Handy-Akku richtig laden – 8 Tipps, wie ihr eure Batterie schonen könnt

In jedem Handy ist ein Akku verbaut, doch wie geht man richtig mit dem empfindlichen Bauteil um? MeinMMO stellt euch die wichtigsten Tipps vor, wie ihr euren Akku richtig laden und schonen könnt.

Jeder von euch kennt sicher das Problem: Ihr seid unterwegs und plötzlich macht der Akku eures Smartphones schlapp. Dabei habt ihr e den Akku eben erst aufgeladen und schon gibt es den unschönen Warnhinweis.

Doch wie geht man am besten mit dem Akku eines Handys um und was sollte man vermeiden, wenn man seinen Akku lange nutzen möchte?

Wir von MeinMMO stellen euch die besten Tipps und Hinweise vor, die ihr bei eurem Handy-Akku beachten solltet. 

Akku richtig laden: Das solltet ihr tun/beachten

Was gilt für alle Handy-Akkus? Grundsätzlich gilt, dass Lithium-Ionen-Zellen eine endliche Zahl von Ladezyklen bieten. Die meisten Personen verwenden ihr Gerät durchschnittlich 1 bis 3 Jahre und schaffen sich dann ein neues Handy an. Die meisten Smartphone-User werden daher nie in die Nähe der maximalen Ladezyklen kommen.

Wann und wie lang sollte man den Akku aufladen?

Wie voll sollte mein Akku sein? Im besten Fall haltet ihr eure Aufladung eures Akkus zwischen 30 und 80 Prozent. Damit vermeidet ihr, dass sich der Akku zu stark entlädt oder zu voll aufgeladen ist.

Aufgrund ihres chemischen Aufbaus ist eine Lithium-Ionen-Zelle zwischen 50 und 70 % Ladestand am stabilsten. Je weiter sich die Ladung davon entfernt, desto stärker wird die Zelle beansprucht.

Das solltet ihr beim Ladegerät beachten

Grundsätzlich gilt, dass der Gesundheitszustand des Akkus nicht davon abhängt, welches Kabel oder Netzteil ihr verwendet. Ob ihr nun ein originales Ladegerät und Kabel verwendet oder eine günstige Version, spielt für den Akku grundsätzlich keine Rolle.

Darum solltet ihr keine billigen Geräte kaufen: Dennoch würden wir euch davon abraten, sehr billige Ladegeräte zu kaufen. Denn hier kann die Isolierung nicht ausreichend sein oder die Spannung extrem schwanken.

Ist der Spannungsregler fehlerhaft, dann es sein, dass die volle Spannung aus der Steckdose durch das Kabel und in das Gerät fließt und dabei auch den Nutzer erwischt. Im schlimmsten Fall bekommt ihr dann einen lebensgefährlichen Stromschlag.

Kauft daher nicht billig, sondern geht auf Nummer sicher, dass die Ladegeräte und Kabel alle Sicherheitsmaßnahmen bieten und auch das wichtige Gütesiegel „CE“ tragen oder setzt auf namhafte Hersteller wie etwa Anker.

Denn vermeintlich günstige Original-Geräte können sich als gefährliche Fälschung entpuppen und für große Schäden sorgen (via welt.de).

Das CE-Zeichen bedeutet, dass die grundlegenden Sicherheitsanforderungen des EU-Rechts eingehalten werden (via vis.bayern.de). Geräte mit fehlender CE-Kennzeichnung werden aus Sicherheitsgründen auch vom Zoll beschlagnahmt.

Handy-Akku: Schnellladefunktion schadet eurem Akku nicht

Was ist die Schnellladefunktion? Neuere Handy und Ladegeräte können den Stromfluss beim Laden bei Bedarf erhöhen und auf diese Weise das Smartphone schneller laden. Die genutzte Einheit ist übrigens Milliampere pro Stunde (mAh). Dafür müssen sowohl das Ladegerät als auch das Smartphone diese Technik unterstützen.

Wie funktioniert das? Die Funktion läuft in zwei Phasen ab:

  • In der ersten Phase gibt es einen Spannungsschub an den fast leeren Akku. Dadurch wird der Akku in kurzer Zeit auf 50 % oder mehr geladen.
  • In der zweiten Phase bremsen die Hersteller des Geräts die Ladegeschwindigkeit, damit es nicht tatsächlich zu Schäden am Gerät kommen kann.

Warum schadet das dem Akku nicht? Das liegt daran, weil die Akkus in der ersten Phase des Ladevorgangs eine Ladung schnell aufnehmen können, ohne dass dies eine größere negative Auswirkung auf ihre Lebensdauer hat (via cnet.com). Wenn Smartphone und Ladegerät einwandfrei funktionieren, dann gibt es auch keine Risiken.

Akku richtig laden – Das solltet ihr vermeiden

In diesem Abschnitt erklären wir euch, was ihr beim Aufladen eures Akkus vermeiden solltet. Dazu gehört etwa, dass ihr euer Handy nicht über Nacht aufladen solltet.

