Mecker Mittwoch: Studie belegt, dass Frauen so gut zocken wie Männer … oder doch nicht?

Eine Studie belegt, dass Frauen genau so gut zocken wie Männer. Trotzdem meckert Cortyn, denn die Studie hat ein seltsames Kriterium.

Wenn die Wissenschaft zu viel Zeit hat

Einen schönen Mittwochmorgen wünsche ich Euch! Eigentlich hatte ich mir schon ein schönes Thema für diese Kolumne zurechtgelegt, aber mein Chef hat es doch noch geschafft, mich auf eine tolle Studie hinzuweisen. Laut der University of California ist es nun belegt, dass Frauen genau so gut zocken können wie Männer. Yay! Das Ende der Vorurteile, Totschlagargument gegen sexistische Stereotypen und so vieles mehr – so dachte ich. Doch wenn man sich die Details der Studie anschaut, könnte ich den Kopf so stark gegen die Tischplatte hämmern, dass die Hörner abzubrechen drohen.

WoW Fanart Chenbo Blood Elf Deathknight

Die Studie von Culhua “Cindy” Shen hat sich als Kriterium doch tatsächlich – und ich wünschte, ich hätte es als Scherz für den 1. April genommen – die Levelgeschwindigkeit in MMORPGs ausgesucht.

Ganz ehrlich, da kann ich auch eine Studie erstellen und fragen “Wer kocht besser? Hausmütter oder Studenten?” und überprüfe dann bei beiden, wie gut sie eine Fertigpizza in den Ofen schieben können.

WoW Rare Items Chromatic Blade

Besser noch: Das Ganze fand nicht unter Laborbedingungen statt und es gab auch keine Aufgabe im Stil von “Levelt so schnell ihr könnt”, sondern man hat sich lediglich die Accounts von 9000 Everquest 2-Spielern und 2000 Chevalier’s Romance 3-Spielern angeschaut und überprüft, wie schnell Männer und Frauen (Geschlecht wurde anhand der Anmeldedaten ermittelt) ihre Charaktere leveln. Waren unter den Personen Rollenspieler, Handwerker, PvPler oder andere Spielertypen, die eher sowieso nicht viel leveln? Ach, Details! Lass uns einfach mal irgendwas messen. Erwähnt die Studie, dass “Leveln” für die meisten eher entspannend, meditativ und kein Wettrennen ist? Nein.

Eine Studie ohne Aussagekraft

Wisst Ihr, ich mag Studien, gerade in diesem Bereich. Wenn irgendwas dazu beiträgt, dass mehr Gleichberechtigung herrscht, bin ich vorne mit dabei. Aber eine Studie zu erstellen, die nicht mal im Ansatz einen brauchbaren Vergleich zieht, führt zu keinem aussagefähigen Ergebnis. Mich macht das schon ziemlich wütend, wie man sich mit dieser Studie hinstellen kann und behauptet: “Es gibt keinen Geschlechterunterschied [beim Gaming].”

WoW Yrel confused

Ich will, dass eine Studie das belegt. Aber die muss dann doch wenigstens so glaubwürdig sein, dass man nicht schon beim ersten Überfliegen denkt: So eine Studie schadet den Frauen doch eher, als dass sie hilft.

Wie auch immer, ich mache mir jetzt eine Pizza. Eine Studie hat nämlich bewiesen, dass ich das genau so gut kann, wie meine Mitbewohner.

Aber vielleicht sehe ich das Ganze ja auch vollkommen falsch. Haltet Ihr das Kriterium “Levelgeschwindigkeit” für einen vernünftigen Indikator, um festzustellen, wie “gut” jemand ein Spiel beherrscht?

