EVE Online: Botter-Problem wird zur Plage, Spieler haben die Schnauze voll

Bots sind ein Problem in Onlinespielen, gerade in EVE Online. Denn wer Bots benutzt, kann das gesamte Wirtschaftssystem durcheinanderbringen und auch die Machtverhältnisse verschieben.

Obwohl CCP Games ankündigte, härter gegen die Spieler vorzugehen, die Bots nutzen, droht die Situation aktuell zu eskalieren. Der EVE-Online-Spieler Stu Miner bemerkte, dass sich Nyx-Spieler der Organisation „Ukrainian Soviet Socialistic Republic“ sehr merkwürdig verhielten. Die Schiffe schienen ihn überhaupt nicht wahrzunehmen. Selbst mächtige Kampfschiffe, die leichtes Spiel mit ihm gehabt hätten, ignorierten ihn. Gemeinsam mit Freunden lauerte er dann mehreren Schiffen der Organisation auf und zerstörte diese – problemlos. Dies war für ihn ein eindeutiges Zeichen dafür, dass hier Botter am Werk waren, deren Schiffe von Skripten gelenkt wurden.

EVE-Online-Skins

Bots schaden der Wirtschaft im Spiel

Die Situation kochte innerhalb der Community über, als dies bekannt wurde. Denn Botting in einem so großen Stil, wie es die „Ukrainian Soviet Socialistic Republic“ tut, schadet dem Spiel:

  • Botter farmen die Ingame-Währung ISK, ohne etwas dafür tun zu müssen
  • Im Monat können alle Nyx-Bots 1,1 Billionen ISK farmen, wenn sie nur 10 Stunden am Tag aktiv sind
  • Bei 24-Stunden-Aktivität schaffen die Nyx-Bots 2.6 Billionen ISK
  • 1,6 Milliarden ISK sind etwa 500 PLEX wert, mit denen man sich die 20 Dollar für ein Abo leisten kann
  • Werden also 1,1 Billionen ISK im Monat bei 10 Stunden Aktivität gefarmt, können Bots etwa 13,750 Dollar erwirtschaften
  • Da Real Money Trading möglich ist, machen Botter sehr viel Geld im Spiel
  • Je mehr ISK den Markt fluten, desto weniger Wert wird die Arbeit von ehrlichen ISK-Farmern
  • Zahlende Kunden fühlen sich wertlos
  • PLEX werden immer teurer

EVE Online - Amarr Fleet

Bots können das Machtgefüge stören

Das sind schwerwiegende Auswirkungen auf die Wirtschaft des Spiels. Doch es kommt noch dicker. Denn Botter können nicht nur die Wirtschaft im Spiel beeinflussen, sondern das gesamte Machtgefüge:

  • Spieler, die durch Bots reich geworden sind, kaufen sich mit dem Geld mächtige Kampfschiffe
  • Sie greifen die Organisationen von Spielern an
  • Mit illegal „erbottetem“ Geld und den damit gekauften Super-Flotten können die Organisationen geschwächt oder ausgelöscht werden
  • Kriege kosten in EVE Online teilweise Hunderttausende von Dollar, da die zerstörten Schiffe auch wieder ersetzt werden müssen

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Maßnahmen gegen Botter bringen kaum was

Da die Maßnahmen von CCP Games, gegen die Botter vorzugehen, offenbar nicht fruchten und die Organisation „Ukrainian Soviet Socialistic Republic“ weiterhin ihren spielschädigenden Aktivitäten in EVE Online nachgeht, sind derzeit viele Spieler des MMOs sauer. Auch Community-Manager Paul Elsy spricht von einer „Plage“.

Selbst wenn die Entwickler Tausende an Accounts wegen Botting sperren, die Spieler glauben nicht, dass es momentan eine effektive Methode gibt, die das Botting eindämmen kann.

Die „Ukrainian Soviet Socialistic Republic“ operiert Spielern zufolge seit fünf Jahren im MMO und erst jetzt kam der Verdacht auf, dass sie Botting betreiben. Dann kann man sich ja vorstellen, welchen Schaden sie bereits anrichten konnten. Nun liegt es an CCP Games, der Organisation Botting eindeutig nachzuweisen und dagegen vorzugehen. Doch es werden noch deutlich mehr Botter in EVE Online unterwegs sein, weswegen die Spieler nun die Sache auch selbst in die Hand nehmen wollen, um das MMORPG zu retten.

CCP Games arbeitet schon an Maßnahmen, wie man noch besser gegen Botter vorgehen kann.

Autor(in)
Quelle(n): PCGamer
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