„Gaming Disorder“ – Sind wir alle krank?

Die Gaming Disorder ist ab 2018 eine anerkannte Krankheit. Doch was bedeutet das für uns Gamer?

Das Phänomen der Computerspielsucht wird immer mal wieder heiß diskutiert. Während sich viele Experten sicher sind, dass es eine eigene Krankheit ist, belächeln andere diese Bezeichnung. Jetzt hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) entschieden, dass ab 2018 die Sucht nach Computerspielen und damit einhergehende Begleiterscheinungen offiziell als Krankheit gelten.

Die „Spiel-Störung“ oder auch „Gaming Disorder“ zählt als eine Sucht. Eines der wichtigsten Kriterien ist, dass (wie bei fast allen Süchten) das Zocken andere Dinge aus dem Alltag verdrängt. Wenn dieses Verhalten dann fortgesetzt wird, obwohl der Betroffene von den negativen Folgen weiß, dann geht man von einer Sucht aus.

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Allerdings redet man hier nicht von kurzen Perioden, in denen exzessiv gezockt wird, sondern von längeren Zeiträumen. Eine sichere Diagnose stellen die Experten demnach erst nach einem Jahr.

Vladimir Poznyak von der WHO stellt allerdings auch klar:

„Die meisten Menschen, die Videospiele spielen, leiden nicht unter einer Störung, genau so wie die meisten Menschen, die Alkohol trinken, auch nicht unter einer leiden. Allerdings kann der übertriebene Konsum nachteilige Effekte mit sich bringen.“

Videospiele und deren Auswirkungen habe man über eine Dekade lang beobachtet, was nach Auffassung der WHO genug Zeit ist, um die Gaming Disorder nun als Krankheitsbild anzuerkennen.

Cortyn meint: Grundsätzlich ist es nicht verwunderlich, dass es nun auch ein offizielles Krankheitsbild für eine Computerspielsucht und dessen Begleiterscheinungen gibt. Es könnte helfen, Ärzte und Beratungsstellen weiter für das Thema zu sensibilisieren. Allerdings besteht auch die Gefahr, dass Tausende „normale Gamer“ nun stigmatisiert werden und einfach alle Zocker in einen Topf geworfen werden.

Was haltet ihr davon? Ist es gut, dass die „Gaming Disorder“ eine anerkannte Krankheit ist? Oder war das ohnehin schon viele Jahre lang klar und jetzt wird es nur offiziell?


Schon Anfang des Jahres haben wir darüber berichtet, dass vermutlich jeder 12. Jugendliche in Deutschland süchtig nach Computerspielen ist.

Quelle(n): www.ibtimes.co.in
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Melanie Fox

Ob psychisch krank (pathologisch) oder nicht, letzten Endes geht es hier um Hedonismus.
Hedonismus bedeutet das zu tun das man möchte ohne Rücksicht auf anderes bzw. Konsequenzen.
Einige haben hier erwähnt, wie sie den Einfluss vom Zocken auf ihren Beruf und Beziehung einschätzen. Gibt es hier einen Kontrollverlust (z.B. extrem viel Zocken), so kann es im schlimmsten Fall passieren, dass man Job und Frau (vielleicht + Kind) verliert.
Das ist purer Hedonismus.

Ich denke am wichtigsten ist, nicht zu hedonistisch zu handeln und sich früh genug zu bremsen. Zocken macht Spaß und die ‚Welt da draußen‘ kann manchmal unendlich nerven. Ich selbst habe gerade erlebt, dass mein Arbeitsvertrag nach 2 Jahren Buckeln nicht verlängert wurde. Ab Januar bin ich arbeitslos. Erster Gedanke: Shit, weniger Kohle. Zweiter Gedanke: Geil, beliebig viel Zeit zum Zocken. Dritter Gedanke: verdammt. Nur Zocken hilft auch nicht dabei einen neuen Job zu finden.
Also werde ich jetzt zwischen dem 2. und 3. Gedanken hin und her kämpfen, aber mich am Ende des Tages zusammenreißen.
Somit geht es um Selbstkontrolle. Habt Ihr diese im Griff, ist alles okay. Rückschläge gehören zum Leben dazu. Dann muss man aber eben auch mal den inneren Schweinehund überwinden und eine Lösung finden. Gelingt das, so halte ich intensives Gaming für einen ziellosen Zeitvertreib wie vieles andere auch. Und sowas ist zwar unproduktiv aber auch kein Drama.

Spitfire

„Allerdings besteht auch die Gefahr, dass Tausende „normale Gamer“ nun
stigmatisiert werden und einfach alle Zocker in einen Topf geworfen
werden.“

War doch schon immer so.

Jedes Wochenende am Fussballplatz stehen und mit dem Bier in der Hand rumbrüllen ist normal.

Jeden Tag ins Fitnesstudio laufen ist normal.

Sich nur noch vegan zu ernähren ist normal.

5 Hunde und Katzen im Haus haben ist normal.

Jeden Tag 1,2,5 Schachteln Zigaretten rauchen ist normal.

Aber ist man Gamer wird man von Aussenstehende zu gerne als süchtigen Spinner hingestellt.

Kürzlich hat mein Hausarzt mir beiläufig erzählt das er auch Gamer ist und der ist schon 40+ .Wie kann das bloß sein ? Erfolgreicher Mediziner und trotzdem Gamer ? Unglaublich 😛

Als Gamer fühlt man sich sogar in der heutigen Zeit noch wie die Leute im Mittelalter die behauptet haben die Erde sei KEINE Scheibe sondern eine Kugel 😀
Oder die Kräuterkundige die Durchfall heilen konnte und als Hexe verbrannt wurde 😀

Das alles soll natürlich nicht heißen das es keine Computersucht gibt,aber ich denke das Thema wird nur so überdramatisiert weil manche Menschen in Politik,WIssenschaft usw noch nicht einsehen wollen das Gaming mittlerweile ein so normales Hobby ist wie Fussball,Jogging usw.

Qwert

Meiner Meinung nach nichts weiter als ein Schritt mehr ins Thema ihr habt Spaß also müssen wir was dagegen tun.
Hauptsache Malochen und Geld für die größten arschlöcher scheffeln.
Es dauert nicht mehr lange und wir sind alle hirntot.

Kaschube

Thema verfehlt – Setzen 6!

Spitfire

Kann man mal bitte diesen Spruch „Thema verfehlt – Setzen 6!“ unterlassen/unterbinden.

Das ist so ein richtiger Oberlehrer-Spruch den meine Lehrer damals auch gerne im Unterricht von sich gegeben haben 😀

Wenn ich den Spruch höre und lese will ich mir jedes mal kochendes Blei in Augen und Ohren gießen >:( 😀

groovy666

Ist ein sehr ernstes Thema dem man sich als jemand der selbst mal gerne par Stunden am Stück spielt, nicht einfach entziehen darf und man durchaus selbstkritisch betrachten sollte!