Quelle(n): ucdavis.edu
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Shiubi

Hm. Sehe das zwei geteilt.
Die meisten Frauen die ich kennengelernt habe, haben doch in vielen Fällen wesentlich weniger Zeit mit diesem Hobby verbracht. Gerade in Shootern. In unserem Cod Blops Clan mit rund 8-10 Leuten waren zwei Frauen die überwiegend die letzten Plätze belegt haben.
Heißt das jetzt aber das sie schlechter sind? Ich denke nicht. Man sah besonders bei einer von Beiden starke Steigerungsraten. Da wir aber immer gemeinsam gespielt haben (wir also auch übten…) blieb sie doch zumindest eher im hinteren Drittel. Schafft es aber dann auch immer mal wieder nach vorne.
Mmo’s sind hier nen Spezialfall diese Games sind ohne eine große Zeitinvestition nicht zu schaffen und die Casualgamer bleiben meist irgendwo auf der Strecke. Wer sich da durchs Endgame boxt ist dann auch vergleichbar stark egal welches Geschlecht (hm manchmal spielt aber die Nationalität ne Rolle *hust*)
Da denke ich dass es hauptsächlich im Chat Unterschiede gibt. Nicht nur freundlicher die Damen, im Schnitt doch viel harmoniebedürftiger 😉

Wenn ich nun aber Arkham (Brettspiel) zocke, dann merkt man massive Unterschiede. Zum einen scheint es den Männern häufig viel leichter zu fallen, manch Unfug einfach mal Hinzunehmen und meist tiefer in die Lore einzutauchen. Da wird betont, Pantomime und noch mehr Unfug. Aber die Damen möchten lieber nur spielen.
Außerdem suchen die Herren eine größere Herausforderung, eben auch vier mal verlieren und dann aber am Ende über den Sieg beim 5 Versuch freuen. Die Damen sind bei der Dritten Niederlage häufig schon weg oder des Spielfriedens werden die Regeln etwas vereinfacht.

Da das aber sehr wenig Spieler (7 wechselnde, 2 Frauen, davon. Eine Gelegenheitsspielerin und eine die immer dabei ist und Niederlagen nicht hinnimmt).
Bestes Beispiel.
Einmal hat einer aus der Gruppe das Spiel als zu leicht empfunden, dass er am Ende, kurz vor Sieg, den Endgegner gerufen hat. Dann Niederlage. Aber er sagte, der arme Gegner hatte ja sonst keine Chance.
Danach haben wir Wochen ohne Frauen gespielt. 😉

Zu meiner Entschuldigung. Das sind reine subjektive Beobachtungen, die mit der Realität in anderen Fällen nicht übereinstimmen müssen. Deswegen auch die Zahlenangaben.

Probleme habe ich in Mmo’s eher mit den seltenen Klassen. Tanks und Heiler geben gerne mal auf, wenn es nicht klappt, weil die bei der nächsten Inhaltssuche sofort wieder ne Gruppe zusammenbekommen, oder steigen bei langen nervigen Dungeon auch gerne ganz am Anfang aus, noch bevor es losgeht. Die ganze Gruppe darf dann hinterher, weil man sonst 20 min wartet, wie bestellt und nicht abgeholt.

SoulEaterPain

Ich glaub das es sogar so ist das Frauen robuster sind als Männer. Habe mal gelesen das Fraun schmerzen sogesehen besser weg stecken als Männer XD da sieht man mal wer das “Starke” Geschlecht ist xD

Und ich glaube gelesen zu haben, das wenn Theoretisch ein mann ein Kind bekommen Könnte (natürlich Bilogisch dann auch mach bar) würde der Mann höchstwahrscheinlich an denn Schmerzen sterben xD

Psyclon

Ich erkenne in LoL z.B. einen starken Unterschied der Geschlechter. Bisher lag ich in meinen 5,5 Jahren in LoL nahezu immer richtig, wenn sich eine Frau durch Charakterwahl, Spielverhalten und Chat äußerte.

Frauen in LoL spielen überwiegend selber Frauen. Ashe, Nami, Lulu, Akali. Viele machen dann noch diese unsäglichen Smileys und Emotes wie “:3”. Außerdem sind sie häufig defensiv und im Chat verzichten Sie auf Vulgärsprache. (Kein Scherz). Sollte das zutreffen kann man ruhig mal fragen ob Männlein oder Weiblein.

