World of Tanks: Wargaming erweckt Panzer mit HoloLens zum Leben

Auf dem TankFest 2017 in Bovington (England) zeigte World-of-Tanks-Entwickler Wargaming den berühmten „Sturmtiger“ als Augmented-Reality-Abbildung via Microsofts HoloLens-Brille. So konnten die Besucher der Show den Riesenpanzer hautnah in allen Details virtuell erleben.

Wer bei Augmented Reality maximal an die spaßige App Pokémon GO dachte, der dürfte auf dem TankFest 2017 in Bovington ordentlich überrascht worden sein. Denn das alljährlich stattfindende Panzer-Event des „Tank-Museums“ im Süden Englands präsentierte dieses Jahr nicht nur echte Panzer, die auf dem Trainingsgelände herumrollten.world of tanks tiger131

Vielmehr gab es in den Hallen des Museums eine besondere Show mit einem besonderen Tank.

World of Tanks – Der virtuelle Sturmtiger hautnah

In den Hallen des Tank-Museums in Bovington stehen zig Panzer aus allen Epochen, vor allem aber die berühmten Kriegsmaschinen des Zweiten Weltkriegs. Darunter sind auch diverse Tiger-Panzer, von denen einer im Film „Fury“ zu sehen war. Was hingegen fehlt, ist der seltene „Sturmmörserwagen 606/4 mit 38 cm RW 61“, besser bekannt als „Sturmtiger“.wargaming sturmtiger AR 01

Dieser Koloss wurde insgesamt nur 18 Mal im Krieg gebaut und nur drei Exemplare sind in Museen erhalten geblieben. Da Bovington keinen eigenen Sturmtiger hat, baten sie ihren langjährigen Geschäftspartner Wargaming um Hilfe. Die bauten den Tank kurzerhand virtuell nach und nutzten Microsofts HoloLens-Brille und Googles Tango-Technologie (erlaubt virtuelle Raumerfassung auch ohne GPS), um den Sturmtiger zum virtuellen Leben zu erwecken.

Daher rollte der Sturmtiger auch für die Besucher der Mixed-Reality-Show spektakulär von der Prokhorovka-Map aus World of Tanks direkt in das Museum, wo ansonsten nur ein leerer Fleck war. Die Museumsbesucher konnten dann den Tank von allen Seiten mit der HoloLens-Brille betrachten und sogar durch den Panzer hindurch ins Innere sehen. Außerdem wurde die Funktion des gewaltigen 38cm-Sturmmörsers detailliert beschrieben. Das Geschütz verschießt nämlich raketengetriebene Granaten statt herkömmlicher Panzermunition.

Fun Fact: Der Sturmtiger ist übrigens bislang noch gar nicht in World of Tanks vorhanden.


Was haltet ihr von solchen lehrreichen Anwendungen von Augmented-Reality? Werden eurer Meinung nach bald mehr Museen fehlende Exponate durch solche virtuellen Exemplare ersetzen? Oder ist das alles für euch nur technischer Schnickschnack, der sich eh nicht durchsetzen wird? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

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Quelle(n): DualShockers
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