
Sieben Minuten nach Mitternacht
- Erschienen: 2016
- Regie: Juan Antonio Bayona
Achtung, haltet die Taschentücher bereit: Sieben Minuten nach Mitternacht nutzt das Genre Fantasy, um eine herzergreifende Geschichte über ein ganz und gar reales Problem zu erzählen: Krebs. Die Mutter des dreizehnjährigen Conors ist schwer erkrankt und muss immer wieder ins Krankenhaus.
Das setzt dem Jungen zu. Eines Nachts erwacht er aus Albträumen und trifft schließlich ein seltsames Monster in der Nähe seines Hauses, das aus einem Baum entstanden ist. Die Kreatur erzählt Conor drei Geschichten, in denen es um grundsätzliche menschliche Werte geht.
Der Film ist vergleichsweise überschaubar gestaltet, erzählt aber von schweren Themen, denen auch Kinder begegnen können. Trauer bzw. Trauerbewältigung sind wichtige Stichworte, um Sieben Minuten nach Mitternacht zu beschreiben. Hier gibt es keine epischen Schlachten, Feen oder Fantasy-Klischees, sondern bloß rohe, menschliche Emotionen.
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Ich ergänze mal noch um einen etwas älteren Streifen Der Tag des Falken mit Rudger Hauer und den hier fehlenden Der Sternwanderer, ein beinahe unverzeihlicher Fauxpas des Autors. 😉
Ohhh ja, der Sternwanderer ist einfach so ein wunderschönes Märchen! 😍
Du sagst es. Ich hatte den damals null auf dem Schirm und daher ohne Bias angeschaut. War überrascht dass ein Film mit so einem Starensemble nicht größer gepusht wurde. Belohnt wurde ich dann aber mit einem der schönsten Märchenfilme der letzten 50 Jahre. Witzig, rührend, traurig und spannend…für mich ein perfekter Familienfilm
Zu Pan’s Labyrinth sollte man erwähnen, dass er einige ZIEMLICH verstörende Szenen enthält und auf gar keinen Fall von Kindern gesehen werden sollte. Ich habe den Film bis heute ein einziges Mal gesehen und werde ihn mir nicht nochmal anschauen. Aber ich bin auch ein zartes Pflänzchen.
Wenn du verstörend willst, nicht zuletzt auch danke eines irreführenden Trailers, dann schau dir Die Brücke nach Therabitia an. Klasse Film, aber sei gewarnt.
Ich glaube der ist aber auf ne andere Art und Weise verstörend, oder?
Ja das mag stimmen. Wo Pans Labyrinth eher durch sein Figurendesign verstört ist es beim anderen eher die Handlung. Ich bezog mich aber allgemein auf eine verstörende Erfahrung, unabhängig davon was letztlich der Auslöser/die Ursache sein mag. Und obendrauf halte ich die Brücke nach Therabitia für einen guten Film und wollte ihn deshalb empfehlen, falls du ihn noch nicht kennst.
Da möchte ich noch Dragonheart erwähnen. Dieser Film ist, für mich, bedeutender als Herr der Ringe.
Nur, ignoriert die Nachfolger. Dragonheart von 1996 allein ist ein Meisterwerk.