Wenn ein Umzug ansteht, mag sich manch ein Tabletop-Fan Sorgen um seine geliebten Miniaturen machen. Wie man die kleinen Modelle sicher durch so einen Stresstest führt, hat sich auch ein Warhammer-Spieler gefragt und wandte sich an die Community für Tipps aus eigenen Erfahrungen.
Wie will der Fan seine Miniaturen transportieren? Der Redditnutzer und Warhammer-Fan approximate_fist wandte sich im PoorHammer-Subreddit – einer Community, die das Warhammer-Hobby mit einem freundlicheren Budget machbar macht – an andere Fans. Er wollte wissen, ob sein bisheriger Plan für einen sicheren Umzug mit Miniaturen ausreichen würde, um sie in einem Stück in ein neues Zuhause einziehen zu lassen.
Er schreibt, dass er noch deutlich mehr Modelle besitzt, die mit eingepackt werden müssten, aber ob die Sicherung durch Luftpolsterfolie für einen kurzen Umzug reichen würde.
Aus der Community erhält er eine Menge Tipps. Die gute Nachricht: Er muss sich dafür keine teure Transportbox kaufen. Die „weniger Gute“: Minis sind keine einfachen Umzugskandidaten und müssen trotzdem gut gesichert werden. Doch dafür muss man nicht viel Geld investieren.
Guter Schutz kann auch mit Haushaltsgegenständen gewährleistet werden
Welche Tipps bietet die Community? Anstatt auf ein Transportsystem zurückzugreifen, das man bei verschiedenen Tabletop-Händlern für ca. 30 bis 70 Euro, teilweise noch mehr, erwerben kann, reicht für einen Umzug eine DIY-Variante, bevor man tief in die Tasche greifen muss.
Solche Systeme sind zwar sinnvoll für Spieler, die regelmäßig mit ihren Armeen zu Freunden oder Events reisen, doch für einen einmaligen Umzug absolut nicht notwendig.
Unter seinem Redditpost stößt man auf verschiedene Tipps aus der Community:
- Die Miniaturen sollten sich nicht frei bewegen können. Eine (oder mehrere) engere Boxen, die mit etwas Weichem wie Luftpolstern oder Styropor ausgepolstert sind, können bei Rucklern gut für Stabilität sorgen.
- Ein Fan erklärt, dass er seine Miniaturen einzeln erst in Zewa wickelt und dann in Eier-Verpackungen verstaut, die er dann in größere Kisten verlagert.
- Man kann je nach Risiko packen: Während bereits bemalte Miniaturen sicherer verstaut werden, ist es bei unbemalten Modellen nicht ganz so dramatisch. Hier ruiniert man sich keinen Paintjob und mit etwas Kleber sehen sie aus wie zuvor. Spieler sagen sogar, dass sie unbemalte Minis schlichtweg in Tupperdosen werfen und „gut is“.
- Einige verweisen trotzdem darauf, in eine richtige und genau für diesen Zweck konzipierte Transportbox zu investieren. Der einmalige Kauf würde sich in Betracht für zukünftige Reisen mit Miniaturen sehr lohnen und eine Menge Stress ersparen.
Das sagt MeinMMO-Redakteurin Caro: Bisher musste ich recht selten meine Miniaturen transportieren. Der Weg von ihrem Platz bis zur Küche, wo wir regelmäßig D&D spielen, ist nicht sonderlich gefährlich. Als wir die letzten Male dann doch zu unserer DM ausweichen mussten, überlegte ich mir, wie meine Minis den kurzen, aber trotzdem ruckeligen Weg in meiner Tasche überstehen werden.
Ich mache es in den Fällen ähnlich wie bereits in der Community beschrieben, allerdings gehe ich noch einen Schritt weiter, weil meine D&D-Miniaturen teilweise deutlich dünner und filigraner sind als ein kompakter Space Marine von Warhammer.
Auch ich nehme anstelle von einer Box mehrere kleine, mit Luftpolstern ausgelegte Döschen, in die so 3 bis maximal 4 Miniaturen passen. Ich habe selbst gute Erfahrungen damit gemacht, meine Minis in kleine Tütchen zu verpacken, durch die sie nicht aneinanderstoßen können und genug Platz einnehmen, dass sie nicht herumrollen. So kann ich direkt sehen, welche Miniatur wo ist, wenn ich eine bestimmte brauche, und ich muss sie nicht alle einzeln in Klopapier oder anderes einrollen.
