Die Filme zu Harry Potter haben sich einige Freiheiten bei der Umsetzung der Bücher genommen. Doch bei einer Sache waren die Filmemacher inkonsequent und haben ihre eigene Regel gebrochen. Das führte zu einem Logikfehler.
Eine richtig coole Sache aus der Welt von Harry Potter ist der Vielsafttrank. Damit verwandelt man sich in eine andere Person. Alles, was neben der Rezeptur und den Zutaten dafür benötigt wird, ist etwa ein Haar des Menschen, in dem man sich verwandeln möchte – und viel Zeit.
In Die Kammer des Schreckens bereitet Hermine diesen Trank zu, mit dem sich Harry und Ron dann in Draco Malfoys Freunde Crabbe und Goyle verwandeln. Dabei veränderten die Filmemacher ein wichtiges Detail bei der Wirkung des Tranks.
Weitere Filmfehler, mit denen ihr bei euren Freunden angeben könnt, findet ihr auf MeinMMO.
Zur perfekten Tarnung gehört auch die Stimme
Achtung: Es folgt ein Spoiler zu Harry Potter und der Feuerkelch.
Um welches Detail geht es? In den Büchern verändert der Vielsafttrank das Aussehen und auch die Stimme der Person, die ihn trinkt. Für die Filme wurde das aber geändert. Harry und Ron haben auch nach dem Trinken weiterhin ihre eigene Stimme. Wenn sie in verwandelter Gestalt auf Malfoy, gespielt von Top-Verdiener Tom Felton, treffen, müssen sie sich anstrengen, wie dessen Freunde zu klingen.
Nun wäre diese Änderung nicht weiter schlimm und könnte einfach so hingenommen werden. Schließlich sorgt sie für einige lustige Momente im Film. Jedoch wird die Änderung schon zwei Filme später wieder umgekehrt.
In Harry Potter und der Feuerkelch nimmt die Figur Barty Crouch Jr. für die gesamte Zeit ihres Aufenthalts in Hogwarts den Trank zu sich. Damit verschleiert er seine wahre Gestalt und tarnt sich als Professor Moody. Seltsamerweise sieht Crouch Jr. nicht nur so aus wie Moody, er klingt auch genauso wie er.
An dieser Stelle hat man also eine Ausnahme gemacht und entschieden, dass der Vielsafttrank eben auch die Stimme verändert. Grund dafür dürfte gewesen sein, dass man sich den Twist, wer wirklich hinter Moody steckt, für den Schluss aufsparen wollte.
Wurde diese Regel beibehalten? Nein, wurde sie nicht. In Die Heiligtümer des Todes – Teil 1 verwandeln sich Mitglieder des Ordens des Phönix in Harry selbst und nutzen dafür diesen Trank. Es kommt zu einer lustigen Szene, bei der alle mit ihrer echten Stimme sprechen, aber aussehen wie Harry.
Das zeigt, dass sich die Filmemacher nicht einig darüber waren, welche Regel nun gilt. Am Ende führt das aus Logiksicht zu einigem Chaos. Dafür, dass der Trank in einigen wichtigen Szenen eine prominente Rolle einnimmt, hätte es vielleicht einer Erklärung bedurft. Ein anderer Blockbuster hat ebenfalls mit einem Problem zu kämpfen: In Jurassic Park gibt es einen Logikfehler, der Wissenschaftler bis heute auf die Palme bringt
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Nicht wirklich. Natürlich gibt es Unterschiede zwischen Buch und Film. Aber wieso wird einfach vorausgesetzt, dass es (im Film-Universum) keine Möglichkeit gibt, seine Stimme (zusätzlich zum Vielsafttrank) zu verändern?
Ein weiterer Zaubertrank (oder ein einfacher Zauber) könnte das bewerkstelligen, und wird vielleicht nur einfach nicht erwähnt.
Oder Fake-Moody hat am Trank etwas verbessert, so wie Snape schon zu seiner Schulzeit einige Verbesserungen an Tränken vorgenommen hat. 🤷🏻
Der viel größere Plotfehler ist die Fehde zwischen Harry und Snape, die keinen Sinn macht. Snape kackt Harry völlig grundlos an (im Buch klaut Dobby für Harry das Kraut für die zweite Aufgabe aus Snapes Büro) – aber im Film zaubert Neville das aus dem Nichts hervor.
Mein größter Logikfehler in den Filmen ist Harrys Augenfarbe. Es wird so oft erwähnt, dass Harry so aussieht wie sein Vater, aber die Augen seiner Mutter hat. Im Film wird das zwar auch gesagt, ist aber nicht wahr. Und so wird dann auch Snapes Todesszene komplett kaputt gemacht. Im Buch sagt Snape in seinem finalen Atemzug “Siehe mich an”, um quasi in Lilys Augen starren zu können, während er stirbt. Im Film stirbt er in Harrys Armen und guckt quasi zu James hoch.
glaube mal irgendwo gelesen zu haben, dass Daniel Radcliffe Kontaktlinsen bekommen sollte, diese aber nicht vetrug. Der Wille war zumindest da.