Entladet euren Handy-Akku nicht vollständig

In so ziemlich jedem Smartphone kommen mittlerweile Lithium-Ionen-Akkus zum Einsatz. Diese solltet ihr grundsätzlich nicht auf 0 % entladen. Denn bei einer vollständigen Entladung werden die Akku-Zellen stark belastet.

Grundsätzlich ist es für den Akku auch kein Problem, wenn ihr das Handy mal unter 20 % verwendet oder es nutzt, bis es 0 % erreicht. Auch den Akku zu 100 % aufzuladen schadet dem Akku erst einmal nicht. Schädlich wird das für euren Akku erst, wenn diese extreme Auslastung regelmäßig passiert. Damit schadet ihr langfristig dem Akku.

Durch diese Extrem-Nutzung sinkt die Lebensdauer des Akkus. Vor allem, wenn ihr den Akku eures Smartphones nicht austauschen könnt, ist das ein wichtiger Hinweis. Weniger relevant ist das für Personen, die ihr Handy ohnehin jedes Jahr austauschen.

Kann ich meinem Akku eine längere Laufzeit beibringen? Es gibt Gerüchte, dass man die Laufzeit verlängern könnte, wenn man den Akku vollständig entlädt. Bei modernen Lithium-Ionen-Akkus funktioniert dies nicht. Dieser „Memory“-Effekt funktioniert nur bei Nickel-Cadmium-Akkus, die jedoch kaum noch eingesetzt werden. Modernen Lithium-Ionen-Akkus schadet diese Methode mehr als das sie nutzt. (via Notebookcheck.com).

Hintergrundprozesse auf dem Handy deaktivieren bringt wenig

Wollen Nutzer ihren Akku zügig aufladen oder Strom sparen, dann beginnen sie etwa mit diversen Hilf-Apps ihren RAM zu leeren oder Hintergrund-Apps zu schließen. Doch der Effekt hält sich in Grenzen und beansprucht den Akku sogar eher.

Denn das Schließen und Starten einer Anwendung benötigt mehr Energie als das simple Halten im RAM und Reaktivieren bei Bedarf.

Das solltet ihr stattdessen tun: Wollt ihr das Handy zügig aufladen und braucht es gerade nicht, dann schaltet das Gerät einfach ab. Denn dann kann sich das Gerät am schnellsten aufladen, da auf diese Weise kein Hintergrundprozess Strom verwenden kann. Außerdem schont ihr das Gerät, wenn es einfach mal abgeschaltet ist.

Wollt ihr Strom sparen, wenn ihr unterwegs seid, dann stellt die Helligkeit eures Bildschirms herunter oder deaktiviert eure mobilen Daten. Bluetooth und GPS haben im Vergleich kaum Auswirkungen auf den Akku, da diese Techniken mittlerweile stark dahin optimiert sind, wenig Strom zu verbrauchen (via notebookcheck.com)

Häufig laufen dutzende Apps auf dem Handy. Braucht ihr das Handy nicht, dann schaltet es einfach ab.

Vermeidet hohe Temperaturen

Ihr genießt es vermutlich, wenn ihr euch im Sommer bei 30 Grad in der Sonne brutzeln lassen könnt. Euer Handy-Akku findet das nicht so gut. Auch sehr niedrige Temperaturen gefallen dem Akku nicht.

Auf die Heizung oder in den Kühlschrank gehören weder Smartphone noch der zugehörige Akku. Denn nicht nur die stark schwankenden Temperaturen sind ungünstig, sondern es kann sich auch Kondenswasser bilden und in euer Gerät eindringen.

Ebenfalls solltet ihr im Sommer euer Smartphone nicht im Auto liegen lassen, denn die Wärme im Auto schadet auch dem Akku des Geräts.

Vermeidet dauerhaftes Aufladen

Lithium-Ionen-Akkus mögen es nicht, wenn ihr sie ständig am Ladegerät habt. Mittlerweile haben Hersteller zwar Sicherungen eingebaut, die verhindern, dass die Akkus überlasten: Sobald der Akku voll ist, wird entweder ein Erhaltungsstrom geliefert oder der Ladevorgang unterbrochen, bis der Akku unter einen Nennwert fällt oder der Ladevorgang wird unterbrochen.

Das bedeutet, dass der Akku ständig zwischen 99 und 100 % hin und her dümpelt und direkt wieder belastet wird, sobald der Akku wieder geladen werden kann. Dieses ständige Aufladen im hohen Bereich schadet euren Akku mehr als es ihm hilft. Wenn ihr euren Akku schonen wollt, dann solltet ihr euer Smartphone vom Ladekabel nehmen, sobald es vollständig aufgeladen ist.