Und bisher ist mir – einmal kurz aufs Holz klopfen – noch keine Miniatur kaputtgegangen.
Wie transportiert ihr eure Minis? Setzt ihr auf offizielle Transportkisten? Oder habt ihr euren eigenen Trick? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!
Eine Miniatur konnte ihrem Tod mehrmals nicht entgehen, aber nicht aufgrund eines Umzugs oder einer anderen Form von Transport: Der wahre Endgegner meiner größten Miniatur war trotz Frust nicht meine Ungeduld, sondern meine böse Katze
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Kommentare
Habe mehrere Umzüge hinter mir. Was wirklich viel bringt, ist Luftpolsterfolie. Auch das genannte Küchenpapier hilft. Die Figuren sollten keinen Kontakt zueinander haben und in einem stabilen Umkarton transportiert werden. Jede Figur einzeln umwickeln, oder in Lagen nebeneinander, aber dann mit Polster-Material zwischen den Figuren, platzieren. In Schichten übereinander gestapelt, Lage für Lage, mit großzügigem Einsatz von Polsterfolie, ist effizent und bietet guten Schutz. Die Seiten des Pakets, auskleiden. Große Figuren in kleinen Kisten packen, mit sehr viel Folie und die Zwischenräume unbedingt mit Material ausfüllen. Irgendwelche Schaumstoffreste helfen dabei sehr. Im Prinzip, wie in Watte gepackt. Habe durch Umzüge noch keine Verluste erlitten. (Nur durch Versand… bekam mal einen Plastik Gußrahmen per Post in einer Versandtasche zugeschickt- die Teile waren wortwörtlich Match.) Allerdings besitze ich jetzt nicht gerade die größten und fragilsten Modelle. Etwas Glück war da bestimmt auch mit dabei.
Ich hab tatsächlich schon einen Umzug hinter mir mit meinen Miniaturen – hab mir so einen Stoß braunes Packpapier im A2-Format davor bestellt.
Ende vom Lied waren lauter kleine abgebrochene Einzelteile, die ich am Boden des Kartons rausklauben durfte. Waren zum Glück nur die halbfertigen Minis, die ich irgendwann aus Motivationsmangel aufs Abschieberegal gestellt hatte, aber dennoch nervig.
Die fertig bemalten haben glücklicherweise alle ohne Schaden überlebt.
Aiaiai, zum Glück haben die Bemalten es überlebt. Darf ich dich fragen, weil ich selbst noch nie in der Situation war und auch aus der Community kein Feedback dazu gesehen habe: Hattest du auch größere Minis dabei? In die Richtung 15–20 cm oder größer? (so Richtung … keine Ahnung … Norn Emissary? … Frage für einen Freund, natürlich 👀)
Es graut mich bereits, wie meine großen Kandidaten das überstehen würden..
Das größte war ein Basilisk im Farbschema der Death Korps of Krieg. Den hatte ich aber auch entsprechend eingewickelt gehabt. Hat den Umzug ohne Beschädigung überlebt, sogar der Soldat, den ich auf die Plattform vom Panzer geklebt habe (weil Farbe -> Kleber <- Farbe nicht so das Stabilste ist).
Dafür ist mir mein halb bepinselter Illuminor Szeras leider in Mitleidenschaft gezogen worden, der hat aber halt auch haufenweise flimsy Teile davon stehen. Gut, jetzt nicht mehr, aber ich bin schon seit Monaten am Hadern, mir nicht die Mini noch einmal zu kaufen statt zu versuchen, sie zu reparieren. Abseits davon waren die Schäden aber überschaubar.
Sollte ich noch mal umziehen, wird die ganze Sache noch mal schwieriger, mittlerweile steht ein Avatar Of Kaine, ein Demon Prince und ein Fulgrim in meinem Regal.
Was ich daraus mitnehme: Bei meinem nächsten Umzug hat eine befreundete Person AUSSCHLIESSLICH Miniatur-Duty. Alle Modelle werden per Hand in ihr neues Heim gebracht 😂