MeinMMO-Redakteur Karsten Scholz verrät euch, was euch im Abyss von Aion 2 erwartet. Spoiler: Auch PvE-Fans sollten in der PvP-Zone vorbeischauen, doch könnte das zeitweise ganz schön weh tun.
Ähnlich wie in World of Warcraft tobt auch in Aion 2 ein erbitterter Fraktionskampf. So richtig ausleben könnt ihr den aber nur im Abyss. Das ist eine instanziierte Schlachtfeldzone, die aus einer Vielzahl schwebender Felsinseln besteht und auf denen sich zahllose PvE-Monster befinden. Vom Stützpunkt aus reist ihr vor allem fliegend zwischen den Arealen hin und her. Die überall am Himmel positionierten Portale helfen euch dabei, in der Luft zu bleiben.
Das erste Mal werdet ihr am Ende der Hauptgeschichte in den Abyss geschickt. Dafür müsst ihr Stufe 45 sein und ein Itemlevel von 1.000 besitzen. Wenn ihr diese Voraussetzungen erfüllt, wechselt ins Hauptmenü und klickt dort auf die saisonale Kachel für den Abyss. Über „Betreten“ teleportiert ihr euch dann zu eurem Stützpunkt vor Ort.
Noch müsst ihr euch dort aber nicht ins Getümmel stürzen. Nach einem kurzen Gespräch macht ihr euch wieder davon (rennt zu dem Portal am Ausgang eures Stützpunkts und teleportiert euch von dort zurück nach Atreia) und beendet kurz danach die Story-Kampagne (soweit sie bislang verfügbar ist).
Als PvE-Fan im Abyss – lohnt das?
Als PvP-Fan sind weitere Besuche vom Abyss natürlich Ehrensache. Dort finden dreimal pro Woche die großen Fraktionsschlachten um drei Artefaktpunkte statt, und zwar jeden Montag, Donnerstag und Samstag, ab 21:00 Uhr.
Es tummeln sich darüber hinaus eine Vielzahl von Weltbossen in der Zone. Überall sind Federn für den hiesigen Monolithen verstreut, mit denen ihr das Azphel-Daevanion-Brett für neue Werte-Boni füllt. Und die Schriftrollen-Quests des hiesigen Händlers versprechen einen Schwung nützlicher Belohnungen.
Mit den verdienten Abysspunkten, die ihr auch für Arena- und Schlachtfeld-Teilnahmen bekommt, könnt ihr dann im Abyss-Shop einkaufen gehen. Anfangs findet ihr dort Verbrauchsgegenstände, Stigmasplitter, Azphel-Kristalle, Skins, Flügel und mehr. Später sollen auch Ausrüstungsteile dazukommen, mit denen ihr euer Itemlevel effizient nach oben treibt.
Und genau hier ist der Abyss auch für PvE-Fans interessant, die eigentlich keine Lust auf PvP haben. Ab Itemlevel 1.600 gilt der Abyss als die beste Möglichkeit, um sich Upgrades für die eigene Ausrüstung zu besorgen. Vor allem die einzigartigen Accessoires sind spannend (Ringe, Ohrringe, Halsschmuck). Aber auch ein Waffen-Upgrade kann sich lohnen. Mehr zum Itemlevel-Grind findet ihr hier:
Spannend sind aber natürlich auch die eben erwähnten Stigmasplitter, mit denen ihr eure essenziellen Stigma-Skills weiter leveln könnt. Die wöchentlichen Schriftrollen-Quests belohnen mit Kinah, Schlüsseln und Aufwertungsmaterialien. Und auch die Investitionen in das PvP-Daevanion-Brett zahlen sich aus. Alle passiven Werte-Boni, hinter denen sich kein (PvP) befindet, zählen für euch nämlich auch im PvE. Kurzum: Der Besuch im Abyss lohnt!
Ein PvE-Assassine mitten in der Schlacht – wie war’s?
Gestern Abend (am 5. Oktober 2026) habe ich als alter PvP-Muffel für euch den Test gemacht und mich mit 20 Schriftrollen-Quests im Gepäck ins Getümmel gestürzt. Und das buchstäblich. Was ich zuerst nämlich gar nicht auf dem Schirm hatte: Es stand die große Schlacht um die drei Artefakte an.
Die knapp 20 Minuten bis zum Start fielen dann leider erst einmal recht frustrierend aus. Meine wiederholten Versuche, die Zone ein wenig zu entdecken und vielleicht schon mal ein paar Federn aufzusammeln oder ein paar Monster für Quests umzuhauen, endeten gleich: Ich landete mitten in einer Armee aus roten Asmodiern, die mich sofort unfreundlich vom Himmel holten. Ist das immer so? Ich hasse den Abyss schon jetzt!



