Destiny 2: Spieler meckern schon vorm Release über das Balancing

Das Balancing in Destiny 2 ist bereits Wochen vorm Release Grund für Hohn und Spott der Fans.

Das Balancing der Waffen in Destiny 1 war ein Quell steten Kummers. Mal waren Schrotflinten zu stark, mal dominierten die Scharfschützengewehre. Über lange Zeit galten Granaten als zu heftig und dominant. So richtig zufrieden war keiner mit der Balance in Destiny 1.

Jetzt ist das Balancing schon Wochen vorm Release von Destiny 2 unter Beschuss. Ein „Fake-Tweet“ des Waffengurus von Destiny, Jon Weisnewski, macht die Runde auf reddit.

Fake-Tweet des Destiny-Waffenchefs „Wir balancen gar nicht mehr“

Da heißt es:
„Wir haben lang und hart darüber nachgedacht, wie wir Destiny 2 balancen. Wir haben viel von Destiny 1 gelernt. Wir bei Bungie haben entschieden: Es wird kein Balancing in Destiny 2 geben. Überhaupt keins. Nur Fusionsgewehr-Nerfs.“

Balancing in Destiny 2

Noch mal: Das ist ein Witz von jemanden. Weisnewski hat das nicht getweetet. Aber es zeigt, wie delikat das Thema ist.

Das Balancing: Man kann’s keinem Recht machen

Die Probleme in Destiny 1 lagen vor allem darin, dass zu jeder Zeit eine bestimmte Waffengattung oder Taktik im PvP als überlegen angesehen wurde. Wer je nach Patchlage nicht diese Waffenkombination spielte oder den angesagten Spielstil bevorzugte, sah sich im Nachteil.

Was im Einzelnen zu stark war, wechselte von Patch zu Patch. Waren am Anfang einzelne exotische Waffe wie die Vex Mythoclast, die Suros Regime oder die Dorn „zu stark“, waren es später einzelne, legendäre Waffen mit übertriebenen Perk-Kombination. Nachdem Bungie das generft hatte, war die Zeit von bestimmten „Archetypen“ legendärer Waffen gekommen.

Destiny-Felwinters-Luege

Eine der ersten „Super-Waffen“ in Destiny. Aber nicht die letzte.

Aus Bungies Sicht war es insgesamt Problem, dass das PvP zu schnell war. Spieler haben in jedem Patch eine Möglichkeit gefunden, die Gegner in der minimalen Zeit auszuschalten.

Destiny 1: Zig Methoden probiert, um das PvP zu verlangsamen

Versuche, Spieler dazu zu drängen, auf Primärwaffen zu setzen und das PvP langsamer zu machen, schlugen immer wieder fehl.

Bungie hat im Laufe der Jahres alles Mögliche unternommen:

  • hat Waffengattungen grob generft
  • hat „Super-Perk-Kombinationen“ gestrichen
  • hat Munition begrenzt,
  • hat Feintuning an bestimmten Waffensub-Gattungen betrieben.

Nichts hat wirklich geholfen.

Destiny-Matador

Destiny 2: Jetzt mit dem Holzhammer

Mit Destiny 2 ändert Bungie das Waffensystem nun so, dass Spieler gezwungen werden, Primärwaffen zu nutzen. Das PvP ist nun deutlich langsamer als das PvP in Destiny 1: Spieler halten mehr aus, machen aber auch weniger Schaden.

Auch das gefällt längst nicht jedem. Es wird bemängelt:

  • dass man nun als Einzelner nicht mehr so viel reißen kann wie in Destiny 1. Konnte ein starker Spieler in Destiny 1 noch drei Gegner gleichzeitig ausschalten, sei das in Destiny 2 nicht mehr möglich.
  • unterlegene Spieler könnten sich nun aus einem Kampf einfach zurückziehen, weil man zu lange braucht, um sie auf der Flucht zu erschießen.
  • und „Team-Shots“ würden immer wichtiger, man muss also mit mehreren Spielern auf einen Gegner feuern, um ihn sicher zu erledigen. Der Skill, schnell zu zielen, zu feuern und zu treffen, sei nun weniger wichtig.
  • Allgemein fühle sich das PvP nun nicht mehr schnell, sondern langsam an.

Andere Spieler freuen sich hingegen über die neue Balance und empfinden die als „taktischer.“

Es scheint so, als würde uns die Balance auch in Destiny 2 beschäftigen. Die Spieler machen sich zumindest schon jetzt darüber lustig. Ein gutes Zeichen.

In diesem Artikel schauen wir uns an, wie die Balance-Änderungen genau wirken:

Destiny 2: TTK – So schnell (oder lahm) ist das PVP wirklich

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