So erklärt etwa Florian Hockel vom TÜV Süd (via presseportal.de):

Am besten man lädt den Akku nie vollständig auf und entlädt ihn auch nicht vollständig, das heißt man sollte immer dafür sorgen, dass der Akku in einem Bereich von 30 bis 70 Prozent aufgeladen ist. Man sollte den Akku nach einer erfolgten Ladung vom Ladegerät entfernen, nicht dauerhaft angeschlossen lassen oder gar über Nacht aufladen.

Florian Hockel, TÜV Süd

Ihr solltet den Handy-Akku nicht über Nacht laden

Ladet ihr über die Nacht euer Smartphone auf, gilt das Gleiche wie auch tagsüber: Der Auf- und Entladeprozess läuft in der Nacht sehr häufig ab. Und das schadet auf Dauer dem Akku.

Was sollte man stattdessen tun? Anstatt den Akku über Nacht aufzuladen, ist es daher empfehlenswert den Akku tagsüber oder am Abend aufzuladen. Am nächsten Morgen dürfte das Gerät immer noch voll genug sein. Alternativ setzt ihr auf einen digitalen (Radio-)Wecker, die euch ebenso aus dem Bett holen kann wie euer Handy.

Unser Tipp für iPhone-User: Apple hat mit iOS 13 den Modus „Optimized Battery Charging“ integriert. Hier wird das Verhalten des Nutzers untersucht und der Ladevorgang wird bei 80 % beendet. Die restlichen 20 % werden dann langsam aufgeladen, um den Verschleiß zu verhindern.
In den Einstellungen bei iOS 13 könnt ihr die Akkulaufzeit verbessern und einstellen.

Vermeidet häufiges Aufladen

Ihr nutzt jede Möglichkeit euer Handy aufzuladen und wenn es nur mal eben 30 Minuten in der Regionalbahn sind oder die 15 Minuten, die man eben fix zu Mittag essen möchte? Grundsätzlich solltet ihr es vermeiden, euren Akku häufig und kurz aufzuladen. 

Ein längerer Ladezyklus ist für das Gerät besser, als wenn ihr das Gerät ein dutzend Mal hintereinander aufladet. Denn jeder einzelne Ladezyklus belastet den Lithium-Ionen-Akku.

Die wichtigsten 8 Tipps kurz zusammengefasst:

Am Ende fassen wir noch einmal alle wichtigen Tipps kurz zusammen. Hier findet ihr alle wichtigen Infos, wenn ihr euren Handy-Akku schonen wollt.

  • Vermeidet Ladestände unter 20 % und über 90 %. Am besten befindet sich der Ladestand zwischen 30 % und 80 %.
  • Haltet euer Handy beim Ladevorgang von Wärmequellen fern.
  • Die Schnellladefunktion schadet eurem Smartphone nicht. Induktionsladen via Qi-Standard ist eine weitere, sichere Möglichkeit.
  • Hohe Temperaturschwankungen wie Hitze und Kälte vermeiden.
  • Das Handy nicht über Nacht laden und stattdessen den Abend nutzen.
  • Vermeidet ein dauerhaftes Aufladen eures Handy-Akkus. iOS-Nutzer sollten einen Akku-Modus nutzen.
  • Bei günstigen Ladegeräten auf wichtige Zertifikate (CE) achten.

Was denkt ihr dazu? Wie ladet ihr euren Handy-Akku auf oder gibt es für euch kein richtig oder falsch? Haben euch unsere Tipps geholfen? Erzählt es uns in den Kommentaren. Ihr sucht nach passendem Zubehör für euer Handy? Hier stellen wir euch die besten Powerbanks für Handy, Switch und Co vor und verraten euch, welche Geräte sich für euch lohnen.

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6 Kommentare
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Muchtie

Zum glück hat mein Handy ein Akku und keine Batterie  kappa

zerial

hab kein problem damit da ich mein smartphone nur alle 2 wochen laden muss bei voller leistung egal was ich benutze

Holzhaut

Benutzt du dein Smartphone überhaupt? Was für ein Akku hast du denn bitte?

2 Wochen halte ich für unrealistisch.

zerial

mich hatte es damal immer generft jeden tag das händy auf zu laden also hatte ich eine alternative gesucht und gefunden hab jetz ein smartphon was 2 wochen hällt und nur 2 stunden zum aufladen braucht das teil ist aus japan hat eine neue art von akku drin mit 10k ma stammt von oukitel.
benutze es schon über 3 jahre, wenn ich mir ein neues kaufe werde ich da auch wieder eins holen, mitlerweile haben die schon mehere versionen zur auswahl für jedes bedürfniss ist was da

Zuletzt bearbeitet vor 12 Tagen von zerial
Holzhaut

Interessant, danke

Phinphin

Es gibt durchaus aktuelle Smartphones, die man mit einer einzigen Akkuladung 30 Stunden am Stück nutzen könnte. Das ist dann halt nicht mehr die Massenware.

Zuletzt bearbeitet vor 12 Tagen von Phinphin
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