Es ist halt echt schwer abzuschätzen und sehr wahrscheinlich individuell von Mensch zu Mensch unterschiedlich, ab welchem Punkt das Hobby aufhört und die Sucht beginnt. Das genau definierte Krankheitsbild würde mich wirklich interessieren – gibt’s nen offiziellen Wert der WHO ab wann man süchtig ist? Sind schon so allgemeine Dinge die sehr viele Vielspieler (mich eingeschlossen!!!) sicher mal erlebt haben, auch schon unter Sucht einzustufen?

– wenn man sich um 1 Uhr nachts sagt: „Diese eine Runde mach ich noch, dann geht’s ab ins Bett“ nur um dann irgendwann zu merken „Ey shit jetzt ists 4 Uhr – Arbeit geht in 3h los!“
– Tage langer Grind nach speziellen Objekten, man macht die dümmsten und langweiligsten Sachen (die man eigentlich nicht mal unbedingt machen will) nur um ein Erfolgserlebnis zu haben.
– Mal einen Samstag Abend nicht mit den Jungs auf ein Bier gehen, weil man sich grad n neues game geholt hat.
– Sich freuen das die Freundin/Frau doch schon um 21uhr ins Bett geht, weil man jetzt Zeit hat zu zocken.
– Den ein oder anderen verbalen Ausraster wenn es ingame mal nicht ganz nach Wunsch läuft…
– Stundenlang auf Mein-mmo abhängen um sich über sein Spiel zu informieren und mit der community austauschen obwohl man eigentlich arbeiten soll… 😉

Also wie bereits erwähnt – mir persönlich ist es ebenfalls schon so ergangen und die angeführten Punkte spiegeln durchaus Symptome von Süchtigen dar – Vernachlässigung seiner Pflichten, ungewolltes eigenes verhalten, zurückstellen sozialer Kontakte, Stimmungsschwankungen…

Finde mich selbst überhaupt nicht süchtig (keinen Entzug bei mehrtägiger Ps4 Abstinenz, meine Frau/Kinder werden in keinster Weise vernachlässigt, Arbeit passt), also echt schwierig wie man genau definieren will ab wann man dann wirklich süchtig ist…

Mndsch3in

Nein es gibt keinen Wert der WHO ab wann man Süchtig ist. Im Beitrag steht ja auch etwas von ca.1 Jahr beobachtung/Forschung.

Wir reden hier von Psychischer Sucht. Die ist bei weitem Komplexer als ein Körperliche Sucht nach einen Stoff, wie z.b. Heroin oder Meth.
Wobei auch köprliche Such sehr viel druck auf die Psychie ausübt und keinesfalls untersätzt werden darf.

Wenn man gewisse Regelmäßigkeiten die man tut, z.b. das Feierabend Bier.
Und man sich unwohl fühlt wenn man nach dem Feierabend mal eben kein Bier hat. Das sind Warnsignale die man nicht Unterschätzen darf.

Kommen Gewisse dinge mal vor ist das natürlich nicht direkt ein Problem.
Wenn jedoch immer wieder in regelmäßigen Abständen bis hin zu Routine dann ist man eventuell nicht direkt von der Sucht betroffen aber es sind Anzeichen dafür das etwas aus dem Ruder laufen kann.

Keragi

Ich wär gern mal wieder süchtig 😀 nur kann mich kein Spiel wirklich halten, man kennt es ja alles schon gesehn alles schon erlebt in den Jahren.

BigFreeze25

So ist es. Als jemand der seit 22 Jahren Games zockt muss ich sagen: man hat einfach alles schon mal entweder genau so oder in leicht abgeändeter Form gesehen. Daher verwundert es auch nicht, dass Games einen nicht mehr so extrem fesseln können wir früher…manchmal wünscht man sich das “bis 4 Uhr morgens zocken“ zurück xD

Fluffy-Chan

Ich finde das ganz gut!
Denn Gaming ist durchaus ein Suchtmittel! Trägt aber auch zu Krankheitssynthomen bei.
Ich habe zwar auch ne lange Zeit im Gaming gesuchtet wann immer ich konnte. Am ende wurde das für mich aber sogar ne art unterstützende Therapie.
Durchs gaming habe ich meine Vergangenheit verarbeitet, weil ich mich dort zurück ziehen und heilen konnte. Und ich habe dadurch verdammt viele Menschen kennen gelernt, durch diese ich an persönlicher Stärke gewonnen habe.
Einfach irgendwo anrufen und sich über ne Stelle beim Betrieb zu informieren wäre ohne gaming für mich nie vorstellbar gewesen….

Aber ja, dieser anfängliche Suchtfaktor alleine durch die Tatsache, dass man so wenigstens einwehnig seinem problematischen Alltag entfliehen kann, ist risiko reich. Nicht alle schaffen den Absprunng.
Und wenn das jetzt wirklich als Krankheit anerkannt ist finde ich das richtig super. Denn dadurch kann man anderen sehr gut helfen. Das gaming ist zwar klasse aber es löst keine Probleme.
Ich finde die Entscheidung der WHO spitze 😀

Bodicore

Zu WoW anfangszeiten gab es extrem viele Leute die süchtig waren Arbeit Familie aufgaben und sich klischeehaft nur nich von Pizza ernährten… Ich denke das ist nicht mehr ganz so schlimm wie damals.

Trotzdem ist es natürlich ein Problem das nicht wegzureden ist im Griff spiele aber trotzdem zuviel.
Mein Nacken ist völlig im Arsch und ich spiele trotzdem weiter obwohl ich besser einige Monate pausieren sollte, aber spätestens nach 2-3Tagen zieht es mich wieder rein…
An Wochenenden 12h am Tag und unter der Woche 4h minimum.

Nora mon

vill könnte ein richtiger Stuhl helfen und damit mein ich nicht diesen Gaming Mist in buten Farben sondern einen der speziell gegen Nackenprobleme hilft oder ein Sitzball könnte auch helfen

Bodicore

Ich hab mir einen Topstar mit Kopflehne gekauft das hat schon viel gebracht, aber ich bin noch nich ganz zufrieden damit. Ich spare derzeit auf einen Bisowing 660IQ Trendline darauf bin ich schon im Geschäft am liebsten sitzen geblieben… Aber in der Schweiz kostet der einen viertel Kleinwagen…

Mndsch3in

Naja andere machen ja auch Sport obwohl irgendwelche Körperteile kaputt sind.
Du hast Spaß am gamen und willst halt dein Hobby nachgehen. Obwohl dein Nacken kaputt ist. Glaube hier liegt eher das Problem das du mehr Ausgleich brauchst. Es sei du kannst dir diesen Ausgleich nicht erlauben weil du UNBEDINGT gamen willst. Dann solltest du mal hinterfragen 🙂

Bodicore

Ne ich bin auch Biker aber es ist eher oft so das ich den Sport vergame weil ich die Uhr vergesse oder ich bin nach dem Raid zu müde um nochemal in die Gänge zu kommen…

Aber ich habe mir jetz ein virtuelles Spinningbike bestellt mit dem ich gegen andere Leute rennen fahren kann so habe ich die Brücke zwischen gaming und Sport geschalgen 😉 hoffe es wird besser…

Jewel

Wenn man nicht richtig schreiben kann, hat man Legasthenie.
Ist man zu schüchtern oder hat kein Lust auf soziale Interaktion hat man Autismus.
Ist man traurig, hat dieser gleich Depression.
Diese ganzen Krankheiten sind nichts weiter als Ausreden.

