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Mass Effect: Andromeda: Cosplayerin soll an allem Schuld sein

Mass Effect: Andromeda: Cosplayerin soll an allem Schuld sein

Cosplayerin ohne Erfahrung soll Schuld an Pfannkuchengesichtern sein

Bei Mass Effect: Andromeda gibt es Probleme mit den Animationen. Daran soll eine Frau Schuld sein. Bioware weist das aber von sich.

Vor einiger Zeit gab es die Bewegung „Gamergate,“ die sich unter anderem gegen „linke“ Einflüsse im Gaming wandte, gegen eine übertriebene „Politische Korrektheit.“ Eine der Vorwürfe war es auch, dass Journalisten durch Frauen, mit denen sie ein sexuelles Verhältnis hatten, in ihrer Arbeit korrumpiert wurden.

Der implizite Vorwurf: Inkompetente Frauen schlafen sich nach oben.

Jetzt gibt es ähnlich klingende Vorwürfe beim RPG Mass Effect: Andromeda, das kurz vorm Launch steht. Dort wird, seit eine 10-Stunden-Trial aktiv ist, über die seltsamen Animationen diskutiert. Daran soll eine Frau Schuld sein, wenn es nach Stimmen aus dem Internet geht. Die sei Lead Facial Animator für ME: Andromeda gewesen, obwohl sie für den Job überhaupt nicht qualifiziert war. Bioware weist die Vorwürfe zurück.

Twitter brennt

Nutzer auf Twitter haben eine ehemalige Mitarbeiterin von EA herausgepickt, Allie Rose-Marie Leost.

Menschen warfen ihr vor, für die miesen Gesichtsanimationen in Mass Effect: Andromeda verantwortlich zu sein. Leost sei „Lead Facial Animator“ von Mass Effect: Andromeda gewesen. Das soll aus ihrem Twitter-Profil hervorgegangen sein, das mittlerweile aber geändert ist. Im Tweet sieht man auch ihren Lebenslauf auf der Business-Seite Linkedin.

Diese Vorwürfe entstanden auf Twitter, nahmen aber Fahrt auf, als sie von Blogger Ethan Ralph auf seiner Seite „The Ralph Retort“ in einer Kolumne vom 18. März aufgegriffen wurden. Ralph steht in Zuammenhang mit Gamergate, ist aber auch innerhalb der Bewegung eine kontroverse Figur.

Der Artikel heißt „Eine Cosplayerin ohne Video-Spiel-Erfahrung wurde zum Lead Facial Animator bei Mass Effect: Andromeda.“

Der Artikel ist ziemlich heftig und suggeriert: Leost hätte sich nach oben geschlafen.

Er beruft sich dabei auch auf diesen Tweet.

Das hat wohl eine regelrechte Kampagne in den „sozialen Netzwerken“ gegen Leost in Bewegung gesetzt, wie die US-Seite Polygon berichtet.

Diese Kampagne erreichte solche Auswüchse, dass sich sogar der Entwickler eingeschaltet hat.

Bioware hat auf den Vorwurf mit einem eigenen Tweet reagiert, in dem der GM von Bioware, Aaryn Flynn, erklärt: Das sei falsch. Eine „ehemalige Angestellte von EA“ sei fälschlich als eine der führende Figuren des Teams von Mass Effect: Andromeda identifiziert worden. Das Herauspicken und Angreifen von einzelnen Teammitgliedern sei nicht akzeptabel.

Einzelne herauszupicken und so anzugehen, geht wirklich nicht

Mein MMO meint: Sind einige Widersprüche in der Geschichte. Der Lebenslauf von Leost gibt an, sie sei noch bei EA. Von Bioware heißt es, sie sei „Former EA Employee.“ Wobei da keine böse Absicht dahinterstecken muss: Menschen versäumen, ihre Profile aktuell zu halten. Das kommt vor.

Man kann sich vorstellen, welche Kommentare Leost in den sozialen Medien entgegen schwappten in den letzten Tagen.

Da kann man sich nur Bioware anschließen: Es ist wirklich nicht okay, einzelne so herauszupicken und anzugehen. Das macht deren Leben zur Hölle. Das hat keiner verdient.

Selbst wenn Leost wirklich für die Animationen verantwortlich war – und Bioware sagt „Sie war es nicht“: Ein Spiel wie Mass Effect: Andromeda ist ein riesiges Produkt, an dem Hunderte von Menschen mitarbeiten. Auch wenn einzelne Fehler machen, ist es die Verantwortung aller, diese zu erkennen und zu beheben.


Mehr zu den Gesichtsanimationen gibt es hier:

Mass Effect Andromeda: Pfannkuchengesicht – Internet trollt Bioware

QUELLE polygon
QUELLE theralphretort
Schuhmann
Schuhmann, das L steht für Niveau.
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