H1Z1: Die neue Offenheit SOEs – Revolution stottert

Das Zombie-MMO H1Z1 wird von Sony Online Entertainment in ständigem Kontakt mit den Fans entwickelt. Doch nicht jeder bei SOE geht damit so locker um wie Präsident John Smedley.

In einem Bericht der Baltimore Sun wird das neue Konzept von SOE vorgestellt, schon früh die Fans an der Entwicklung des Spiels zu beteiligen. Bereits im April habe der Chef des Studios, John Smedley, sich mit einen langen Post auf dem populären Forum reddit an die Fans gewandt und diesen neuen Ansatz des stetigen Austauschs vorgestellt. Mittlerweile gibt es einen Subreddit nur für H1Z1, wo sich die Developer regelmäßig blicken lassen.

Auch die führenden Angestellten bei SOE wurden so rasch ins kalte Wasser geworfen. Sie lasen Forenthreads auf reddit eifrig mit und beteiligten sich an der Diskussion. Aber das war nur der erste Schritt. Bald hieß es für den Entwickler Jimmy Whisenhunt: Ab vor die Kamera, du machst jetzt einen Live-Stream. Der erste Broadcast von H1Z1 wurde zu einer Live-Demo. „Ich weiß nicht, wo das hingehen wird, um ehrlich zu sein“, sagte Whisenhunt damals. Die User sahen das Spiel und kommentierten. Reddit brummte, die Devs stehen seitdem in ständigem Austausch mit den Fans. In einer Reihe von Entwickler-Blogs stellen die einzelnen Mitarbeiter sich und ihre aktuelle Arbeit en Detail vor.

John Smedley SOELaut Smedley könne diese Art von Interaktivität das Spiele-Design revolutionieren. Wenn er auch einräumt, dass es für das Team eine Umstellung war. Für Entwickler, die es gewohnt sind im stillen Kämmerlein zu arbeiten und ihr Game erst zu präsentieren, wenn es fertig ist, ist diese Offenheit auch anstrengend. Smedley sagte dazu, laut der Baltimore Sun: „Ich würde sagen, jeder trägt das Konzept mit. Aber unterschiedlich stark. Nicht jeder fühlt sich bei einem Live-Stream auf Twitch wohl.“

Die Nachteile der Offenheit

Mein MMO meint: In den letzten Wochen zeigt das Modell der Offenheit, das Smedley mit SOE vertritt und das im vorgestellten Artikel so gelobt wird, auch einige Schwächen. Denn wenn die Fans ständig an der Entwicklung des Spiels teilnehmen, macht man sich als Entwickler verwundbar und angreifbar. Man kann nicht, wie Blizzard oder andere, lediglich ein „When it’s done“ murmeln und die Spieler damit vertrösten, nachdem man Transparenz und permanenten Austausch versprochen hat.

Die so mit Informationen aus dem Alltag der Spiel-Entwicklung verwöhnten Fans sind in letzter Zeit etwas auf Entzug, weil der Fortschritt von H1Z1 wohl hinter dem Zeitplan geblieben ist.

Man hofft aber, dass zum Ende der Woche, mit der SOE Live, neue Informationen zu H1Z1 kommen werden. Vor allem das Release-Datum für den Early-Access wird heiß erwartet.

In Postings auf seinem privaten Blog macht John Smedley immer wieder klar, wie wichtig für ihn der ständige Kontakt mit den Fans ist. Zu den Erkenntnissen der letzten Wochen dürfte allerdings gehören, dass es wesentlich mehr Spaß macht, mit den Fans in Kontakt zu treten, wenn man ihnen auch die Informationen geben kann, die sie fordern. Anstelle eines „Soon“.

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Quelle(n): www.baltimoresun.com
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