Nora mon

Wtf, schade das Dummheit nicht behandelbar ist.

Fluffy-Chan

Das sag ich schon seit Monaten aber mir hört ja keiner zu <.<

Jewel

Weil man seine Ansicht zu diesem Thema teilt ist man dumm?
Ihr Leute seit ihn der Tat amusant.

Nora mon

Nein, weil du und mein langjähriges Kämpfen mit meiner Krankheit als Dummheit betitelst.

Koronus

Witzig ist die Sache nicht. Aber von außen gesehen wird sie das, wenn eine Person der man das diagnostiziert hat (einer meiner besten Freunde) nicht so intensive Symptome (?) hat wie ein anderer der laut Medizinischer Sicht absolut normal ist (ich).

JimmeyDean

Dazu müsste man wissen um welche Störung es bei euch geht, von wem sie in welchem Rahmen festgestellt wurde (oder eben nicht) und wer in welchem Maße den Antrieb und Willen zur Veränderung in sich trägt.
Ich weiss die eine Hälfte geht mich nix an und die andere Hälfte kannst du garnicht beantworten…..aber so oberflächlich wie du postest, so oberflächlich antworte ich mal: “ glaub ich dir nicht! „

Mndsch3in

Ansichten zu dem Thema teilen gut und schön. Aber Behauptungen/Ansichten widerzugeben die total bullshit sind, ja das ist dumm.

Man sollte sich zu gewissen Themen nur äußern wenn man zumindest ein WENIG Grundmaterien verständnis mit sich bringt.

groovy666

Du solltest dich echt mal bisschen belesen, hier ein link der dir weiterhelfen wird…

http://mobil.stupidedia.org

Xion

gratulation, bist wohl einer, der unter einem dieser punkte leidet, man kann sich auch sachen schön reden um sie nicht wahr haben zu müssen.
nichts anderes zeigt deine argumentation zu dieser thematik. glückwunsch 🙂

Kaschube

Thema verfehlt – Setzen 6!

Keragi

er oder sie ist bestimmt ein Arbeitgeber 😀

Mndsch3in

sicher nicht lol

JimmeyDean

Hat man keine Ahnung und verwechselt Krankheiten und klinische Störungsbilder mit Schwächen, Charaktereigenschaften oder Gefühlslagen,….ist man ein ignorantes Ar…….
….dumm zu sein find ich ja nicht schlimm, aber es so öffentlich zur Schau zu stellen…owei.

Und sorry an die Moderatoren. Ich weiss mein Post ist grenzwertig, aber nur eine Reaktion auf einen, der an Beleidigungen nicht zu überbieten ist, schade dass nicht da schon eingegriffen wurde,…als „Meinung“ kann man den nicht gelten lassen.

Culus

Dann ist Arbeit auch eine sucht? Täglich 8 Stunde in der Woche macht es 40. Stimmt ja es geht um Geld verdienen und Konzernen noch reicher zur machen. Aber wehe ein Mensch findet spass an seinen Hobby in dem er mal länger Zeit verbingt, dann ist es sofort Sucht! Solange man Sich selber und seine Familie nicht vernachlässigt sollte man Spielen wie man will. Wenn ein Mensch sich quält und anstrengt bekommt er bewunderung von seinen umfeld, aber wehe er hat spass und schaltet mal auch ab sofort ist man süchtig,faul,nerd blablabla

Nora mon

Ähm, das ist kein Stammtischgerede von Mutti wenn das Kind ein Hobby hat was ihr nicht passt sondern ein Fortschritt in der Suchttherapie.

Koronus

Ne Arbeit ist keine Sucht, Arbeit ist Gift denn wie heißt es doch so schön:“Eine Zigarette verringert das Leben um 8 Minuten.
Ein Tag Arbeit verringert das Leben um 8 Stunden.“

Gerd Schuhmann

Dann hast den falschen Job.

Koronus

Ich habe glücklicherweise keinen da ich Student bin aber diese Weisheit wurde uns schon von klein auf (und damit meine ich nicht nur meine Familie sondern vom Staat) beigebracht. Deshalb freue ich mich auf die Massendigitalisierung da es endlich viele Menschen von diesem Joch befreit und wir dann alle einfach so Geld bekommen um nicht den wenigen die etwas in einer riesigen Revolte deren Reichtum wegnehmen.

Gerd Schuhmann

Also wer Arbeit als „Joch“ sieht, von dem man befreit werden muss – der sollte gucken, dass er an der Uni bleibt.

Das ist alles so … realitätsfremd. Vielleicht wagst du dich mal ins richtige Leben und überprüfst die Theorien, die du über alles Mögliche hast.

Arbeit ist auch nicht „Kohle abbauen unter Tage“ oder „Fließbandarbeit“, sondern kann durchaus eine befriedigende, sinnstiftende Geschichte sein.

Deine Vorstellungen, dass die „Massendigitalisierung“ dich von der Notwendigkeit befreit, einer produktiven Arbeit nachzugehen … jo … viel Erfolg damit. 🙂 Ich seh das nicht so wirklich in den nächsten Jahrzehnten.

Dass die Gesellschaft sagt: Gut, wir brauchen jetzt weniger Arbeiter, lass uns ein bedingungsloses Grundeinkommen einführen … das ist kein zwingender Zusammenhang.