In GW2 habe ich bisher eine Frau getroffen (ich frage da immer ganz offen, das fällt mir leichter im Chat, weil ich sonst weniger auf die Netiquette achte) und die hat sich ins Getümmel gestürzt. Huch! Das war sehr erfrischend.

Bisher haben in allen Spielen, von MapleStory vor 10 Jahren über FF14 bis hin zu GW2 (bis auf zwei Ausnahmen), die Frauen und Fräuleins viel Zeit genommen mir Sachen zu erklären und zu helfen. Sachen bauen und Buffood kochen und damit gleich im Duty Finder für Titan HM (war damals noch ganz krasses Ding^^) – dieses mütterliche Feeling kann Dir kein Kerl Mitte 20 geben. Da mein Lalafell zwei linke Hände hatte, was Möbel anging, bestand mein Zimmer im FC-Haus fast immer aus Teilen, gefertigt von Katzen- und Menschendamen. In GW2 war es ebenfalls eine Frau (ich erwische immer 20-30-jährige und darauf bin ich stolz^^) welche mir in meinen Asura-Arsch getreten hat und mich durch so manchen Mist durchgezogen/gecarried hat.

Kerle haben meistens größeres Aggressionspotential und kommen häufig mit: “Wenn Du’s nicht kannst dann haste Pech”. Vulgärsprache und Macho-Verhalten untereinander hat schon so manche Gruppe ruiniert. Vor allem männliche Tanks..

Meine Cousine liebt Prügelspiele mit massiv viel Gore, ist dabei aber recht zierlich und unscheinbar.

(100% subjektive Erfahrung meinerseits)

FLaSh3112

Die Frauen, mit den ich bisher zocken durfte, haben sich eben oft im stillen durchziehen lassen und am ende bedankt…

Bodicore

Eine Studie hat ergeben das man Studien von Leuten ohne Studium ohne zu studieren ignorieren kann.

maledicus

ALLE Frauen die ich in 16 Jahren MMORPG spielen ( seit Everquest, über DAoC & WoW, STO, GW2 , TESO & Rift sowie etliche andere MMOs ) kennengelernt habe spielten mindestens genausogut wie die Männer ohne wenn & aber. Es hat nur etwas mit der Einstellung zu tun wie man spielen möchte .. aber vom Können her stehen die Frauen den Männern in nichts nach. Weder im Verstehen der Materie noch in der Ausführung. Und das gilt nicht nur für’s PvE & Raids sondern auch für’s PvP.

Gilt auch für Destiny, auch dort PvE/Raids & PvP, man war ich dankbar wenn Abby gesagt hat sie nimnmt bei Crota dat Schwert !

Und wie war das letztens mit der Koreanerinn die sogut war in Overwatch, das einige Typen meinten sie cheatet?! 😉

Ohne diese Studie jetzt gelesen zu haben, wer die Level-Geschwindigkeit zum Maßstab nimmt wie gut jemand spielt hat vermutlich keine Ahnung von der Materie.

Gruß.

Psycheater

Köstlich. Einfach nur köstlich. Also der Bericht und die Studie. Pizza weiß ich nicht. Da gab es von Cortyn leider keine aussagekräftigen Details zu 🙁

Ayrony

Gibt es Sportarten (Denksportarten inkl.) in denen Frauen bessere Leistungen erzielen als Männer?* Wo sind die Frauen in der LCS und Co.?*

*Bewusst provokant gestellte Frage.

In den Kommentaren ist davon die Rede, dass ein solcher Unterschied zwischen Männer und Frauen nicht von Bedeutung wäre.
Das ist falsch, da gerade im E-Sport ein Unterschied zu unterschiedlichen Ligen führen würde. Bei Gleichberechtigung würden beide Geschlechter in einer Liga spielen. Deswegen gibt es bei körperlichen Sportarten diesen Unterschied, bei Denksportarten prinzipiell nicht.

