Guild Wars 2 ändert Gem-Handel, erntet Shit-Storm, ändert zurück

Guild Wars 2 hat am Währungssystem gedreht, den Zorn der Fans heraufbeschworen, nun rudert man zurück. Einen Spitznamen haben die letzten Ereignisse auch schon bekommen – Gemgate, nennt man die Aktion.

Gemgate – Woher kommt diese „Gate“-Sache nur?

„Gemgate“, haben die Fans die Ereignisse in den letzten Tagen getauft. Und wenn uns das Internet in den letzten Jahren eins gelehrt hat: Es ist nie ein gutes Zeichen, wenn irgendwo Gate dahinter steht. Der „Watergate“-Skandal brachte US-Präsident Nixon zu Fall. Seit damals hängt man „-gate“ an Skandale oder zumindest an Dinge, über die man sich empört.

Okay, seit Nixons Zeiten geht man mit der Nachsilbe deutlich lockerer um. „Monicagate“ nannte man in den USA die Lewinsky-Affäre, Nippelgate einen Mini-Skandal um Justin Timberlake, den Superbowl und Janet Jacksons Brustwarze, Gauchogate eine angebliche Entgleisung einiger deutscher Nationalspieler bei einer WM-Feier und in letzter Zeit sorgt „Gamergate“ für unappetitliche Schlagzeilen. Was hat also ArenaNet verbrochen, dass man sich die Nachsilbe einhandelte? Sie haben am Handel von Gold und Edelsteinen der Spieler untereinander gedreht.

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Was hat ArenaNet angestellt?

Laut eigenen Aussagen ganz unschuldig und der Spieler zuliebe, hat man die Möglichkeit entfernt, dass Spieler auch kleinere Summen der Ingame-Währung „Gem“, der Edelsteine, per Gold von anderen Spielern kaufen konnten. War’s vorher möglich auch einen einzelnen Gem zu erwerben, wurde die Mindestsumme nun auf 400 Gems herabgesetzt – weitere Optionen gab es für 800, 1200 und 2000 Edelsteine.

Laut ArenaNet diene das dazu, um den Kaufprozess „klarer“ zu machen, damit er mehr wie ein normaler Handel wirkt. Angeblich würden kleinere Summen als 400 Gems nur selten gekauft werden. Man habe sich daher das Kaufverhalten angesehen und zum Wohle der Spieler verändert.

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Well, that escalated quickly

Die Spieler sahen das allerdings anders und machten ArenaNet in den letzten 24 Stunden harsche Vorwürfe. Das sei ein dreister Griff an die Brieftasche der Spieler, das laufe alles hintenrum ab, so manches Item koste 900 Gems. Wie solle man die Summe dann kaufen, denn nur 400, 800, 1200 und 2000 Gems zur Auswahl stehen? Das sei doch ganz bewusst so gestaltet worden, um mehr Geld aus den Spielern zu leiern, dann solle man das auch klar sagen.

Außerdem veröffentlichten die Fans Statistiken, die zeigten, wie enorm der Preis seit den Änderungen angestiegen sei. Wenn Gems im Spiel wertvoller werden, steigt die Nachfrage, es kaufen mehr Spieler Gems direkt bei ArenaNet für Euros oder Dollar und damit steigt letztlich auch der Gewinn von ArenaNet. Es kochten Vorwürfe hoch. Es war keine gute Zeit.

Guild Wars 2 macht Salto zurück, will nun beides anbieten

Laut Massively gibt es jetzt schon ein Statement von ArenaNet: Man hat das Feedback der Fans vernommen und will beide Systeme parallel laufen lassen. Neben dem aktuellen klaren Angebot der 400, 800, 1200 und 2000er-Gems, will man noch die Möglichkeit schaffen, dass Spieler „individuell“ über einen „Custom“-Button eine frei gewählte Summe Gems erwerben.

Quelle(n): massively, MMORPG-Diskussion der GW2-Spieler
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Elikal Ialborcales

Da hat sich Anet einfach ein dummes Ei gelegt. Wenn Dinge 900 Gems kosten, muss man auch in der Lage sein, 900 Gems zu erwerben! Wenn Sachen 900 Gems kosten, aber es nur die Schritte 800 und 1200 gibt, ist das klare Abzocke. Stell dir vor du kaufst, sagen wir ein Buch für 15 Euro, leider nimmt der Laden aber nur Pauschalen für 10 und 20 Euro. Da würde sich doch jeder verarscht vorkommen!

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