JimmeyDean

Niemand der nen Job hat und weder sich noch die Familie vernachlässigt wird in Verdacht kommen unter dieser Krankheit zu leiden. Sei doch froh dass wenn Mammi das nächste mal nörgelt weil du paar Stündchen zockst, du auf offizielle Studien und Krankheitsbilder verweisen kannst…

Pseudo

Heutzutage werden immer mehr „Krankheiten“ erfunden und Menschen staatliche Hilfe angeboten (z.B. in Form von Medikamenten), die eigentlich bloß einen Tritt in den Allerwertesten benötigen. Bei vielen wird die Sucht dann noch durch Ersatzmittel aufrecht erhalten. Hier wird eine Art Unmündigkeit erschaffen („Bleib wie du bist“) und andererseits an sogenannten „Hilfsmitteln“ (z.B. Ersatzdroge, Ersatzhobby) verdient. Das trägt dann zur „Nimm mich wie ich bin oder f*** dich“-Mentalität, wo sich jeder selbst der nächste ist, bei. Und Menschen die diese Krankheiten beim Namen nennen, sind das „intolerant“. Es gibt richtige Krankheiten, doch es werden immer mehr Pseudokrankheiten erfunden. Ich war auch mal 2 Jahre lang spielsüchtig. Da hat dann aber irgendwas anderes im Leben gefehlt und die Einsicht folgte automatisch. Man muss sich nur mal von außen betrachten. Da geht einem oft ein Licht auf.

Nora mon

Wow bitte schreib ne Doktorarbeit darüber das wird die Medizin neu definieren.

Markus von Nazareth

Und du bist hier der quotenmäßig-vorgeschriebene Dummschwetzer oder wie darf man deinen phänomenal-sinnfreien Kommentar deuten?

Wie schön Kommentarsektionen sein könnten, wenn du und deines Gleichen dieses unnötige geflamme lassen würden…

Nora mon

Ich hab nur dem master of science gelobt für die Idee allen Süchtigen der Welt zusagen: Bekommt endlich euren Arsch hoch.

Zack alle geheilt.

Das da keiner vorher drauf gekommen ist hoffendlich gewinnt er den Kurt-Koffka-Preis dafür.

Markus von Nazareth

Als wäre es nicht richtig, dass sich viele Lappen hinter Krankheiten verstecken die Sie nicht haben…
Fakt ist auch, dass man eine Sucht oder Psychische Erkrankung nur behandeln kann, wenn man nicht nur Symptome, sondern auch Ursachen behandelt.
Und die Uhrsachen für psychische Erkrankungen liegen im Leben der Einzelnen.
Ärzte und Therapeuten sind bei psychischen Erkrankungen eben doch nur Begleiter.Bein hast, macht der Chirurg „die ganze Arbeit“, haste was im Kopf, musst du die Arbeit selber machen.

Und dazu muss ein Kranker/Süchtiger/Patient nun mal bereit sein, sein scheiß Arsch hoch zu bekommen.

…post scriptum: es heißt Kurt-Koffka-Medaille

JimmeyDean

Nein, ein Kranker/Süchtiger/Patient muss nicht seinen scheiss Arsch hochbekommen….zumindest nicht in im Kontext der tatsächlichen Therapie. Was du vermutlich meinst, ist die intrinsische Motivation sein Leben zu ändern und die Krankheit zu bekämpfen. Ohne diese ist tatsächlich die Arbeit der Therapeuten ziemlich hoffnungslos. Aber diese zu erlangen ist nicht der Schritt der „die Heilung“ in Gang setzt….sondern der grösste Schritt „der Heilung“. Also bitte nicht damit verwechseln einfach den Arsch hoch bekommen zu müssen….klinische Störungsbilder sind immer sehr komplex, und ja, natürlich liegen die Ursachen im Leben der Patienten, aber die Unfähigkeit zur Veränderung ist Teil der Störung, nicht Bequemlichkeit.
Vielleicht kennst du Leute die Chipsfressend 12 Stunden Rtl gucken um ab 5 täglich ne Kiste Bier zu killen und dann behaupten sie suchen keinen Job weil sie ja so depressiv sind….dazu kann man natürlich sagen es gibt halt einfach auch Assis….aber einem tatsächlich depressiven der ähnlich dahinvegetiert zu unterstellen er müsse nur den Arsch hochbekommen…ohwei.

Wolfgang Novodny

A.) die „Nimm mich wie ich bin oder f*** dich“ Mentalität, wie Du sie nennst, ist nichts schlechtes. Niemand sollte sich verändern nur weils der Masse nicht passt. Im Gegenzug sollte man jeden Respektieren wie er oder sie ist. Natürlich nur so lange niemand drunter leidet.

B.) Nein, es werden keine Krankheiten erfunden, wir leben in einer Zeit in der sich jeder für das Maß aller Dinge hält und was man selbst nicht hat das kann auch kein anderer haben.

Depressionen sind real, Phobien ebenso. Diesen Menschen kann man nicht helfen indem man ihnen ‚in den Arsch‘ tritt oder sie sich mal aufraffen. Das sind ernsthafte Krankheiten. Genauso wie Unverträglichkeiten, Legasthenie und andere Krankheiten über die sich im Internet gern lustig gemacht wird.
Ja, Legasthenie wird gern als Ausrede genommen und viele bezeichnen sich als Depressiv obwohl sie sich nur selbst bemitleiden. Aber lieber hab ich Mitleid. Mit 10 Menschen die es nicht verdienen als auch nur einem ernsthaft Depressivem zu sagen ‚reiß Dich mal zusammen‘.

Asdf

Ist nicht gerade das gelbe vom Ei, aber ganz unrecht haben sie jetzt nicht. Meiner Meinung nach wird einfach überall versucht die einzig wahre Lösung zu finden, obwohl es sie nicht gibt. Wer entscheidet, ab wann und was zur Sucht zählt? Alles kann zur Sucht werden, wenn man es extrem übertreibt, bei manchen Dingen passiert dies nur leichter. Ist jemand der ständig arbeitet oder lernt ein Süchtiger? Im Grunde gibt es doch die sogenannten „Workaholics“ und die sind süchtig nach Arbeit in meinen Augen. Ist jemand Tonnenweise Äpfel ist das auch nicht gesund und er ist womöglich süchtig nach Äpfeln. Will jemand einen Traumkörper umbedingt erreichen, ist er womöglich süchtig nach Fittness mit allem drum und dran. Im Grunde bestimmen ein paar Parameter wie gerne und wie oft man etwas macht und man vernachlässigt alles andere mehr oder weniger stark, ob man nur ein Produkt ist, ohne dieses Produkt nicht leben kann oder nur ausschließlich eine bestimmte Aktivität folgt. Sucht selbst ist eine Krankheit und nicht die Spielsucht. Jeder ist nach etwas süchtig, jedoch unterschiedlich stark ausgeprägt und man sollte es vlt erst als Krankheit ansehen, wenn jemand da so tief drin steckt, dass er es nichtmehr unter Kontrolle hat. Es wird sich viel zu oft auf Begrifflichkeiten und Abgrenzungen aufgehangen, anstatt mal mehr das große Ganze zu sehen und Fälle individuell beurteilen. Schaut euch Klamotten an, die meisten passen nicht, oder sind nur i.O., geht ihr aber zu einem Schneider, habt ihr Klamotten/einen Anzug der genau sitzt, der individuell auf euch abgestimmt wurde und so sollte auch das Krankheitsbild der Sucht individuell auf die Person abgestimmt werden.