Derweil sammelten sich beim Stützpunkt immer mehr Elyos, die einen Schlachtzug nach dem anderen aufmachten. Ich gab mein Vorhaben also fürs Erste auf und schloss mich dem wachsenden Pulk aus weißen Flügeln an. Irgendwann startete dann die Schlacht und allein der Anblick der beiden Armeen aus hunderten Kämpfern, die in der Luft aufeinanderprallten, dürfte jedem MMO-Fan ein Lächeln ins Gesicht zaubern.
Das ist genau die Art von Massively-Spielerfahrung, die das Genre so besonders macht und die es in vielen modernen Online-Rollenspielen gar nicht mehr gibt (Ihr wisst schon, das Massively aus Massively Multiplayer Online Role-Playing Game; im Abyss kann es in Aion 2 dann sogar auch mal zu Rucklern kommen).
Schnell merkte ich, dass ich als Assassine mit meinen kurzen Klingen in der Massenkeilerei keinen Stich sah. Ich wich daher auf die Seitenbereiche der Zone aus, um zu meinem ursprünglichen Plan zurückzukehren: Quests und Federn! Das klappte richtig gut. Denn auch ein paar andere Elyos hatten die Idee.
Gemeinsam erledigten wir die hiesigen Monster und verprügelten verstreute Asmodier, bis irgendwann der Angriffsbefehl auf das Artefakt in meiner Nähe kam. Wer auch immer die Strategie für die Schlacht ausbaldowert hatte, sie ging auf! Während sich die Asmodier vor allem aufs Zentrum konzentrierten, konnten wir die beiden äußeren Kontrollpunkte erobern. 2:1 für Team Weiß!
Im Folgenden seht ihr ein Video vom YouTube-Kanal listo4eq mmo, das eine Abyss-Schlacht in seiner ganzen Pracht zeigt:
Der Jubel im Chat war groß. Schließlich hatten die Asmodier im Vorfeld der Schlacht einen tödlichen Wall vor unserem Stützpunkt aufgebaut, dem viele einzelne Elyos zum Opfer gefallen waren. Nehmt das, ihr schwarzfedrigen Fieslinge!
Als Belohnung durften wir die beiden Portale für die Reise in die zugehörigen Artefakt-Korridore nutzen. Das sind kleine Räume voller PvE-Monster, in der ihr jeweils zwei Minuten lang sehr effizient Abysspunkte und Kinah farmen könnt.
Danach war die Party im Abyss aber noch nicht zu Ende. Überall tauchten die hiesigen Weltbosse auf, und um diese gab es dann erneut Gekloppe. Parallel versuchten zahllose Spieler, wie ich auch, die verbleibenden Quests zu machen.
Das klappte so gut, dass ich eine halbe Stunde später 20 fertige Aufträge in meinem Journal liegen hatte. Dazu kamen allerlei Federn, mit denen ich dem Abyss-Monolithen einige Aufstiege verpassen konnte. Und auch mein Abysspunkte-Konto ist jetzt prall gefüllt. Der Hass vom Anfang war verflogen. Ey, ich liebe den Abyss! Die Stunde hat sich echt gelohnt, und am Ende hatte ich gar nicht so viele frustrierende PvP-Begegnungen wie befürchtet.
Unser aktuelles Video auf dem YouTube-Kanal von MeinMMO dreht sich ebenfalls um Aion 2:
Probiert es also gern mal aus! Oder habt ihr den Abyss bereits unsicher macht? Wir waren eure Erfahrungen? Verratet es mir gern in den Kommentaren! Aion 2 legt übrigens einen sehr starken Free2Play-Launch hin. Am Wochenende könnten die Zahlen weiter steigen. Alles dazu erfahrt ihr hier: Aion 2 rockt auf Steam drittbesten Start aller MMORPGs, lässt ersten Konkurrenten von Amazon hinter sich
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Kommentare
Zwangs PvP Modis sind immer scheiße.
Und entwickeln auch immer ein Meta das beschissen ist.
Dazu kommt noch das es komplett P2W ist und sich über Zeit alle Wale sich in einer Gilde bündeln und den Rest abfarmen.
Und am Ende ist man egal wo man steht der dumme. Entweder man hat Unsummen an Moneten in den Charakter versenkt um chancenlose Gegner abzufarmen.
Oder man hat wenig gar nichts ausgegeben und wird abgefarmed.
Egal auf welcher Seite man steht es ist unbefriedigend und der einzige Gewinner ist der Entwickler der sich die Taschen voll macht.
So beginnt dann auch direkt die Todesspirale da alle normalen Spieler nach und nach aufhören. Da diese Spiele zunehmend frustrierender werden.
Und dann ziehen die gleichen Leute in 1 – 3 Jahren zum nächsten P2W Titel und lassen sich erneut melken in der Hoffnung irgendwas wäre diesmal anders.
Wenn man Spiele mag sollte man in 9 von 10 Fällen diese Spiele nicht zocken.
Danke!
Aber erst mal Spiele ich Aion 2 zu Entspannung, oder wie ich es auch nenne “ich will einfach nur Spielen!”
Aber, nun haste mich Neugierig gemacht!. Mal schauen 🙂