Der Protagonist
Jeder kennt ihn: den typischen Spieler, der seinen Charakter als den berühmten Protagonisten, den Anführer der Gruppe, sieht. Er weiß immer alles. Kann alles. Hat immer die perfekte Lösung und den ultimativen Plan parat. Und überhaupt ist er der Coolste, weshalb sich die ganze Kampagne und die gesamten Ebenen des Multiversums um ihn drehen, ist ja klar.
Was jetzt erstmal überzogen und lustig klingt, kommt leider häufiger in Gruppen vor und wird auch schnell nervig. Denn Dungeons & Dragons bleibt ein Gruppenspiel und jedem Charakter sollte es möglich sein, im Spotlight zu stehen, sich austoben zu können und mit der Geschichte und der Welt verbunden zu sein. Ausnahme natürlich, wenn ein Spielleiter ein Solo-Spiel mit einer Person spielt.
Ist ein Charakter also von vorneherein schon mit pompöser Hintergrundgeschichte ausgestattet, die ihn möglichst überall verankert und spielt der jeweilige Spieler ihn auch noch immer wieder in den Vordergrund, sollte schnell die Bremse gezogen werden, sonst wird es schnell ungemütlich.
Es ist okay häufiger die Initiative zu ergreifen oder auch der Anführer der Truppe zu sein. Trotzdem sollten alle Spieler und ihre Charaktere gleich wichtig sein, um allen denselben Spielspaß zu ermöglichen. Denn im optimalen Fall sollten alle Spieler-Charaktere Protagonisten sein, oder nicht?
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