Next-Gen-MMO Skyforge zieht Götter-Nummer voll durch

Seit ein paar Monaten mehren sich die Informationen um das „Werde doch einfach zum Gott“-MMO Skyforge, an dem mail.ru arbeiten lässt. Das Team Allods, das auch hinter Allods Online steckt, werkelt mit der Software-Schmiede Obsidian an einer Genre-Perle mit Arcade-Einflüssen.

Noch ist keine Beta angekündigt, sondern der interessierte Fan ist auf nebulöse Andeutungen der Developer angewiesen. Wer Interviews mit Devs kennt, der weiß auch, dass die in der Kunst geschult sind, einfach alles fantastisch klingen zu lassen. Es gibt mittlerweile drei große Frage&Antwort-Runden und so langsam kristallisiert sich eine Richtung heraus, die man mit Skyforge wohl einschlagen möchte: Man nimmt diese Götter-Nummer offenbar richtig ernst.

Jeder Spieler beginnt bereits als unsterbliches Wesen. Das Ziel ist es, genug Gläubige um sich zu scharen, und Wundertaten zu vollbringen, um zu einem Haupt-Gott aufzusteigen. Der ist nämlich abhandengekommen. Aliens und Gottheiten anderer Planeten spüren das Machtvakuum in der fantastischen Meta-Welt, in der Skyforge spielt, und schicken ihre Schergen los. Das sind die Gegner.

Nun wäre es für einen angehenden Gott ziemlich blöd, ein Zauberer der 2. Stufe zu sein, der einem Bauern fünf Rattenköpfe bringen muss, weil der sich daraus einen Eintopf blubbern möchte. Überhaupt ist das Götterleben recht schwer mit so einem MMO zu vereinbaren. Ein Gott, der in einer Ecke steht und erstmal sein Inventar ordnet? Nicht sehr glaubwürdig.

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Deshalb deuten alle Anzeichen bei Skyforge daraufhin, klassische MMO-Konventionen durch so eine Mischung aus Zen-Fluss und Arcade-Slot-Spielerlebnis zu ersetzen. Spieler werden keine feste Klasse haben, sondern je nach Bedarf in einen bestimmten Klassen-Modus schlüpfen. Rüstungen wären bei Unsterblichen auch unnütz, also gibt es Talismane und mächtige Waffen (immerhin trug Zeus auch keinen Brustpanzer, sondern eine wallende Toga und einen Donnerkeil, wenn man Kabel-Eins-Filme, die zu Weihnachten laufen, glauben möchte).

So etwas wie Stufen gibt es nicht, je mächtiger man wird, desto mehr Fähigkeiten erhält man und desto … uhm … mächtiger wird man eben.

300 Leute arbeiten im Moment an Skyforge, das Spiel wird auf sprach-spezifischen Mega-Servern laufen; die Grafik, die man im Moment schon zu sehen bekommt, ist einfach eine Wucht. Das Spiel soll in jeder Hinsicht möglichst intuitiv werden, so dass der Spieler in seiner Rolle als Gottes-Aspirant voll aufgehen kann. Dazu sollen die Grenzen von Zeit und Raum verschwimmen (wie in der Matrix), Spieler sollen fliegen können (wie in der Matrix) und allgemein Sachen vollbringen können, von denen ein normaler MMO-Spieler nicht mal zu träumen wagt (wie in dem Roman American Gods von Neil Gaiman – Ha! Als würden wir dreimal die Matrix in einem Satz bringen).

Im Moment hofft man in der Community, dass die Entwickler bald mit einem Fahrplan rausrücken, wann mit einer Alpha oder einer Beta zu rechnen ist.

Mein MMO meint: Das Spiel schreit geradezu nach „Bring mich auf der Playstation 4 oder der Xbox One raus“. Überall findet man Anleihen an ein Arcade-Game. Letztlich klingt der Dev-Talk, je nach Sichtweise, entweder nach dem „neuen großen Ding“, das alle Grenzen sprengen wird, oder nach einer zweiten Auflage von DC Universe Online. Das verfügt nämlich auch über viele der tollen Eigenschaften, die die Devs Skyforge andichten möchten, lässt dabei aber doch etwas Spieltiefe vermissen.

Die Screens sehen in jedem Fall toll aus und das Team sagt lauter richtige Sachen. Wir sind sehr gespannt auf Berichte aus der Alpha oder der Beta. Ein MMO, das in die Arcade-Richtung geht und das Konzept voll durchziehen möchte, ist in jedem Fall eine interessante Alternative zu den eher traditionellen MMOs des Jahres 2014 oder der Sandbox-Welle, die 2015 auf uns zurollen wird.

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