Fluffy-Chan

Ich hatte mal als kind ne milchsucht. Hatte damals Milch literweise getrunken. Nein nicht als baby. Zu der zeit war ich 12 xD

Keragi

Wusstest du das wir Menschen die einzigen Tiere sind die Muttermilch anderer Tiere trinken, schon weired oder xD

Mndsch3in

Und trotzdem ist es nicht Gesund Milch zu trinken 😉

Koronus

Bullshit. Milch ist eines der gesündesten Dinge überhaupt.

Mndsch3in

Das ist halt so falsch was du da erzählst. Sucht ist nicht gleich Sucht.
Jeder der mal ein wenig Biologie, die über des Grundniveau hinhaus geht, gelernt hat sollte sowas auch Wissen.

Natürlich muss man Individuell auf den Menschen eingehen, jedoch haben Gewisse Suchterscheinungen auch ein Muster was sich komplett von anderen „Süchten“ unterscheidet und muss demnach differenziert werden.

Sucht als allgemeines Krankheitsbild halte ich persönlich für Naiv

Gerd Schuhmann

Aus meiner Sicht: Ich kenn viele Leute, die viel gezockt haben, das war aber nie ein Problem, weil die auch sonst „funktioniert“ haben in ihrem Leben. Die hatten Jobs und Sozialleben – da war das Zocken Hobby/Freizeit und hatte keine negativen Auswirkungen auf andere Bereiche.

Aber Leute, die arbeitslos oder perspektivlos waren, da hatte das viele Spielen dann was „Gefährliches“, weil die dann keinen geregelten Tagesablauf hatten. Aber ob das eine „Sucht“ war, weiß ich nicht.

Ich find das Thema sehr schwierig: Ich denke das übermäßige Zocken ist dann ein Problem, wenn jemand perspektivlos ist. Aber dann ist vielleicht nicht das Zocken das Problem, sondern eine dahinterliegende Schwierigkeit und das „Zocken“ ist dann nur ein Pflaster. Wenn man solchen Leuten eine Perspektive oder eine Aufgabe gibt, dann wird das Zocken auch weniger wichtig, denke ich.

Das ist ein gesellschaftliches Problem, dass Leute in unserer Zeit perspektivlos werden, weil es Brüche in der Biografie gibt, weil Leute überzogene Erwartungshaltungen an ihr Leben entwickeln, weil Leute durchs Raster fallen. Ich denke Leute, die deshalb „zu viel spielen“, kann man erreichen. Da ist „übermäßiges Spielen“ eine Beschäftigung, um eine Leere zu füllen.

Aber so Fälle, wo einer wirklich unter Entzug leidet, wenn er nicht spielen kann – das ist dann ein anderes Kaliber. Das hab ich aber nie so erlebt im Umfeld.

Coreleon

Kenne Leute die haben wegen dem Zocken Studium/Ausbildung geschmissen und zudem ihr Sozialleben komplett gegrillt.
Das ist dann der Punkt wo es schon gefährlich wird.
Klassiker ist da … die Freundin kommt vorbei und kann ihrer Flamme dann Stunden beim Zocken beobachten. ^^
Das ist nicht nur unverschämt sondern würde ich schon in dem Bereich sehen in dem man sich darüber Gedanken machen sollte ob man nicht ein Problem hat.

Fluffy-Chan

Ich muss sagen, mir hat das gaming sogar geholfen meine Ausbildung zu schaffen.

Mndsch3in

Niemanden streitet ja ab das Gaming nicht auf positiv auf Menschen wirkt. Hier geht es nun aber mal darum das Gaming auch negatives und gefährliches birkt. So wie alles im Leben.

Fluffy-Chan

Ich habe beides genannt. Lern lesen.

Herrengoth

Der beste Freund meines Sohnes hat vor zwei Jahren sein Abitur nicht geschafft weil er zuviel WoW gespielt hat. Der hat es auch nicht mehr im zweiten Anlauf geschafft. Der war nicht schlecht in der Schule und hatte auch ein regeltes Leben, sein Familenhaus ist nicht schlecht, er hat Freunde und ist sogar in einem Tennisverein. Seine Freundin hat ihn auch verlassen, weil er sich nicht mehr mit ihr beschäftigt hat. Er hat sich einfach in WoW verloren und hat damit seinen Leben nachhaltig geschädigt. Der gehört definitiv zu Computerspiel-Kranken.

Oder nehmen wir ein Arbeitskollege, mit dem kannst du nur über Spiele reden. Wenn er darüber redet, denkt man nicht dass es ein Hobby ist oder er gar Spaß hat. Es hört sich an wie eine Arbeit, „ich hasse es ja, aber ich muss das noch machen um das und das und das zu erreichen, aber ich habe gar keine Lust dazu und muss mich jetzt dazu zwingen.“ Wenn du etwas an einem Spiel kritisierst, verhält er sich wie ein stark gläubiger Mensch. Als seien Videospiele eine Religion. Der hat sich in seine Kindheit in den Spielen verloren und hat jetzt nichts mehr anderes.

Ich finde schon das Computerspiele selbst ein Problem darstellen und da auch durchaus angebracht ist dies als eine Krankheit anzuerkennen sind.
Das Computerspiele kein Problem sind, sondern nur ein Ventil sind um die Symptome anderer Probleme zu kompensieren finde ich schon recht naiv formuliert.

Eine Krankheit wird durch etwas ausgelöst. Man wird Depressiv weil etwas im Leben schief lief und genau so wird man auch Computerspielsüchtig, weil irgendetwas im Leben schief läuft.

Gerd Schuhmann

Jo, in den Beispielen, die du schilderst, ist das sicher problematisch.

Da muss man halt den Einzelfall betrachten. So wie du den „Freund deines Sohnes“ beschreibst, ist halt ein Blick von außen. „Dem ging’s doch gut – keine Ahnung, was da los ist“ – der hatte doch ein gutes Elternhaus und dann kam WoW.

Das ist dasselbe, wie Leute „Rock-Musik“ dafür verantwortlich machen, dass die Kinder nicht so geraten, wie sie in den Augen der Eltern geraten sollten.

Vielleicht haben ihn die Eltern zum Abi gedrängt und er wollte das nie. Da hat die Eigenmotivation gefehlt. Da müsste man halt tiefer einsteigen.

Martin Schulz hat sein Leben in dem Alter versaut, weil er nur Fußball gespielt hat. Dann hatte er eine Verletzung, konnte nicht mehr spielen, wurde depressiv und hat angefangen zu saufen.