Koronus

Das ist wiederum die Frage, der man sich stellen sollte, bevor E-Sports zum offiziellen Sport erklärt wird. Oh Gott ich sehe schon ein Horrorszenario wo eine schlechte Verliererin mit ner Fem Nazi Anwältin vor Gericht geht und klagt, dass es unterschiedliche Ligen gehen sollten und man am Ende wieder ein Hearthstone ähnliches Chaos hat da dann Frauen zu wenig Konkurrenz haben.

Maev

Die Fähigkeiten eines Spielers orientieren sich immer an dessen Einstellung. Wenn eine Frau es liebt Games zu spielen ist es logisch, dass diese BESSER ist als ein Kerl, dem diese Tätigkeit egal ist. Der Einzige Unterschied ist, dass Frauen der Killerinstinkt, bezüglich sich mit der Konkurrenz stets zu messen, nicht so stark ausgereift ist, was sich darin wiederspiegelt, dass Weiber oft PvE vorziehen. Mit diesen Ganzen Studien über Games und whatever würde ich eher den Boden Abdecken beim Tapezieren als das ernst zu nehmen….

Fly

Auf einer anderen Seite war grade eine Meldung, dass bei einer Kundenumfrage von Ubisoft Leute sofort aus der Umfrage gekickt wurden, wenn sie bei der ersten Frage nach dem Geschlecht “weiblich” ausgewählt hatten. Ubi hat das mit einem technischen Fehler erklärt.
Da geht grade eine Diskussion mit vielen tollen (Ironie) Leuten ab, die mir ernsthaft erklären wollen, dass das doch gar nicht dramatisch ist, immerhin sind Zockerinnen doch nur ein Bruchteil der gesamten Gamerschaft, die spielen ja eh alle nur Candy Crush weil sie mehr nicht können und sind daher vernachlässigbar. Und das denken offensichtlich sehr, sehr viele meiner Geschlechtsgenossen. WTF!

Cortyn

Es gibt beide Seiten. Natürlich gibt es (gerade in einigen MMOs) die Herren, die bei einer Frauenstimme gleich das Inventar öffnen und erstmal alle Geschenke raushauen, die sie haben. Aber das Gegenteil ist, gerade in anderen Spielen, viel öfter der Fall. In Mobas oder Shootern liest man im Chat recht oft “Omg, are you a girl? Because you play like one” und Ähnliches. Das steckt noch in so vielen Köpfen drin.

Cortyn

Weil das ein Vorurteil ist, das sich über Jahre hinweg durch den Gamingbereich zieht. Vermutlich, weil Games lange eine reine Männerdomäne waren und sich gewisse Herren nicht ihr Hobby miesmachen wollen. Eine “Männersache” wird doch gleich viel uncooler, wenn Frauen das auch können.

Koronus

Also ich habe und kenne teilweise nur drei Typen als Gamerinen
Typ 1 die Gamerin
Sie ist das typische Bild einer Gamerin welche nette allerdings wenn notwendig auch scharfe Kommentare hat und die im Kampf ähnlich vielleicht sogar teilweise härter abgeht als ein Mann wo man sich eher denkt:”Wow die hat jetzt ne Erfolgsserie” und nicht wie oft bei Männern (von aussenstehenden):”Wow bei dem geht jetzt was schief und der kann sich nicht damit abfinden, dass es nur ein Spiel ist.”
Typ 2 die Prinzessin
Ich bin zwar nicht der Meinung, dass sie wirklich eine Spielerin ist allerdings muss ich sie reinnehmen um endlich was klarstellen.
Dieser Typ glaubt nur weil “schöne” Stimme und Objekt von denen die anderen nur Legenden gehört haben sie alles in den Hintern geschoben bekommt und es egal ist, wie sehr sie nicht spielen kann. Das ist meiner Meinung nach keine richtige Spielerin sondern einfach nur eine die einfach gerne Aufmerksamkeit möchte.
Typ 3 die Sammlerin
Dieser Typ spielt MMORPGS wegen der hübschen Kleider und einer Sammelleidenschaft angetrieben. Viele von denen machen auch RP, einige können auch so normal gut spielen, machen sich allerdings wenig daraus oder sind einfach zu schüchtern für beides und sind froh, wenn man sie durch etwas für ein gewünschtes Item zieht.
Hier sieht man noch ein schönes aber leicht übertriebenes Typ 3 Beispiel: https://proxer.me/info/1433

