Steam vs. Waifus – Pornographische Anime-Mädchen in Gefahr

Die Plattform Steam geht gegen „Visual Novels“ und Spiele vor, denen man pornographische Inhalte unterstellt. Viele der Games sind seit Jahren auf Steam und beliebt – das ändert sich wohl.

Bejeweled mit Möpsen – seit 2015 auf Steam: Steam geht in den letzten Tages gegen eine ganz bestimmte Art von Spielen vor. Es sind Games wie HuniePop – das ist ein typisches „Match 3 Puzzle“-Game, also wie Candy Crush oder Bejeweled: Nur dass man sich bei HuniePop auch noch mit Anime-Mädchen unterhält, die – sagen wir mal – sexuell freizügig sind.

Hunie-PoP2

Die Entwickler von HuniePop haben eine Mail von Valve erhalten. Die Mail sagt ihnen, ihr Spiel verstoße gegen die Regeln und Richtlinien für pornographischen Inhalte auf Steam und werde entfernt. Sollten sie nicht Ihr Spiel so upgraden, dass diese Inhalte nicht mehr zu sehen ist.

HuniePop ist seit Januar 2015 auf Steam und hat über 10.000 Reviews. Aktuell zeigt der Daumen nach oben – die Reviews sind im Schnitt „Äußerst positiv.“

Wochenlang damals mit Valve verhandelt

Visual Novels nicht mehr okay: Aber nicht nur HuniePop hat gerade Ärger. Vor allem „Visual Novels“ scheinen ins Fadenkreuz von Steam geraten zu sein. Auch die bekommen solche „Ändert es oder wir löschen es“-Post von Valve. MangaGamer, die solche japanischen Visual Novels auf Steam betreiben, beschweren sich, dass das jetzt aus dem Nichts komme.

Kindred-Spirits

In der Vergangenheit hätte man sich intensiv mit Steam auseinandergesetzt, um die Visual Novels insoweit zu entschärfen, dass sie auf Steam bleiben konnten. Valve hätte mehrere Wochen lang damals mit MangaGamer zusammengearbeitet und dann seine volle Zustimmung und eine Garantie erteilt, heißt es.

Anime Säuberung: Offenbar hat Valve intern die Parameter geändert, was man noch okay findet und was schon pornographisch ist. Nun sind Anime-Mädchen in Gefahr. Die Entwickler reagieren frustriert bis selbstsicher.

Bei HuniePop spricht man von einem „Anime Titty Holocaust“ und zeigt sich solidarisch, als auch andere Entwickler darüber twittern, dass der böse Brief von Steam kam.

Bei MangaGamer wirkt man relativ unerschüttert. Man habe seine eigene Store-Front aufgebaut, wo man ohnehin schon länger Spiele verbreitet, die so sexuell eindeutig sind, dass sie nicht auf Steam passen, sagt man der Seite Motherboard.

Purge vielleicht doch abgesagt

Update 15:15 Uhr: Es gibt offenbar Bewegung in der Sache. Einige der Entwickler wurden erneut von Steam angeschrieben. Im neuen Brief heißt es, man solle die erste Mail ignorieren. Man sei jetzt im Prozess, sich die Spiele erneut anzuschauen und melde sich dann nochmal. Offenbar wurde die erste Mail mit der Verwarnung und Aufforderung zur Änderung voreilig verschickt.

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Autor(in)
Quelle(n): motherbaord
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