Ich denke „Perspektivlosigkeit“ ist ein riesiges Problem. Vielleicht hat der Junge, keine greifbare Perspektive gesehen bei Abi/Freundin/Tennisverein und wär als Maurer nicht so anfällig für WoW gewesen. Das scheint mir ein Problem in unserer Gesellschaft zu sein, wenn man weiß: „Ich muss noch 6 Jahre lernen/studieren, bis ich das machen kann, was ich machen will.“

Fluffy-Chan

Deswegen liebe ich meine Tanzspiele so sehr 😀
Da muss man nie viel nachdenken und kann der Musik wirklich klasse entspannen. es half mir damals ungemein abends ab zu schalten und meine damals wirklich heftigen Probleme zu vergessen und ordentlich Kraft für den nächsten Tag zu sammeln.

Heute zocke ich sie nur noch gelegentlich.
Ich versuch es immer so zu handhaben, dass ich immer sehr, sehr viele Nachrichten lese. Ich sauge sie richtig auf. Damit ich eben auch mit Menschen mal über was anderes reden kann als nur über games 😀

Michl

Also als erstes muss ich hier erst mal durch atmen, ich habe selten so einen Schwachsinn gelesen…was hier einige „selbst ernannte Psychologen“ in ihrem Halbwissen daherreden
rollt mir echt die Fußnägel hoch.
Ich bin zwar ebenfalls keiner, aber ich arbeite in der Branche.
Mein Job ist es Menschen nach einem Psychatrie Aufenthalt wieder einigermaßen für den ersten Arbeitsmarkt fit zu bekommen.
Depressionen,Schizophrenie und Sucht sind KEINE Charakterschwächen sondern ernsthafte Krankheitsbilder bei denen ganz banal ausgedrückt die „Stoffwechsel technischen“ Abläufe im Gehirn gestört sind.
Es gibt auch bei solchen Erkrankungen KEINE „Grenzwerte“, diese sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich.
Und ja ich finde es Gut, daß „Zockersucht“ von der WHO als Krankheit eingestuft wird, weil dann nämlich gezielt Therapien entwickelt werden können, die den Menschen auch WIRKLICH helfen.
P.S.: An die Depressionen sind Charakterschwäche Fraktion hier im Forum gerichtet muss ich noch loswerden, daß mangelndes Urteilsvermögen und fehlende Empathie eher Charakterschwächen sind und leider NICHT behandelbar.

JimmeyDean

Bei deinem Standpunkt bezüglich Krankheitsbilder und Charakterfragen geb ich dir natürlich 100% Recht.
Aber die Sache mit „Stoffwechsel technische“ Störungen….ohmann…wieder so ein Halbwissen dass dann auchnoch in einem Kommentar verkauft wird in dem man Halbwissen anprangert.
Wäre es so einfach, bekäme doch jeder Betroffene paar Betablocker reingehauen und schwups…alle Sorgen erledigt…so einfach ists eben NICHT und der Teil der Patienten wo überhaupt die Therapie medikamentös unterstützt wird ist sehr gering.

Vallo

In Anbetracht dazu das dies nächstes Jahr als Krankheitsbild eingetragen wird, könnte die Lootboxenthematik nochmal eingeheizt werden. Da Glückspielsucht als ernstzunehmende Krankheit angesehen wird und diese anschließen in Kombination mit dem Zocken erstellt wird, kann es zu Problemen kommen. Gut vorstellbar das irgendwann gesagt wird: „Ich muss noch ne Runde zocken damit ich die Lootbox öffnen kann, vielleicht bekomme ich dann meine Legendäre Deko Rüstung“ statt zur Schule zu gehen oder zur Familienfeier zu gehen usw.

Glücksspiel in Kombination mit dem Zocken sehe ich als sehr gefährlich an, auch wenn viele Lootboxen als Harmlos ansehen. Da werden 2 Suchmittel kombiniert die nicht gut sind.

Alzucard

Eine sucht ist für mich dann eine Sucht, wenn es entzugserscheinungen gibt sobald man das süchtig machende entfernt. Das wäre Bei Spielsucht z.B. zittern, gereiztheit etc.

survivalspezi

Das gibt es wirklich. Es gibt Leute die vernachlässigen Essen, Trinken, Sozialeinteraktionen,… und der Druck etwas im Spiel erledigen zu müssen kann so groß werden das diese dann rumzappeln (zittern), usw… Es gibt zwar nicht viele, aber einige. Ich arbeite in einer WfpbM und dort haben wir 2 Leute, die genau darunter nun endlich eine Diagnöse erhalten können.

Bodicore

Wir hatten damals anfangs WoW eine extrem strenge Raidführung…

Irgendwann hat sich dann ein Vater bei uns im TS beschwert und gefragt was wir eigentlich für Menschen sind. Sein Sohn hatte sich während dem Raid eingenässt weil er sich nicht getraut hatte nach einer Pause zu fragen.

Bodicore

Ich bin schon gereizt wenn ich nicht zocken kann… Je nach Mitspieler bin ich aber auch gereizt wenn ich zocken kann… Daher ist es keine Stimmungsschwankung sondern Normalzustand

Fain

Früher galt man ja schon als süchtig wenn man täglich mehr wie 2-3 Stunden gespielt hat.

Ich kann mich noch gut an meine Wow Zeit erinnern, da hab ich täglich 8 Stunden oder mehr gespielt. Bin trotzdem jeden Tag zur Arbeit, Hab mich nie krank gemeldet um spielen zu können oder dergleichen.

Da steckte schon ein gewisser Zwang dahinter, würde ich heute behaupten. Nur waren damals meine Umstände auch andere.

Heutzutage könnte und wollte ich das gar nicht mehr so machen. Jetzt bin ich eher froh wenn ich abends mal 2 Stunden Zeit habe um mich bisschen vor die playsi zu hocken und abschalten zu können 🙂

Vallo

Heute ist es aber anders, deswegen kann man die Vergangenheit nicht als positiven Vergleich setzen. Heute ist das zocken anerkannt, immer mehr Menschen sitzen davor und das viel länger. Man macht sich kaum sorgen wenn jemand 2-3 oder 8 Stunden davor sitzt. Und hier besteht auch die große Gefahr, man desensibilisiert.
Es kann wie in deinem Fall gut enden und es passiert nicht und bei andere verbauen sich ihre Zukunft. Ist ja das selbe wie im Kasino, einige reagieren stärker auf Reize als andere.

Fain

Ja da hast du recht. Mit dem früher wollte ich nicht sagen das es da besser war, nur wurde man da halt schon komisch angeschaut wenn man sagte man spielt mehr wie 2-3 Stunden. Heutzutage gelten „paar“ Stunden als normal.

