Far Cry 5: Nur Weiße als Gegner? – Unrealistisch, packt Schwarze rein

Eine Sekte von fanatischen Christen als Gegner im neuen Far Cry 5? Das gefällt nicht jedem oder gibt zumindest Anlass, um kräftig zu trollen.

Ubisoft hat Fa Cry 5 vorgestellt. Als Gegner hat man eine christlich-fundamentalistische Sekte auserkoren. Das wird in der gereizten Stimmung der USA zum Politikum.

Denn durch die USA geht ein Riss: An den Küsten und in den Großstädten haben viele Menschen andere Ansichten und Probleme als auf dem Land. Die gesellschaftlichen, religiösen und wirtschaftlichen Unterschiede bergen enormen Zündstoff in einer gespaltenen Gesellschaft.

Far Cry enthält politischen Sprengstoff – und Trolle haben Feuerzeuge – For the lulz

Ein Spiel, das zumindest im Hintergrund, mit diesem Gefälle spielt, wird zu einem Politikum: In den Augen mancher dämonisiert es die hart arbeitende, christliche-konservative Landbevölkerung und macht sie zu Schurken. In den Augen jener Krtiker werden damit politisch Ziele verfolgt.

Im Internet gibt es aber auch Leute, die so eine Situation genießen – an Orten wie 4chan ist eine Kultur des „for the lulz“ entstanden. Allein des Spaßes wegen sticht man in solche Wespennester und freut sich, wenn ordentlich was passiert. Politische Korrektheit und jede Art von Beschränkung der Redefreiheit sind der Erzfeind. Es gibt keine Tabus, keine Rücksichtnahme auf Gefühle oder Sensibilitäten. Die Anonymität schützt die Zündler.

Da ist Far Cry 5 eine willkommene Einladung. Auf der Petitions-Plattform Change.org wurde nun eine Petition gestartet, dass Ubisoft aufhören soll, Far Cry 5 zu entwickeln. Als Urheber der Petition ist „Gamers United“ genannt, die sich als Sprachrohr aller amerikanischer Gamer verstehen – oder so.

FarCrty5 Prediger

Schurken in Far Cry 5 sollten zu Islamisten werden – Außerdem mehr Schwarze und Mexikaner

Man fordert, Ubisoft müsse unbedingt die Schurken in Far Cry 5 ändern. Die seien total unrealistisch. Das müssten Islamisten sein, auch Gewalt durch „innerstädtische Gangs“ wäre auf dem Vormarsch.

Selbst wenn man amerikanische Christen als Schurken verwendet, müsste man dann mehr Rassen-Abwechslung reinbringen – und nicht nur Weiße an den Tisch setzen. Es gebe eine Menge Nationalitäten – Ubisoft solle doch ein paar Schwarzer und Mexikaner reinwerfen.

Als Tipp für Ubisoft hat man noch, das Setting dem Markt anzupassen. Für Frankreich sei Antiamerikanismus ja okay. Aber für Amerikaner sicher nicht. Für den US-Markt sollte man Far Cry 5 lieber in Kanada ansiedeln.

Petition als Satire

Die Petition ist als beißender Spott zu erkennen mit einigen Anspielungen auf 4chan-Dauer-Themen wie Gamergate. Es ist ersichtlich, dass es hier um „for the lulz“ geht.

Ironischerweise ist Ubisoft zumindest einer dieser Forderungen nachgekommen, wahrscheinlich ohne sie zu kennen. In einem Bild, das einen größeren Ausschnitt der bekannten Cover-Art zeigt, ist ein Schwarzer zu sehen. Vielleicht besänftigt das ja „Gamers United.“

FarCry5 Tafel

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Far Cry 5: Release-Datum & Trailer – Kampagne im Koop spielbar

Autor(in)
Quelle(n): Forbes
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