EA will Director feuern, weil er zu Kollegin von Schwanzvergleich sprach

Der Gaming-Publisher Electronic Arts will sich von einem hochrangigen Mitarbeiter trennen. Der Senior Director von EA Irland, Philipe Grenet, soll gehen. Ihm wird vorgeworfen, gegenüber einer Kollegin eine unangebrachte Bemerkung gemacht zu haben. Eine einstweilige Verfügung kommt jetzt der Entlassung dazwischen.

Wer wurde da gefeuert? Philippe Grenet (56) wurde entlassen. Das ist Senior Director of Global Delivery Service für EA Ireland. In dem Job ist er Chef von 420 Mitarbeitern in Galway, Irland, und von 80 Angestellten in Texas, USA. Er verdiente 160.000€ im Jahr.

Das berichtet die größte Tageszeitung Irlands, Irish Independent, auf ihrer Online-Seite in der Rubrik über aktuelle Gerichtsfälle.

Ärger um Wortwahl „Schwanzvergleich“

Was wurde ihm vorgeworfen? Grenet soll zu einer Kollegin in Texas gesagt haben: Er werde nicht, „seinen Schwanz rausholen und ihn auf den Tisch legen, um zu sehen, wer den größeren hat.“

Grenet streitet ab, diese Worte gewählt zu haben. Er räumt aber ein, er habe zu einer Kollegin in einer „Eins-zu-Eins“-Video-Schalte gesagt: „Ich möchte nicht die Länge meines Schwanzes vergleichen.“

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Battlefield 5, eins von EAs aktuellen Spielen

Grenet glaubt, Kollegin wolle ihn loswerden

Das sagt Grenet: Grenet räumt mittlerweile ein, die Bemerkung sei unelegant, ungeschickt und keine gute Idee gewesen. Er wollte damit ausdrücken, dass er die andere Person nicht bei einer Arbeitsgelegenheit herausfordern wollte.

Grenet sagt weiter, die Person um die es geht, Tracy Simmons, habe sich ihm gegenüber oft negativ verhalten und habe seine Autorität als ihr Vorgesetzter untergraben. Ihre Aussage jetzt sei von böser Absicht geprägt.

Die Entscheidung von Electronic Arts sei ein Fehler und unfair, weil der Vorfall nicht richtig untersucht wurde.

Grenet fürchtet, die Vorwürfe würden seine Karriere und berufliche Zukunft negativ beeinflussen. Er habe eine lange Karriere in der Gaming-Industrie und sich immer ehrlich und anständig verhalten.

Das sagt Grenets Anwalt: Der Anwalt von Grenet führt an, dass Englisch nicht dessen Muttersprache sei. Grenet sei verheiratet und habe einen jungen Sohn. Er sei erst 2018 von Frankreich aus nach Irland gezogen.

Die Anschuldigen seien aus dem Kontext gerissen von jemandem, der Grenet loswerden wolle. Die Untersuchung des Vorfalls durch EA sei chaotisch und von Vorurteilen geprägt gewesen.

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FIFA 19 – ein anderes aktuelles Spiel von EA.

Gericht verhindert Entlassung

So war der zeitliche Ablauf: Der Vorfall in der Video-Schalte soll am 9. November geschehen sein. Kurz danach sei Grenet in einem kurzen Meeting mitgeteilt worden, dass er suspendiert sei. Grenet wurde dann am 14. November gefeuert, nur wenige Tage nach der Beschwerde.

Das ist jetzt passiert: Der High Court von Irland, das Oberste Zivil- und Strafgericht der Republik, hat am Donnerstag, dem 6.12., eine einstweilige Verfügung erlassen, dass Grenet nicht gefeuert werden kann. Er darf bis auf Weiteres weder entlassen noch versetzt werden.

Das Gericht will in der nächsten Woche wieder zusammentreten.

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Autor(in)
Quelle(n): Indepent.Iegamerant
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