Das solltet Ihr wissen, bevor Ihr Metal Gear Survive kauft

Am 22. Februar 2018 erscheint Metal Gear Survive für PS4, Xbox One und den PC. Doch wer genau soll ein Auge auf dieses Spiel werfen? Eingefleischte Metal Gear Fans oder gar Metal Gear-Quereinsteiger?

I’m no hero. Never was. Never will be. I’m just an old killer … hired to do some wet work.

Wer erinnert sich nicht an jene Aussage, die vom berühmtesten Soldaten der Videospielgeschichte stammt? Die Rede ist von Solid Snake aus der Erfolgsserie Metal Gear Solid, die Fans seit 1987 begeistert.

Jetzt kommt Metal Gear Survive auf den Markt, aber für wen taugt das eigentlich? Unser Leser DevilRon1989 zeigt in diesem Beitrag, was hinter Metal Gear Survive steckt.

„Der Quentin Tarantino der Videospielindustrie“

Der Spieleentwickler Hideo Kojima erschuf mit Metal Gear Solid, kurz MGS, eine Geschichte rund um Soldatentum, Militarismus, Ehre, Kriege, Brüderlichkeit, Patriotismus und allerlei atomaren Gefahren. Versehen wurde das Ganze mit Science Fiction, Fantasy und allerlei Manga-Inhalten wie Cyborg-Ninjas und gigantischen Robotern, den Mecha.

Wie kein anderer schaffte es Hideo Kojima eine filmreife Geschichte voller Wendungen und Cliffhanger zu erzählen. So musste man nicht selten den Controller weglegen und sich atemberaubende Zwischensequenzen voller Action oder spannender Dialoge reinziehen. Diese liefen oft eine halbe Stunde oder gar länger.

Hideo Kojima

Kein Wunder, dass Kojima von einigen Fans als der „Quentin Tarantino“ der Videospielindustrie bezeichnet wird. Doch auch spielerisch konnte MGS stets überzeugen, da die Spiele voller innovativer Ideen und Umsetzungen waren. Egal ob Grafik oder Gameplay, MGS war immer vorne mit dabei!

Das Ende von Metal Gear Solid

2015 endete mit „Metal Gear Solid V: The Phantom Pain“ nicht nur die Geschichte rund um Solid Snake, sondern ebenso ein wichtiges Kapitel in Hideo Kojimas Karriere: Er trennte sich nach angeblichen Streitigkeiten von Konami Unternehmen und gründete sein eigenes Studio Kojima Productions.

Die MGS Lizenz blieb im Hause Konami und schon ein Jahr nach MGS 5 zeigte das Unternehmen auf der Gamescom 2016 einen Trailer zu Metal Gear Survive.

Wo lässt sich Metal Gear Survive einordnen?

An dieser Stelle wird es schon etwas komplizierter. Zum einen trägt Metal Gear Survive nicht die Bezeichnung „Solid“ im Namen. Das bedeutet, dass es den Fokus nicht auf Solid Snake legen wird. Ob dieser es trotzdem irgendwie ins Spiel schafft, ist nicht bekannt. Völlig unmöglich wäre es nicht, da Metal Gear Survive nach den Geschehnissen von Metal Gear Solid: Ground Zeroes einsetzt.

Ground Zeroes gilt wiederum als Prolog von Metal Gear Solid V: The Phantom Pain.

Kurz und knapp: Im Prolog sollte Snake eine Rettungsaktion starten. Das funktionierte zunächst ganz gut, jedoch wurde er und sein Team in ein Hinterhalt gelockt und sie mussten fliehen. Einigen gelang die Flucht, andere starben und wiederum andere, hier setzt Metal Gear Survive an, wurden durch eine Art Wurmloch in andere Dimension geschleudert.

Metal Gear Survive Redheads

In dieser Dimension findet ihr euch als Soldat wieder und werdet von Zombie-artigen Truppen mit roten Kristallschädeln attackiert. Metal Gear Survive lässt sich also als nicht-kanonisch einstufen – genau wie Metal Gear Rising: Revengeance, dem eigenen Spiel von Cyborgninja Raiden.

Metal Gear Survive wird zwar irgendwie an Haupthandlungen der Solid Reihe angeknüpft und spielt auch im gleichen Universum, wird aber wohl wenig mit Solid Snake am Hut haben, erzählt stattdessen eine eigenständige Geschichte.

Was ist neu in Metal Gear Survive?

Spielerisch orientiert sich Metal Gear Survive stark an MGS 5. Hiermit ist gemeint, dass der Spieler eine offene Welt betritt und keineswegs Schlauchlevel wie in älteren MGS Teilen durchstreifen muss.