Dies ist übrigens nur meine Meinung und Erfahrung und muss sich nicht mit der Wirklichkeit decken.

Ian C.

Ich würde mich jetzt mal ganz weit aus dem Fenster lehnen, und behaupten die Wissenschaft ist hier vielleicht nicht die Lösung. Das Problem, ist m.E. nach, dass Frauen prinzipiell eher (als Männern) nachgesagt wird, sie könnten nicht so gut Zocken (wobei Zocken hier eig. nur ein Platzhalter ist; man denke an die Frage wer besser einparkt).
Wenn jetzt ‘die Wissenschaft’, in einer guten Studie, diesen Vorbehalt gegenüber Frauen wiederlegt, bleibt trotzdem die Frage nach dem Einzelfall. Statistische Aussagen, über bestimmte Gruppen, sagen im speziellen (zu) wenig über das einzelne Individuum der Gruppe aus, als das auf Grund einer statistischen Aussage belastbare Aussagen über das einzelne Individuum getroffen werden können. Heißt: Nur weil eine Studie sagt ‘Frauen zocken besser (als Männer)’, gilt dies nicht für jede einzelne Frau die zockt. Umgedreht funktioniert dies genauso wenig. Und es gilt auch z.B. für die Frage wer besser einparkt.
Wenn man diesem Gedanken nun weiter folgt, ist vielleicht eher die Frage woher diese Vorbehalte kommen, und ob es generell lohnen würde diese Vorbehalte abzubauen, wo möglich. Eine Studie, zu einem speziellem Vorbehalt, dürfte an der Gesamtsituation wenig ändern (erst recht, wenn sie im Hinblick auf den untersuchten Gegenstand falsch konzipiert erscheint).

(Und diese Vorbehalte funktionieren auch anders herum: Männer sind ja bekannter maßen wenig Gefühlvoll/ Sensibel, trinken gerne Bier, gucken jedes Fußballspiel, und sind abseits dessen eig. nur dazu zu gebrauchen wichtige, teure, große Maschinen zu konzipieren, zu montieren, oder diese von Punkt A nach Punkt B zu transportieren.)

Also: Studie blöd, geschlechter-spezifische Vorbehalte erst recht.

Gorden858

Ich finde man sollte ruhig dazu stehen, dass es eben Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt. Wie immer sagt das natürlich wenig über den einzelnen aus, wie du auch richtig sagst, aber im Schnitt wird es vermutlich immer Sachen geben, für die sich eher Männer/Frauen interessieren oder in denen sie tendenziell besser sind. Das ist aber doch keine schlechte Sache. Ich stehe zum Beispiel gerne dazu, dass ich vollkommen unfähig irgendwelche gesuchten Dinge zu finden, selbst wenn sie direkt vor mir im geöffneten Schrank liegen und das scheint ja eine typische Männersache zu sein. Das gibt mir ja sogar noch die einmalige Gelegenheit zusagen, “Ich kann ja gar nichts dafür. Die Steinzeitmenschen sind schuld.” Genauso würde, wenn tatsächlich mal eine Studie zeigen sollte, das Frauen im Schnitt beim Gaming ungeschickter sind, diese einer einzelnen Gamerin die Möglichkeit geben, darauf zu verweisen und zu zeigen, dass sie ihren statistischen Nachteil überwunden hat und ihre Leistung relativ gesehen noch stärker einzuschätzen ist.