Und das es auch negativ ausgehen kann hab ich live miterlebt. Ehemaliger Arbeitskollege hatte damals seinen Job verloren und sich danach in das Spiel geflüchtet, auch aus Mangel an Perspektiven und weil er keinen Job mehr gefunden hat (oder finden wollte). Jetzt, 8 Jahre später hockt er immer noch zuhause und „zockt“. :/

Patrick Seitz

Süchtig kann man im Grunde nach allem werden. Ne eigene Bezeichnungen für Computerspielsucht hätte es in meinen Augen nicht gebraucht…

Mndsch3in

Naja doch. Man muss Süchte schon differenzieren. Ist von Mensch zu Mensch auch anders. Auch Behandlungen sind sehr verschieden.

Alzucard

klar spielsucht ist nicht gleich spielsucht.

Adam Gutwein

Natürlich kann man süchtig nach spielen werden. Ich seh es ja an den Onlinespielern. Da wird für wertloses virtuelles Zeug ein Vermögen ausgegeben und massig Zeit investiert. Mütter und Väter vernachlässigen ihren Beruf, Erziehung der Kinder oder sind sowieso schon arbeitslos, nur um virtuelle Erfolgserlebnisse am PC zu haben.
Das ist keine Charakterschwäche, das ist vor allem Dummheit und dagegen gibts keine Pillen. Wer sich rühmt sich ständig zu besaufen, ist davon genauso betroffen wie die Spieler die jede Nacht durchzocken. Man ist einfach dumm, wenn man nicht versteht dass min in der „verlorenen“ Zeit sinnvolleres tun kann. Und wenn es nur die Beseitungung des Schimmels am Computerplatz ist.

Nora mon

„Allerdings besteht auch die Gefahr, dass Tausende „normale Gamer“ nun stigmatisiert werden und einfach alle Zocker in einen Topf geworfen werden.“

Damit sind auch alle Onlinespieler gemeint

Cortyn

Suchtkranke als „dumm“ zu bezeichnen halte ich für keine gute und erst recht keine respektvolle Idee.

Fail0hr

Ist es verlorene Zeit, wenn ich Spaß daran hatte? Klar, ich könnte währenddessen auch das Klavierspielen lernen oder arbeiten oder sonstwas „sinnvolles“ tun (wobei es höchst subjektiv ist, was sinnvoll ist und was nicht).
Ehrlich gesagt ist mir persönlich aber meine Lebenszeit zu wertvoll, um sie ausschließlich mit Arbeit und Dingen, die mir keinen Spaß machen, zu verbringen. Daher verwende ich sehr gerne etwas meiner Zeit für Videospiele, häufiger auch die ganze Nacht – das macht mir nämlich Spaß.

Wenn du dein Leben anders führen und deine Zeit anders verbringen möchtest (zB mit „sinnvolleren“ Dingen), dann kannst du das gerne tun, hält dich keiner von ab.
Ich möchte dich nur bitten, andere Menschen nicht pauschal als dumm zu bezeichnen, weil sie andere Lebensentwürfe verfolgen. Und in Verbindung mit einer Suchtkrankheit ist diese Bezeichnung schlicht nicht angemessen, ganz egal, von welchen Werten und Normen man sich leiten lässt.

Mndsch3in

Jemanden als dumm zu bezeichnen weil er an einer ab 2018 anerkannten Suchtkrankheit leidet ist mal so ganz weit daneben. Ich glaube ja eher das es dir an nötiger Intelligenz und Bildung zu diesem Thema fehlt, sonst würdest du nicht so ein geistigen Müll von dir lassen.

Mandario Gee

Ich denke das ist ein ernst zu nehmendes Problem. Wenn man alle paar Tage in ein Spiel eintaucht ist es ja ok. Aber für viele ist ja der erste Schritt nach der Arbeit/Schule Richtung PC /Konsole. Und dann geht’s schon wieder ins Bett. Nur sieht man selber dieses Problem nicht. Ein Alkoholiker kapiert ja auch nicht das er zuviel trinkt. Klar kann man auch von Charakter Schwäche reden. Aber ich bin der Meinung das man bei dem ein oder anderen von einer Sucht sprechen kann.

sir1us

Ernst zu nehmen ist es, keine Frage. Aber ab wann gilt man als süchtig? Wie im Bericht steht, wenn man das zocken vor allen anderen Aktivitäten zieht und die Konsequenz kennt.

Ich nehme mich mal selbst als Beispiel. Ende 2014 kam Destiny für die Konsole, habe seitdem fast wirklich 2 1/2 Jahre durchgehend dieses Spiel gezockt und teilweise auch gesuchtet. Jahr 2015 war ganz extrem, auch bedingt einer Krankheit, zweimal innerhalb kürzester Zeit den Fuß gebrochen, war dadurch insgesamt 16 Wochen krank zuhause. Was macht man um die Langeweile zu vertreiben, entweder tv, Laptop, lesen oder zocken…2016 ging dann munter weiter. Ich habe in der Zeit weder meine Arbeit, meiner Freundin oder meine Freunde in irgendeiner weise vernachlässigt. Klar gab es mal Wochenende wo ich das zocken vor nem Partyrausch bevorzugt habe, aber bin ich deswegen gleich süchtig ? Oder habe ich einfach einen starken Charakter und kann solche Sachen auch einfach gut links liegen lassen?! Ich finde es immer super schwierig jemanden als süchtig oder weniger süchtig ?! zu bezeichnen

Mndsch3in

Jain. Suchtkrankheiten haben teils ein ganz klares Bild.
Das Thema Computerspielen ist eventuell noch einmal schwieriger zu kristallisieren weil es ja nun ein großes Hobby von vielen ist.

Jedoch kommen Suchterkrankungen meist mit Folgeerscheinungen und oder Begleiterscheinungen. Thema Computersucht wäre zum beispiel die Abkapslung vom Alttag, Freunden, Sozialen Umfeld.

Vallo

Hobby kann man bei einigen Klienten auch als einfache Ausrede sehen. Ist wie zu sagen: „Ich rauche nur hin und wieder mal.“
Man sagt es zwar, aber möchte man anschließend aufhören oder hat keinen Zugang dazu, kommen die Begleiterscheinungen und die Sucht ist existent.
Man muss es halt wie bei jedem Krankheitsbild differenziert sehen von Mensch zu Mensch. Schwierig ist es nicht zu erkennen, aber dauert länger.

Lilith

Früher hieß es man hat ein schlechten Tag und heute du hast Depression und irgendeine Störung. Man erfindet immer mehr Krankheiten.

Visterface

Hier wird nichts erfunden und ich finde das eine Frechheit so etwas zu schreiben.

Kaschube

Also Depressionen sind ja nun nicht erfunden, aber das man mit „Krankheitsbildern“ um sich wirft, da geb ich dir recht, ist heutzutage leider Mode -.-

Nora mon

Sucht ist keine „neue“ Krankheit und ne Depression ist was ganz anderes.

