Heroes of the Storm: WoW bringt den HotS-Heldendesigner zum Weinen

Der führende Heldendesigner von Heroes of the Storm spricht über die vielen Freiheiten und Probleme der Entwicklung von neuen (und alten) Helden.

Morgen beginnt in Heroes of the Storm das „Für Azeroth“-Event, bei dem die Spieler sich neue Reittiere sowohl in HotS als auch in World of Warcraft verdienen können. Zu diesem Anlass hat Kent-Erik Hagman, der Lead Hero Designer von HotS, eine Menge Fragen zur Entwicklung der verschiedenen Helden beantwortet.

Die Freiheit, die man als Entwickler habe, sei oft Fluch und Segen zugleich. Gerade bei Helden, die man in anderen Spielen nicht spielen konnte und nur wenige Gameplay-Elemente hatten – wie etwa Chromie oder Medivh – sei es manchmal schwierig, die Essenz des Charakters richtig einzufangen.HotS Medivh Casting Title

„Zu Begin wollten wir aus Medivh einen Heiler machen. Er hatte diese mächtigen Heilung-über-Zeit-Effekt (30 Sekunden!), den er seinen Verbündeten geben konnte (Aegwynns Segen). Aber immer wieder hatten wir das Problem, dass es nicht seiner Fantasie entsprach, diesen mächtigen Magier als Heiler darzustellen. Wenn wir das mit weiteren Fähigkeiten kombinierten, wie etwa der Möglichkeiten, Leute in einen Tornado zu werfen (Woraus später das Leylinien-Siegel wurde) und er noch als Rabe herumfliegen konnte, dann fühlte er sich mehr an wie ein Druide der Kralle als der Letzte Wächter von Azeroth!“

Später machte man aus Medivh dann den „Negierungsmagier“, der mehr seinem Auftritt in Warcraft 3 entspricht.Blizzard Thrall Kerrigan Header

Ein weiteres Problem sei es auch, den richtigen Zeitpunkt aus der Geschichte eines Charakters zu wählen, um ihn in das Spiel zu übertragen. Arthas hätte anstatt des Lichkönigs auch der friedliche Paladin aus Warcraft 3 sein können oder Thrall der eher ruhige „Erdheiler“, der er in den letzten Erweiterungen von World of Warcraft geworden ist. Wichtig sind hier die Erwartungen der Spieler, wenn sie einen Namen hören und ein spezielles Bild dazu im Kopf haben:

„Wenn wir entscheiden, welche Version eines Helden wir nehmen, dann ist das eine Entscheidung, die wir von Fall zu Fall treffen. Samuro als Beispiel hatte wenig Auftritt in WoW, passte aber perfekt zum Blademaster-Kampfstil aus Warcraft 3. Beim „Mountain King“ in Form von Muradin war es das gleiche.“

Hots Tracer Murky TrailerBesonders freut sich Hagman darüber, wenn die Ideen aus „seinem“ Spiel auch in andere Spiele übertragen werden.

„Murky hat eine komplette Questreihe in Legion, Rehgar wurde in der Quest „The Elements Call“ prominent dargestellt. Besser noch, du kannst sogar gegen Li Li und Chen in WoW kämpfen, die ihre Fähigkeiten aus Heroes of the Storm benutzen. Um ehrlich zu sein, hat mir das eine kleine Träne der Freude abverlangt.


Schon bald schlägt ein neuer Held im Nexus ein – Lúcio aus Overwatch.

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