ARK: Community glaubt, chinesische Cheater kriegen Sonderbehandlung

Die Spieler von ARK Survival Evolved vermuten, dass der chinesische Tribe TEA in Verbindung zu Snail Games steht. Deshalb könne der Clan ohne Konsequenzen gegen die Regeln verstoßen und Cheaten. Snail Games ist ein chinesischer Publisher, der Anteile an ARK gekauft hat. Studio Wildcard hüllt sich in Schweigen.

Anfang Mai fand eine Bann-Welle in ARK Survival Evolved statt, von der mehr als 100 Accounts weltweit betroffen waren. Der Tribe TEA wurde nicht gebannt. Dabei versuchen Spieler seit Monaten gegen den Tribe TEA auf den offiziellen Servern von ARK Survival Evolved vorzugehen.

Immer mehr Berichte über den chinesischen Clan verbreiten sich in der Community, in denen Spieler ihren Unmut und Zorn über TEA äußern. Es wurden außerdem Video-Beweise geliefert, in denen deutlich wird, dass TEA in ARK betrügt.

TEAs Mitglieder benutzen etwa Aimbots zu ihrem Vorteil.

ARK TLC Parasaur

Der Betrug von TEA beeinflusst andere Spieler im PvP hart

ARK Survival Evolved ist ein Survival-MMO, in dem sich Spieler zu Tribes (Clans) anschließen können. Es geht darum in einer gefährlichen, prähistorischen Welt ums Überleben zu kämpfen und sich weiter zu entwickeln. Tribes bauen dazu Basen auf und zähmen sich Dinos als Nutztiere.

Eine Möglichkeit, um an neue Ressourcen zu kommen, ist es, andere Tribes zu töten und deren Besitz zu stehlen. Durch Cheats wie Aimbots, werden die Spieler um einen fairen Wettkampf beraubt und ziehen immer den kürzeren. Deshalb sind die ehrlichen Spieler besonders wütend. Es kann Stunden dauern auch nur einen einzigen Dino zu zähmen. Diesen an offensichtliche Betrüger zu verlieren, ist für viele ein harter Schlag ins Gesicht.

Hinzukommt, dass Spieler jederzeit von Server zu Server wandern dürfen und TEA so überall auf den offiziellen Servern sein Unwesen treiben kann. Und TEA ist schon seit Monaten dafür bekannt im massiven Umfang zu betrügen, wo man nur betrügen kann.

ARK-Titanoboa

TEA und die Verbindung zu Snail Games – Was ist dran?

Die Verbindung zu TEA und Snail Games sind Vermutungen aus der ARK-Community. Handfeste Beweise gibt es hier keine. Die Community glaubt, dass TEA entweder Geld an Snail Games zahlt oder eine Beziehung anderer Art zwischen Publisher und Clan besteht. So gibt es den Verdacht, dass Mitarbeiter von Snail Games selbst Mitglieder des Clans sein.

Dass TEA Geld an Snail Games bezahlt, ist eher unwahrscheinlich. TEA bot bereits 10.000 Dollar an andere Spieler, um ihre Tribes zu kaufen. Der Verdacht kam auf, da TEA stets mit seinem Reichtum angibt. So hat man hier angeboten, Server für 10.000$ zu kaufen.

TEA

Die Spekulationen, um der Verbindung zwischen Snail Games und TEA hat noch einen weiteren faden Beigeschmack. Manche Spieler denken, dass Snail Games das Studio WildCard kontrolliert, seit sich die Chinesen bei ARK Survival Evolved eingekauft haben.

Deshalb vermutet man auch, dass Wildcard den TEA-Tribe gar nicht bannen darf, weil es sonst Ärger mit Snail Games gäbe.

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Wildcards Schweigen lässt Spielraum für Vermutungen

Studio Wildcard schweigt sich über die Situation und Anschuldigungen aus. Insgesamt ist Wildcard seit Release recht still geworden, was die Spieler besorgt.

Die einzige Antwort die Spieler auf ihre Fragen bezüglich TEA bekommen: Das Enforcement-Team sei für solche Fälle zuständig und diese werden nie mit der Community diskutiert. Das Enforcement-Team sorgt dafür, dass Regeln eingehalten werden und bestimmt, welche Accounts einen Bann erhalten.

Es ist durchaus legitim, dass ein Studio solche Fälle prinzipiell nicht an die Öffentlichkeit trägt. Jedoch lässt das Schweigen im Falle TEA so viel Freiraum für Spekulation und Gerüchte, dass Wildcard mit diesem Schweigen nur Unmut erzeugen kann.

ARK-Yutinarus

Die Antwort der Spieler: Eine globale Jagd auf TEA

Die Spieler empfinden die Situation als unfair und fühlen sich von den Entwicklern betrogen und im Stich gelassen.

Seit der großen Bann-Welle Anfang Mai, haben sich immer mehr Spieler gegen TEA verschworen und möchten auch auf die Situation aufmerksam machen. Es tauchen Postings und Videos von Spielern auf, die TEA jagen und versuchen, gegen den Clan vorzugehen.

Die Wut auf den Tribe und die Situation ist groß. Überall in der Community sind die drei großen Buchstaben TEA zu sehen.

Andere Spieler raten mittlerweile davon ab, auf offiziellen Servern zu spielen, um damit dem TEA-Problem zu entkommen. Auch die Community-Manager von ARK Survival Evolved müssen sich derzeit einige böse Worte bezüglich TEA anhören. Doch die haben vermutlich nur wenig Einfluss auf die Situation.

Wieso TEA so handeln darf bleibt ein Rätsel

Die Bann-Welle Anfang Mai war nicht die erste, die der Tribe überlebt hat. Spielern ist es ein Rätsel, warum die offensichtlichsten Betrüger von ARK unbehelligt bleiben.

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