Früher hat man auch Leute aufgeschnitten um die Körpersäfte wieder in Einklang zubringen oder Bekloppten Eisennägel ins Gehirn gerammt um sie zuberuhigen

Fail0hr

Nur ist eine Depression nicht mit einem schlechten Tag zu vergleichen.

Du vergleichst hier das Treten auf einen Legostein mit einem Knochenbruch.

Vallo

Früher haben wir Felle getragen und uns mit Keulen erschlagen.

Den Vergleich mit der Vergangenheit zu setzten ist hierbei wirklich eine dumme Idee. Und ja, indirekt habe ich dich damit als dumm bezeichnet.

Über dieses Thema kann man ne Facharbeit schreiben die weit entfern ist von gut und böse. Früher sah man dies nunmal anders und wusste auch um einiges weniger als wir es heute wissen.

Aber die heutige Zeit mit der Vergangenen zu vergleichen und Krankheitsbilder für erfunden zu deklarieren ist eine Frechheit. Depression ist eine ernstzunehmende Erkrankung, habe darunter zwar nie gelitten, aber sehe dies häufig auf der Arbeit. Und die Sucht nach Spielen ist da genau so schlimm und da habe ich auch so viele Menschen gesehen die ihre Ausbildung, Job, Ehe und sonst was verloren haben dabei. Würdest du sie als Dumm bezeichnen? Wenn ja, dann solltest du mal in den Spiegel schauen und dich fragen ob du es nicht selbst bist. Denn so definiert man eine Sucht. Du hast keine Kontrolle mehr darüber, obwohl du es weißt.

Wenn du Lust hast kann ich dir die Unterschiede in mehrfacher Seitenauflage erklären, die es früher und heute gab und wieso man dies nicht mehr als Vergleich nutzen kann bzw. Nicht als positiven. Aber ich schätze du lässt dich nicht belehren und so viel umsonst zu schreiben möchte ich auch nicht.

Also denk mal nach und bis dann.

Mndsch3in

Ich finds extrem erschreckend was für Leute sich bei diesem Thema melden die nunmal wirklich keinerlei fundiertes Wissen dazu haben.
In diesem Fall geb ich Vallo komplett Recht.

Erweitere mal lieber deinen Horizont lieber Lilith und komm dann wieder.

sir1us

Starker Kommentar, danke

Bodicore

Naja, in der Stadt gibt es noch immer viele Menschen die Felle tragen und in einigen Ländern hauen wir uns noch immer mit Keulen auf die Nusd. So viel hat sich nicht geändert.

🙂

Aber Spass beiseite, du hast natürlich nicht unrecht…

André Saxeus

Sehe ich geteilt, weil diese Sucht definitiv besser ist als vom TV zu Sitzen und sich Röhrenmüll anzusehen. Was ich allerdings als Fehler der letzten Jahrzehnte sehe, ist das Social Media.

Nora mon

du meinst aber keine Sucht, egal welche Art man will keine Sucht haben und da gibt es kein eine ist besser als eine andere ( Sucht)

Snowblind

wenn du mal jahre lang irgendein game gesuchtet hast ( ich rede ned von 4-6 stunden am Tag sondern von 14-18 täglich über monate wenn nicht jahre.. und das wie gesagt täglich) und davon redet die who.. dann merkst du das dein vergleich absolut hinkt.. und es ist wie mit allem, klar kann man davon süchtig werden.. wenn einfach alles darunter leidet, du panik attacken bekommst, anfängst mit schwitzen zittern etc wenn du mal nur 1 tag nicht ran kannst.. ist das ernstzunehmen und nicht zu belächeln oder eben runterzuspielen indem man es mit dem „normal konsum“ eines durchschnittlichen gamers vergleicht.. und angst vor „in einen Topf werfen“ hab ich persönlich eig au nicht.. is in nem gewissen maße ein hobby ja auch mal 6h am stück…

André Saxeus

Sehe ich wie bereits gesagt geteilt, was daran jetzt hingt, ist mir ein Rätsel. Klar gibt es Leute, die verfallen in Schemen schnell doch diese sind, so oder so leicht der Sucht verfallen. Man könnte ja auch sagen wir haben 2,9 Milliarden süchtige Smartphone Nutzer. Sucht ist ein Wort was beschreibt das einer exzessiv was braucht, sonst geht es ihm schlecht und das trifft auf alle Spaten der Gesellschaft zu.

Mndsch3in

Der Witz mit dem Smartphone und der Sucht ist ja die, das es definitiv Smartphone Sucht gibt und diese auch mal mittlerweile angegang werden muss.

TestP

LOL, bin gespannt wann sie Hunger und Durst als Krankheit deklarieren. Das kann man dann nämlich so schön und einfach „behandeln“ und die Krankenkassen würden das zahlen müssen.

Ausserdem Sucht ist keine Krankheit sondern eine Charakterschwäche an der man arbeiten kann.

MfG

Nora mon

LOL, das liest sich ja wie ein Experte der Bild

Snowblind

geb ich dir recht, trotzdem ist das manchmal nicht einfach.. für ausenstehende sieht das immer so leicht aus.. is es aber leider nur nicht

Kaschube

Zitat: „Ausserdem Sucht ist keine Krankheit sondern eine Charakterschwäche an der man arbeiten kann.“

Ich würde den Satz nochmal genau überdenken oder du hast wirklich keine Ahnung was der Begriff „Sucht“ eigentlich bedeutet.

Mndsch3in

Eventuell nochmal etwas an Bildung zu diesem Thema nachholen bevor man solch Schwachsinn von sich gibt.

Vallo

Eine Sucht hat kaum etwas mit deiner kognitiven Leistung oder wie du es nennst „einer Charakterschwäche“ zu tun. Bist du stärker darin, fällst du vielleicht nicht so schnell da rein, aber das schlimme bei einer Sucht ist der biologische Faktor. Reize die du bekommst und der Körper immer und immer wieder haben möchte und beim Entzug mit zittern oder anderen Dingen folgt, das ist das schlimme, aber unerträgliche, was den Drang weiterzumachen damit es aufhört nur verstärkt.

Alastor Lakiska Lines

Allerdings besteht auch die Gefahr, dass Tausende „normale Gamer“ nun
stigmatisiert werden und einfach alle Zocker in einen Topf geworfen
werden.
____________________________________________

Die Gefahr besteht nicht, da Gamer seit 3 Jahrzehnten schon pauschal stigmatisiert werden.

Psycheater

Oh nein Gott; bin Ich jetzt krank?!? Und was soll Ich jetzt tun?!? Hilfe!!!!!!

Nora mon

Eine Runde entspanntes Spielen hilft gegen den Schock

UnleashedPride

Nein, ich nehme jeden Tag 250ml Hollandaise zu mir und wenn ich sie mal nicht bekomme werde ich quängelig… Ich denke du bist noch gesund 😀

Freeze

hab gehört Chicken Dinner helfen da auch gut

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