO mit ausgeglichenem PvP, interessanten, neuen Mechaniken und all dem, was die Konkurrenz auch geboten hat. Wenn man die Leute fragt, warum sie Star Wars: The Old Republic spielen, dann hört man nur selten, dass sie die Story und MMO-Aspekte gleichzeitig haben wollten – meistens steht das einem dem anderen nämlich im Weg.

Neuer Content: Das Forum gibt den Weg an

SWTOR: Galactic StarfighterSeit dem Launch hat sich natürlich einiges getan und wie (bis auf wenige Ausnahmen) in dieser Branche üblich wurde das ursprüngliche Team verkleinert, das vorhandene Budget ist geschrumpft und ganz allgemein muss man mit weniger Ressourcen auskommen. In der weiteren Entwicklung des Spiels hörte man verstärkt auf die Stimmen im Forum und lieferte ihnen Inhalte, die dort gewünscht wurden.

Eines der besten Beispiele ist wohl die kostenlose Erweiterung „Galactic Starfighter„, die erstmals das richtige Gefühl von Weltraumschlachten innerhalb von SWTOR vermitteln konnte.

[pullquote]Wir haben über dieses Spiel gesprochen, als sei es KOTOR 3 bis 10… und ich glaube, das Versprechen konnten wir nicht einhalten[/pullquote]Auch das erst vor Kurzem veröffentlichte „Shadow of Revan“ lässt sich in diese Kategorie einordnen, behandelt es doch einen Storybogen, den sich vor allem Veteranen der KOTOR-Spiele sehnlichst gewünscht haben. Für den Abschluss gibt es noch ein sehr schönes Zitat von Jeff Hickman, dem leitenden Produzenten des Spiels: „Wir haben über dieses Spiel gesprochen, als sei es KOTOR 3 bis 10… und ich glaube, das Versprechen konnten wir nicht einhalten.“SWTOR Shadow of RevanImmerhin ist Einsicht der erste Weg zur Besserung – und vieles hat sich bereits am Spielgefühl gebessert, auch wenn klassenspezifische Storys inzwischen verschwunden sind. Durch gewisse Bonusaktionen, wie etwa dem 12-fachen-XP-Boost während der Klassenquestreihe konnten Fans der Geschichte diese in vollen Zügen erleben – und den „langweiligen Rest“ links liegen lassen.

Autor(in)
Quelle(n): kotaku.com
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