Blade & Soul: Ärger um Namensreservierung – NCSoft-Mitarbeiter klauen Naruto

Blade & Soul erntet einen Shitstorm, denn viele Spieler fühlen sich bei der Namensreservierung betrogen, da GMs ein Vorrecht haben.

7 Wünsche hast du frei…

Passend zum Start der Namensreservierung braut sich über dem Spiel Blade & Soul Ärger zusammen. Wer sich in den vergangenen Wochen ein Gründerpaket des Spiels gesichert hat, der sollte eigentlich in den Genuss einiger Namensreservierungen kommen – je nach Paket entweder einen oder zwei. Spieler, die für so einen Service extra Geld ausgeben, sind dann häufig Spieler, die auf einen prominenten Namen aus sind und von dem sie befürchten, der wäre sofort vergriffen.

Der Startschuss dafür sollte für alle Spieler zeitgleich fallen, damit das Ganze fair abläuft. Und der Startschuss fiel gleichzeitig. Zumindest für die Spieler.

Blade and Soul Creepy character

Lange Gesichter bei der Namenswahl – da waren die GMs wohl schneller.

GM sichert sich den Namen Naruto, sagt „Ist nicht fair, aber ist halt so“

Gamemaster und Communitymanager konnten sich bereits im Vorfeld bis zu 7 Namen sichern. Darunter fielen auch Namen von Animecharakteren oder anderen beliebten Figuren. Auf Twitter wollte man den Communitymanager Youmukon zur Rede stellen. Der GM hatte sich in Europa den Namen „Naruto“ gesichert. Der GM gab zu, das sei nicht fair, aber einer der wenigen Vorteile, die der Job so mit sich bringe.

Von außen doppelt bitter: Über Twitter scherzen der EU-Naruto und der NA-Naruto über die Namen und frotzeln einander. Beide sind Angestellte von NCSoft. Hinter dem nordamerikanischen Naruto verbirgt sich die Brand-Managerin Julianne Harty, die sich später dafür entschuldigen wird, wie das auf Außenstehende gewirkt haben muss.

Als sich verstärkt Fans einmischen, endet die Diskussion in dem Tweet.

„Ehrlich gesagt interessiert es mich nicht, was die Leute denken, denn sonst würde ich diesen Job hier gar nicht machen.“

In den sozialen Medien begann dann erst der richtige Aufschrei, zahllose hasserfüllte Kommentare wie „Mitarbeiter des Jahres: CM interessiert sich nicht für Community“ oder „Gut gemacht. Jetzt entferne dich selbst aus dem Genpool“ waren noch die milderen Reaktionen.

Den Sturm kontrollieren

Im offiziellen Forum versucht man unterdessen die Wogen zu glätten und hat einige Begründungen für das Vorrecht der Gamemaster verraten.

  • Bestimmte NPC-Namen und Charaktere des Spiels wurden mit Absicht gesichert. Niemand soll „Mushin“ auf dem Server „Mushin“ heißen können.
  • Einige Leute verkaufen beliebte Namen. Etwa bei den Namen „Naruto“ wäre es in anderen Spielen schon vorgekommen, dass dieser dann für 400$ oder mehr verkauft würde. Durch die Sicherung solcher bekannter Namen will man dies verhindern. Es wäre darüber hinaus „sehr wahrscheinlich, dass diese Namen später wieder zugänglich gemacht werden.“
  • Im aktuellen System können Gamemaster ihren Charakter nicht von Server zu Server wechseln lassen. Deshalb haben sie 7 Namensreservierungen gehabt, um sich auf verschiedenen Servern einzudecken.

Zum Abschluss entschuldigt man sich:

„Seid versichert, wir wollen Euch nicht um Euer Geld betrügen oder das System ausnutzen. (…) Viele Kritikpunkte hier sind legitim und gültig, aber wir sind in erster Linie Mitarbeiter von NCsoft und dann selber Gamer – nicht anders herum. Unsere Priorität ist der Spaß der Spieler und vieles was wir tun geschieht nicht, um uns selbst mit einem Vorteil auszustatten, indem wir uns heiß geliebte Animenamen schnappen. Stattdessen halten wir die Augen nach Problemen aus, die es schon in der Vergangenheit gab und wollen diese vermeiden.“

Blade and Soul Kung fu Master

Der Kampf um die Namen wurde schon vor dem Anpfiff entschieden.

Mein-MMO meint: Auf der einen Seite vollkommen verständlich ist, dass Gamemaster und Communitymanager bei der Namenswahl ein gewisses Vorrecht haben sollten, denn viele von ihnen sind bereits bekannt und es könnte zu Verwechslungen kommen, wenn man diese Namen belegt.

Auf der anderen Seite ist es äußerst unprofessionell, in einem Tweet den Fans mitzuteilen, dass es einem Communitymanager „echt nicht interessiert, was die Leute denken“. Zwar wurde der Tweet ein bisschen aus dem Kontext gegriffen, eine solche Aussage sollte man sich als CM aber dennoch verkneifen. Von daher: Der Shitstorm ist durchaus begründet – hier hätte man mehr Transparenz zeigen können.

Danke auch an unseren Leser „Artur“, der unsere Aufmerksamkeit auf das Thema gelenkt hat.

Autor(in)
Quelle(n): reddit.com/r/bladeandsoul/bladeandsouldojo.com
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