Die 1. Entdeckung der gamescom: der neue Shooter Caliber

Auf der gamescom 2019 konnte unser Autor Jürgen bereits Wargamings neuen Free2Play-Shooter Caliber anspielen. Lest hier, warum der Shooter gerade bei älteren Spielern gut ankommen könnte.

Was ist Caliber: Caliber sieht auf den ersten Blick ein wenig wie Call of Duty aus: Ein Shooter mit modernen Soldaten also. Hat Wargaming also einen Klon dieser Spiele im Sinn?
Eher nicht, denn Caliber ist eher wie eine Mischung aus Wold of Tanks und einem Hero-Shooter als wie Team-Deathmatch á la Call of Duty.

Eher Overwatch als CoD

Das sind die Hero-Shooter-Aspekte: In Caliber spielt ihr in 4er-Teams. Die setzen sich aus Elitesoldaten verschiedener Spezialeinheiten zusammen, die echten Militäreinheiten nachempfunden sind. So gibt es unter anderem die deutschen KSK oder die polnische GROM.

Dabei handelt es sich aber nicht nur um andere Skins: Jede Einheit bietet 4 Klassen:

  • Sturmsoldat
  • Sanitäter
  • Unterstützung
  • Scharfschütze

Doch der Sturmsoldat aus den KSK hat andere Bewaffnung, Skills und Fähigkeiten als sein Kamerad aus Polen. Damit sind die verschiedenen Soldatenklassen aus den unterschiedlichen Einheiten sowas wie einzigartige Helden, wie man sie aus Hero Shootern kennt.

Später in der Entwicklung sollen die Jungs noch eigene Rufzeichen in der Landessprache bekommen, um sie noch mehr zu personalisieren. Neue Soldaten werden, wie aus World of Tanks gewohnt, mit Spielfortschritt freigespielt.

Ein Shooter für ältere Spieler

So spielt sich Caliber: Während der Präsentation des Spiels auf der gamescom bot mir der zuständige Entwickler an, das Spiel doch schnell anzuspielen. Nichts lieber als das!

caliber-vorstellung-titel-01

Schnell war eine PvE-Session gestartet und zusammen mit 3 Mitspielern sollten wir ein Gebäude sichern und einen Landeplatz am Ende einnehmen.

So taktisch ist das Gameplay: Schon zu Beginn der Session warnte man mich: „Renn nicht allein vor, bleib bei deinem Team!“ Und recht hatten sie. Denn Caliber ist kein flotter Ego-Shooter, es ist ein taktischer Stellungskampf.

Um gegen die verschanzten KI-Gegner zu bestehen, muss man sich langsam vortasten und Gegner mit gezielten Schüssen ausschalten. Wie eine echte Militäreinheit rücken wir langsam vor und schalten präzise Gegner aus.

caliber-screenshot-01

Jeder muss seine Rolle erfüllen: Wie in einem MMORPG hat jeder von uns eine feste Aufgabe. Wenn wir das versauen, fällt das ganze Team. Denn Respawns gibt es nicht und nur der Sani kann mehrmals hintereinander gefallene Kameraden wiederbeleben.

Ich als Sturmsoldat hatte die Aufgabe, Stellungen zu flankieren und schnell auf Situationen zu reagieren. Unser Unterstützer gab Deckungsfeuer, der Scharfschütze schaltete weiter entfernte Feinde aus und der Sani warf Heilpakete ab, ohne die wir ziemlich aufgeschmissen gewesen wären.

Wer nämlich endgültig stirbt, ist permanent aus der aktuellen Runde raus und kann dann nur noch zuschauen.

So realistisch ist Caliber: Wer typische Shooter á la Call of Duty kennt, wird in Caliber schnell ein paar Eigenarten erleben:

  • Sprünge von Balkonen in voller Montur tun richtig weh! Benutzt die Treppen, wie ein normaler Mensch!
  • Wenn ihr nachladet, wechselt euer Soldat das Magazin und steckt das alte, sofern es noch Munition enthält, an den Gürtel. Das bedeutet, dass ihr besser ein Magazin leerschießt, bevor ihr wechselt, denn sonst habt ihrt am Ende nur drei halbvolle Magazine dabei. Und Nachschub ist eher selten!
  • Sprinten kostet wertvolle Ausdauer, die sich nur sehr langsam wieder regenieriert. Die Ausdaur wiederum braucht ihr zusätzlich, um eure Klassenskills zu aktivieren. Immer rumrennen ist also nicht!
Caliber Soldaten in einem Haus mit Schrotflinten

Darum ist Taktik wichtiger als Reflexe: Wie wichtig das taktische Vorgehen ist, wurde uns vor allem am Ende der Mission klar. Denn kurz vor Schluss setzte ein Helikopter weitere Gegner ab, die uns von allen Seiten bedrängten. Wir wurden völlig überrscht.

Nach und nach fiel ein Team-Member nach dem anderen. Auch mich erwischte es schnell. Selbst der heroische Sani, der mich noch rezzen wollte, wurde in letzter Sekunde von einer Granate zerfetzt.

Mein 1. Highlight der Gamescom

Wer sollte Caliber spielen? Gerade diese finale Szene zeigte mehr denn je, dass Caliber stark auf Taktik und Präzision setzt. Nur gute Reflexe zu haben reicht hier nicht. Daher ist das Spiel vor allem für ältere Spieler interessant, die zwar gerne Shooter zocken, denen aber das Tempo von Games wie Call of Duty oder Battlefront viel zu schnell und hektisch ist.

Die Zielgruppe ist also quasi die gleiche wie bei World of Tanks: Spieler über 30 mit Affinität zu Militär und realistischen Waffen.

Caliber-Squad

Jürgens Fazit: Ich fand die Idee hinter Caliber schon immer gut, nämlich ein Shooter mit geringem Tempo und eher taktischem Tiefgang. Hektisches Rumgeballere und Gehüpfe stressen mich eher.

Daher war Caliber auf der gamescom voll mein Spiel. Ich hatte wirklich Spaß und war ernsthaft enttäuscht, dass wir die Runde nicht gescheit abgeschlosen hatten. Gerne hätte ich noch ein paar Runden Caliber gespielt, auch im PvP.

Wir streamen für euch live von der gamescom 2019 – Hier ist unser Programm
Autor(in)
Deine Meinung?
Level Up (15) Kommentieren (12)
Passwort vergessen

Bitte gib Deinen Benutzernamen oder Deine Email-Adresse ein. Du erhälst einen Link, um ein neues Passwort per Email zu erstellen.