In einer Mini-Serie auf Netflix bedroht ein riesiger Kalmar ein Dorf, ist so ein guter Quatsch, dass ich fast alle Folgen direkt gebingt habe

Below Netflix Trailer Charlie Heaton

Eine neue Miniserie feiert gerade einen großen Erfolg auf Netflix und auch MeinMMO-Redakteur Nikolas Hernes hat sie sich angeschaut und musste sie direkt durchgucken, obwohl es totaler Quatsch ist.

Aktuell ist die Miniserie Below ein großer Hit auf Netflix. Schaut man sich die Netflix-Charts der letzten Wochen an, dann lief es ziemlich gut für die Serie. Vom 05.10. bis zum 18.10. konnte die Serie über 153 Millionen geschaute Stunden sammeln und sie landete bei über 80 Ländern auf Platz 1.

Als Fan von großen Monstern musste ich mir eine Serie, in der eine mysteriöse Seekreatur ein Dorf terrorisiert, natürlich anschauen und die ersten 4 der 6 Folgen sind wirklich stark. Obwohl es danach großer Quatsch wird, kann ich sie trotzdem empfehlen.

Video starten
In Below bedroht ein mysteriöses Wesen eine kleines kanadisches Dorf

Eine gute alte Monster-Bedrohung

Wie Prämisse von Below ist so klassisch wie spaßig. Ein mysteriöses Seemonster bedroht ein kleines Küstendorf in Neufundland in Kanada. Der Protagonist Calvin Penney (Josh Hartnett) muss sich dabei nicht nur dem Monster stellen, sondern seiner Vergangenheit und einem Geheimnis, das seine Heimat auf andere Weise bedroht.

Vor allem die ersten 4 Folgen gefielen mir sehr gut. Das Monster wird stimmig aufgebaut und es entsteht eine schön schaurige Atmosphäre, die an alte Monsterfilme erinnert. Gepaart wird das Ganze mit fast schon mythologisch anhauchender Musik, die der Geschichte eine gewisse Mystik verleiht.

Dabei gefielen mir vor allem Josh Hartnett und Charlie Heaton, der hier seinen Sohn Wade Penney verkörpert. Die beiden haben eine fast schon traurig melancholische Ausstrahlung, die wunderbar zum Monstergrusel passt.

Die Effekte sind nicht ganz so schön, aber da man das Monster anfangs nur dezent zeigt, fällt das gar nicht so auf und auch einige Plotholes konnte ich durch die Atmosphäre gut ignorieren.

Below könnte auch wunderbar die Stärke einer Miniserie zeigen, weil man sich auf ein Element fokussieren kann, doch sie will zu viel und daraus entsteht in den letzten beiden Folgen leider großer Quatsch – den ich trotzdem irgendwie genießen konnte.

Zu viel Kram schmälert das große Potenzial

Die letzten beiden Folgen der Serie zeigen ein großes Problem, das bereits in den ersten Folgen angedeutet wurde: Below will viel zu viel. Neben dem Monster eröffnet die Serie noch weitere Plotpunkte, die teilweise nur für eine Folge wichtig sind. So zeigt man etwa einen Zwischenstopp für die Hauptfigur, der fast schon wie eine seichtere Lovecraft-Erzählung wirkt, die für die Geschichte aber fast völlig irrelevant ist.

Ein anderer Teil ist leider auch das Thema Klimaerwärmung. Das wird angesprochen, wirkt aber so deplatziert, dass man dem wichtigen Thema die Kraft raubt, und ich es schnell einfach ignoriert habe. Allgemein merkt man, dass man viele Probleme nur konstruiert hat, um Figuren etwas zu tun zu geben.

Das wirkt im Kontrast zur Hauptfigur aber lahm. Zum Schluss artet die Serie dann noch in totalen Quatsch aus, den ich aber genießen konnte. Das lag vor allem daran, dass er so plump ist, dass er mich an dämliche Monster-Filme von früher erinnert, in denen man offensichtlich aufzeigt: Vielleicht war der Mensch die ganze Zeit das Monster.

Heutzutage kann ich das aber sehr wertschätzen, weshalb ich euch Below trotzdem empfehlen möchte – zur Not einfach nur wegen eines großen Riesenkalmars.

SPOILER: Was ist das für Quatsch?

Wie sich am Ende der Serie herausstellt, ist der riesige Monster-Kalmar ein Weibchen, das einen großen Eisblock beschützt, in dem all ihre Nachkommen eingefroren sind. Zudem stellt sich heraus, dass eine böse Firma das Chaos nutzen möchte, um Metalle unter dem Dorf zu schürfen, ohne die Bewohner daran zu beteiligen.

Am Ende zeigt die Hauptfigur sogar, dass das Monster ganz nett ist, und er schiebt den Eisberg einfach weg, ganz nach dem Motto: Dann schieben wir es halt woanders hin. Der Kalmar stirbt daraufhin natürlich und es gibt ein Happy End und die Andeutung, dass vielleicht doch ein Exemplar überlebt hat – ach, und die Klimaerwärmung sorgt für noch viele andere herumschwimmende Eisberge.

Habt ihr Below schon gesehen und welche aktuellen Serien könnt ihr empfehlen? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare. Eine andere Serienempfehlung auf Netflix findet ihr hier: 21 Millionen Views in einer Woche: Eine neue Action-Serie dominiert zurecht die Netflix-Charts

Kommentare

Bitte lies unsere Kommentarregeln, bevor du kommentierst.
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Kommentare
Neueste
Älteste Meisten Abstimmungen
0
Sag uns Deine Meinungx