Weiterhin wurde das Spiel mit Konamis hauseigener Fox Engine erstellt, mit der auch schon MGS 5 oder beispielsweise Pro Evolution Soccer 2018 programmiert wurden. Wer also MGS 5 gespielt hat, wird einen Großteil der Steuerung von Metal Gear Survive wiedererkennen können.Metal Gear Survive Basis

An dieser Stelle hören die Gemeinsamkeiten auch schon auf und Metal Gear Survive geht neue Wege:

  • Metal Gear Survive besitzt eine Kampagne, die nur im Singleplayer Modus gespielt werden kann.
    • Außerhalb dieser Missionen gibt es auch einen Multiplayer Modus für bis zu vier Spieler. Es handelt sich hierbei um einen Koop Modus. PVP Funktionen wie in MGS 5 besitzt das Spiel nicht.
  • Nach bisherigem Stand dreht sich die Geschichte des Spiels rund um die Zombie-Verseuchung und nicht mehr um militärische oder politische Macht-Intrigen.
    • Ob letztere es auch noch im Spiel schaffen, ist derzeit nicht bekannt, da nur wenige Informationen zur Kampagne von Konami preisgegeben wurden. Metal Gear Solid Fans sollten also mit nicht allzu vielen intelligenten Gegnern wie Elitesoldaten, Panzer oder Hubschrauber rechnen.
  • Wie der Name verrät, wurden zahlreiche Aspekte aus dem Survival-Genre übernommen.
    • Stellenweise erinnert das Spiel eher an Genrevertreter wie DayZ. Die Charaktere bekommen Hunger, müssen Nahrung beschaffen, Fleisch abkochen, um sich vor Krankheiten schützen zu können. Ähnliche Ansätze gab es auch schon in Metal Gear Solid 3: Snake Eater, jedoch dienten diese mehr als Sammelaufgaben, während die Verpflegung des Charakters in Metal Gear Survive nun zu den Kernelementen des Spiels zählen soll.
  • Typisch für Survival Spiele darf ein umfangreiches Crafting-System nicht fehlen!
    • In Metal Gear Survive lassen sich allerlei Erze, Pflanzen und Gegenstände sammeln. Der Spieler kann sich damit eine Basis bauen, diese erweitern und verbessern, allerlei Nah- und Fernkampfwaffen basteln. Auch hier gilt die Erfolgsformel: Je mehr Rohstoffe ihr habt, desto besseren Kram könnt ihr herstellen.
  • Auch aus dem Rollenspiel-Genre hat sich Metal Gear Survive etwas abgekupfert, nämlich die sogenannten Skilltrees.
    • Die Zombies hinterlassen sogenannte „Kuban Energy“, mit der ihr eurer Spielfigur nach eigenen Wünschen neue Attribute oder Fähigkeiten freikaufen könnt. Ein solches System hat es bisher im Metal Gear Universum noch nicht gegeben.
  • Ebenso lassen sich in Metal Gear Survive Ansätze von Tower-Defense-Shooter finden.
    • Die Zombies in Metal Gear Survive bewegen sich relativ klumpig und versuchen meist den direkten Weg zu euch zu finden. Mit Hilfe eurer Ressourcen könnt ihr also ganze Labyrinths aus Zäunen errichten und euch anschließend aus sicherer Entfernung um die ganzen Plagegeister kümmern.

Fazit: Gelungenes Survival-Spiel mit wenig Metal Gear

Eins ist klar: Für hartgesottene Fans der Metal Gear Solid Reihe und aller Abenteuer rund um Snake, wurde dieses Spiel nicht entwickelt! Wenn ihr einen tiefgründigen, militärischen Plot voller Wendungen erwartet, dann seid ihr hier vermutlich an der falschen Adresse.

Metal Gear Survive

Obwohl das Spiel die Bezeichnung „Metal Gear“ im Namen trägt, sind sich die MGS Fans einig. Sie lassen sie kein gutes Haar an sämtlichen Informationen zu Metal Gear Survive lassen und finden, dass dieses Spiel sich nicht seinen Namen verdient hat. Die Unterschiede zur Hauptreihe seien  dafür einfach zu groß.

Wem jedoch die Erkundung der Welt in MGS 5 gefallen hat, wer dort gerne Tiere erforschte und sammelte, eine tiefgründigere Benutzung von Flora und Fauna vermisste und sich immer mal ein Lager mit Freunden bauen wollte, der kann dies mit Metal Gear Survive nachholen.

Blendet man den Namen des Spiels aus, so entpuppt sich Metal Gear Survive für Survival Fans als durchaus attraktiver Genrevertreter. Zumal es für die PS4 und Xbox One gar nicht so viele Survival-Spiele auf den Markt gibt. Diese Lücke kann Metal Gear Survive durchaus füllen.

Metal Gear Survive erscheint am 22. Februar für PS4 Xbox One und PC. Jetzt am Wochenende läuft eine kostenlose Open beta, an der Ihr teilnehmen könnt.


Dieser Gastbeitrag  stammt von unserem Leser DevilRon1989.

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