Nicolas Cage hat in vielen Filmen mitgespielt, die etwas seltsam sind. Waschechte Horrorfilme finden sich in seinem Werk aber wenige. Der Schauspieler selbst mag gruselige Streifen und nennt die schlimmste Szene, die er je gesehen hat.
Nicolas Cage ist ein beliebter Darsteller, der durch oftmals skurrile Rollen auf der Leinwand auffällt. Darunter sind Filme wie Face/Off, Ghost Rider oder Mandy. 2024 war er zudem in einem Horror-Thriller namens Longlegs zu sehen, den man sehr empfehlen kann.
Als Kinozuschauer mag Cage richtig intensive Horrorfilme, was sich darin zeigt, welche er als seine Favoriten genannt hat. Und er kürte die gruseligste Szene der Kinogeschichte.
Feinster Horror aus den 1970ern
Welche Horrorfilme mag Cage? Häufig setzen besonders moderne Genre-Vertreter auf effektvolle Inszenierung, Splatter und möglichst harte Kills. Nicolas Cage verriet im Gespräch mit NME, dass er diese Art von Horror nicht mag.
Ich schaue mir solche Filme nicht an, sie machen mich krank. Ich mag es nicht, wenn Frauen im Kino gefoltert werden oder junge Menschen erstochen werden oder ähnliches. Ich finde das abstoßend und ziemlich ekelerregend. Aber ich mag den Charme älterer Horrorfilme wie die Hammer-Horrorfilme, mit denen ich aufgewachsen bin.
Nicolas Cage
Der Schauspieler steht vor allem auf atmosphärischen und psychologischen Horror. Doch nicht nur alte Filme zählen dazu. Auch moderne Horrorfilme konnten Cage überzeugen. Darunter The Witch, Babadook und It Follows. Alle drei setzen viel auf eine unheimliche Atmosphäre und weniger auf spektakuläre Szenen.
Des Weiteren lobt Cage die Geistergeschichten des japanischen Horrorkinos und nennt insbesondere Ringu aus dem Jahr 1998. Der Film wurde 2001 in den USA mit dem Titel The Ring neu verfilmt, verlor dabei aber etwas vom Schrecken des Originals.
Wenn es darum geht, die gruseligste Szene aller Zeiten zu nennen, muss Cage nicht lange überleben. Er verleiht diesen Titel dem Film Der Exorzist von Regisseur William Friedkin:
Ich finde, dass „Der Exorzist“ wirklich neue Maßstäbe gesetzt hat. Die letzte Exorzismus-Szene in diesem Film ist meiner Meinung nach die gruseligste Filmszene der Kinogeschichte.
Nicolas Cage
Besagte Szene dauert rund 8 Minuten und ist an Intensität kaum zu überbieten. Darin versuchen die beiden Priester, das junge Mädchen Regan vom Dämon Pazuzu zu befreien. Dass es sich bei der Besessenen um ein Kind handelt, macht das ganze nur schlimmer. Ihr Körper windet sich und fliegt in die Luft, das Gesicht ist entstellt, die Geräusche, die Regan von sich gibt, sorgen für Gänsehaut.
Dass die Wahl von Cage auf Der Exorzist fällt, überrascht nicht. Der Film gilt bis heute als einer der besten Genre-Vertreter und muss den Vergleich zu modernen Streifen nicht scheuen – im Gegenteil. Während heutige Horrorfilme häufig auf visuelle Effekte und viel Schnickschnack setzen, besticht Der Exorzist durch seine Einfachheit und seine vergleichsweise überschaubare Geschichte.
Nicolas Cage war zum Release des Films übrigens erst 9 Jahre alt. Es ist nicht ganz klar, ob er ihn damals bereits gesehen hat, doch auch auf Erwachsene kann der Film eine erschütternde Wirkung haben. Was denkt ihr darüber? Habt ihr ihn gesehen? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare. Der Schauspieler hat in seinem eigenen Werk eine Empfehlung: „Für mich wie ein Volkslied“ – Nicolas Cage erklärt, welchen seiner Filme ihr unbedingt sehen müsst
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Hab ich jetzt gar nicht als so extrem in Erinnerung. Vielleicht muss ich mir den mal wieder anschauen.^^
Aber ich glaube das hängt auch davon ab, ob einen die Szene irgendwie persönlich erreichen kann.
Mich hat zum Beispiel eine Szene im Film “Silent Hill” kalt erwischt, obwohl mich solche Sachen eigentlich eher weniger tangieren.
Das war die Szene, in der die Polizistin 5 Meter über einem Scheiterhaufen hängt, und ganz langsam und fürchterlich qualvoll verbrennt. Samt platzender Haut und verkochender Lunge, mit der Kamera direkt aufs Gesicht.
Das wünsche ich echt Niemandem, aber es ist eine Todesart die real ist, und so ähnlich schon viel zu oft passiert ist.
Ich war 19, als ich den Exorzist das einzige Mal sah (besser gesagt 2/3 des Films sah ich nur zwischen meine Finger hindurch, die ich vor die Augen hielt). Aber war mich wirklich fertig gemacht hat, war diese schreckliche Stimme des Teufels, echt grausam. Jedenfalls war ich so geflasht im negativen Sinn, dass ich danach 2 Monate nicht ohne Licht schlafen konnte. Ich kann mich aber auch noch erinnern, dass vor dem Film die TV-Sprecherin sagte, dass empfindliche Personen und schwangere Frauen den Film lieber nicht schauen sollten; heute gibts solche Empfehlungen nicht mehr. Ich schaue mir den Film sicher nicht noch mal an und stimme Nicholas Cage voll zu.