Fly

Die Levelgeschwindigkeit als Indikator ist doch wirklich kompletter Blödsinn. Wie du schon sagst, da gibts viel zu viel Unterschiede. Allein jemand der in die Welt eintaucht, alle Questtexte ect. liest, ist doch deutlich langsamer als jemand der einfach nur auf die Höchststufe rusht. Von meinen eigenen Erfahrungen kann ich nur sagen, natürlich können Frauen genauso gut oder besser spielen als Männer. Ich habe nur das Gefühl, dass Frauen schneller frustiger werden, wenn etwas nicht klappt wie es sollte oder zB der Loot mal wieder Scheiße ist. Männer werden da eher angepisst und aggressiv, Frauen zwar nicht aggressiv aber ruhiger, kälter. Wie gesagt, das sind nur meine bisherigen subjektiven Erfahrungen und Empfindungen.^^

Peter Müller

Das altbekannte Sprichwort: “vertraue keiner Studie, die du nicht selbst gefälscht hast”

Vallo

Wie du sagtes, die Studie hat keine Aussagekraft. Doch mal ganz allgemein: Wieso braucht man eine Studie um Frauen Gleichberechtigt anzusehen (beim zocken oder auch allgemein). Für mich hört sich das mehr so an, als würde man sagen: Ihr Frauen habt keine Ahnung, schafft das doch eh nicht und deswegen klatsch ich da mal ne Studie rein die euch Hilf. Wobei Hilft das falsche Wort ist. Die Typen die noch in der Welt von 1530-1955 Leben, werden Ihre Meinung sicher nicht ändern, das die Männliche Spezies die auserwählte ist und Frauen minderwertig. Ja solche Männer sind gleichzusetzen mit Neandertaler, aber eine Studie wird da nicht helfen.

So hört sich das für mich zumindest an. Also entweder man unterstützt die Meinung das die Frauen genau so gut zocken oder nicht, aber mal ehrlich, extra ne Studie machen für Leute die es wahrscheinlich eh schon wissen?

Jürgen Horn

Studien zu dem Thema sind – sofern tatsächlich
wissenschaftlich relevant, schon wichtig, um belegbare Gegenargumente zu haben,
wenn sich wieder mal so ein “Neanderthaler” hinstellt und laut grunzt
“Ey, ihr Weiber könnt’s es einfach ned!”. Und auch, wenn der Typ
wahrscheinlich trotzdem noch Vorurteile haben wird, kann er seine dahingegrunzt
Meinung nicht ausreichend auf Fakten stützen und in einer größeren Diskussion geht
er dann womöglich unter und bis dato Unentschlossene glauben einem eher, wenn
man gescheite Daten und Belege hat. Daher finde ich es durchaus sinnvoll, wenn
man Studien zu dem Thema macht, was ja das Hauptgebiet der Gender-Forschung ist
(nicht nur auf Games bezogen). Aber bitte nur sinnvolle und wissenschaftlich
durchgeführte Studien.

Caldrus82

Es gibt wirklich Leute, die mit so einem dilettantischen Unsinn Geld verdienen können ? Dafür muss ich kein Wissenschaftler sein. Ich muss zustimmen, diese “Studie” ist eine Lachnummer. Zudem, warum ist es eigentlich wichtig ob Frauen gleich, besser oder schlechter spielen können ? Es gibt auch genug Männer die nicht gut spielen. Das Verhältnis ist wahrscheinlicher auch wesentlich größer, da es mehr Zockermännchen gibt als Weibchen. Ich vermute zudem (Achtung, das ist nicht wissenschaftlich bewiesen, glaub ich zumindest^^), dass es unter den Männern mehr Vielspieler gibt, was wiederrum bedeutet das wenn ich mehr Zeit habe auch natürlich besser werde, wie jemand der weniger spielt.

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