Dariusz hat das große Oktober-Update von ARC Raiders bereits gespielt und mit Frozen Trail wieder Lust bekommen, den Shooter zu zocken. Doch das große Problem des Spiels bleibt bestehen: Wie lange kann ARC Raiders die Lust wahren?
Am morgigen 8. Oktober 2026 erscheint mit Frozen Trail das neue Update von ARC Raiders. Es ist der erste Content-Drop, seitdem sich die Entwickler im Mai dazu entschieden haben, die Update-Frequenz drastisch herunterzufahren und nur noch zweimal im Jahr neue Inhalte zu veröffentlichen.
Bei einem Preview-Event von Embark spielte ich die neuen Inhalte von Frozen Trail mit drei weiteren Journalisten. Dabei testete ich unter anderem die neuen Gadgets und Waffen, erkundete die Map Pendola Pass und traf zwei der drei neuen ARC-Gegner.
Obwohl sich in unserem Team vor dem Event keiner kannte, hatten wir gemeinsam viel Spaß in ARC Raiders. Das lag auch an den neuen Inhalten, aber auch an der größten Stärke des Spiels.
Atmosphärisches Dörfchen mit zukünftigem Highlight in der Nachbarschaft
In unserer ersten Runde lag der Fokus darauf, sich erstmal die neue Map „Pendola Pass“ anzuschauen. Dabei handelt es sich um eine abgelegene Bergregion im Norden des Rostgürtels. Dort gibt es wie gewohnt verschiedene interessante Orte und Loot-Zonen. Wir waren etwa in einem leeren Supermarkt, liefen durch ein kleines verschneites Dörfchen und kämpften uns durch einen Bahnhof mit Zug-Wracks.
Direkt neben dem Dorf befindet sich zudem ein gefallener Emperor – das ist ein riesiger ARC, der betreten werden kann. Das soll eine Art Dungeon sein, den wir uns während des Preview-Events jedoch nicht ansehen konnten.
Unterwegs trafen wir auch zwei der neuen Gegner, den Bully und den Skulker.
- Der Skulker ist ein kleiner, fieser Drecksack, der sich an euch heranschleicht und heimlich in den Rücken schießen will. Alles in allem ist ein einzelner Skulker aber nicht sonderlich gefährlich.
- Der Bully ist ein bulkiger ARC, der übermotiviert auf euch zustampft und Ärger macht. Endgame-Raider werden mit ihm wahrscheinlich keine Probleme haben, Free-Loadouts oder Raider mit Earlygame-Ausrüstung könnten wiederum etwas leiden.
Insgesamt ist es aber schön zu sehen, wie das ARC‑Repertoire wächst und uns immer mehr unterschiedliche Roboter den Garaus machen wollen. Die Map selbst wirkt derweil sehr atmosphärisch und fügt sich gut in die bisherige Auswahl der Karten ein.
Wie sich Pendola Pass in hitzigen PvP-Schlachten darstellen wird, zeigt sich, sobald alle Spieler Zugriff haben. Gefechte gegen andere Raider waren wegen des limitierten Zugangs zu dem Event leider Mangelware. Voraussichtlich wird uns allerdings kein zweites Stella Montis erwarten.



Als Endzeit-Spider-Man durchs verlassene Skiresort
In der zweiten Runde testeten wir die neuen Amplified Weapons. Hierbei werden bereits bestehende Waffen wie die Stitcher oder die Rattler an einer Werkbank im neuen Outpost umgebaut bzw. mit neuen Aufsätzen bestückt, um sie zu verstärken. Wir konnten die Waffen zwar nicht selbst modifizieren, allerdings ein paar im Vorfeld angepasste Waffen spielen.
Mir fiel dabei eine Renegade in die Hände, die ein Visier mit Zoom bekam. Das empfand ich als erfrischende Abwechslung, die auf der weitläufigen Schnee-Map durchaus gelegen kam.
Neben den Amplified Weapons testeten wir uns in der zweiten und dritten Runde vor allem durch die neuen Gadgets. Mein großes Highlight ist dabei der neue Enterhaken, der als Schnelleinsatz-Gadget mit der Seltenheitsstufe „ungewöhnlich“ (grün) bereits früh im Spiel günstig verfügbar sein wird.
Mit dem Enterhaken könnt ihr beispielsweise Häuser hinaufklettern oder euch von Klippen hinabseilen. Als meine Spielfigur sich eigenmächtig dazu entschloss, nach dem Hinaufklettern auf der anderen Seite eine erhöhten Position in den Tod zu stürzen, konnte ich mit dem Haken sogar den Fall in der Luft abfangen und mich dann kontrolliert zu Boden lassen.
Insgesamt bietet der Haken tolle Manövrierbarkeit und ein leichtes Spider-Man-Feeling inmitten der ARC-Raiders-Endzeit, da es möglich ist, sich über Abgründe hinwegzuziehen oder am Seil ein bisschen hin und her zu schwingen, den Haken zu lösen und neu zu platzieren.
In der dritten Runde haben wir eigentlich nur noch rumgeblödelt und als Gruppe etwas Spaß gehabt. Wir testeten die Grenzen des neuen Leinenwerfers sowie der Leinengranate aus und zogen damit uns oder fliegende ARC zu Boden, spielten Banjo und Mundharmonika und machten mit der neuen Kamera ein paar Gruppenfotos und Selfies.
Rettung oder Untergang? Frozen Trail bringt kurzfristig extremen Spaßfaktor
Ich hatte wirklich viel Spaß bei der Preview von Frozen Trail. Der neue Enterhaken ist eine richtig gute Erweiterung für das Spiel und die Map gefiel mir auf den ersten Eindruck ebenfalls. Sie ist atmosphärisch und könnte mit dem gefallenen Emperor sogar eine spannende Endgame-Aktivität liefern.
Die große Stärke des Updates ist, dass ARC Raiders auch 1 Jahr nach Release genau in dem Aspekt glänzt, der es so besonders macht: das lockere Gameplay mit Freunden und tolle soziale Interaktionen mit anderen Spielern.
ARC Raiders ist aufgrund der Third-Person-Perspektive für mich nie ein Spiel gewesen, in dem ich ultra kompetitiv gegen andere Spieler antreten wollte, obwohl ich als ehrgeiziger Schwitzer eigentlich für PvP brenne. ARC Raiders ist DAS Spiel für absurde Gespräche im Voice-Chat und für Schabernack mit völlig Fremden.
Die neue Kamera ist für den Extraction-Shooter deshalb die perfekte Erweiterung und ich sehe mich schon, quasi nackt und nur mit Kamera ausgestattet, durch die Maps zu laufen und Fotos von Raidern zu schießen, die gerade in hitzigen Gefechten um ihr Leben kämpfen.
Ich habe richtig Bock auf Frozen Trail und die neuen Inhalte – dennoch glaube ich nicht, dass das Update die große Kehrtwende bringt.

ARC Raiders verliert seit Monaten stetig Spieler und benötigt ganz dringend ein abwechslungsreiches Endgame und ein Progressionssystem, das stundenlangen Grind lohnenswert macht, ohne repetitiv zu wirken. ARC Raiders benötigt Loot, der uns beim Öffnen eines Spindes mit Dopamin überschüttet. Etwas, das für Aufregung, Spannung oder Glücksgefühle sorgt.
In Frozen Trail habe ich davon allerdings nichts gesehen.
Ich hatte dennoch mein Vergnügen und werde mit Frozen Trail wieder einige Stunden ARC Raiders zocken. Das Update ist gelungen. Dennoch sehe ich nicht, wie es den Abfall der Spielerzahlen bremsen soll. Ich erwarte, dass sich abermals tausende Spieler das Update anschauen werden, dabei wahrscheinlich ebenfalls Spaß haben und gegebenenfalls sogar ein positives Wort in den sozialen Netzwerken verlieren, aber 1-2 Wochen später bereits wieder etwas anderes zocken.
Frozen Trail ist gut, aber es krempelt die Probleme von ARC Raiders nicht um.
Habt ihr schon dank Frozen Trail wieder Lust auf ARC Raiders? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!
Falls ihr nochmal eine geordnete Übersicht mit den neuen Inhalten von sucht, die ARC Raiders mit Frozen Trail bekommt, schaut gerne in den folgenden Artikel auf MeinMMO. Dort findet ihr alles Wissenswerte: ARC Raiders: Wir wissen jetzt, wie das große Oktober-Update die Rettung bringen soll – Das steckt in Frozen Trail
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