Begehrtes Vampir-Spiel für Steam und PS5 rudert nach massiver Kritik zurück, aber manche Spieler müssen es jetzt nochmal kaufen

Begehrtes Vampir-Spiel für Steam und PS5 rudert nach massiver Kritik zurück, aber manche Spieler müssen es jetzt nochmal kaufen

Das neue Rollenspiel Vampire: The Masquerade – Bloodlines 2 erntete nach seiner Release-Enthüllung für Steam und PS5 massive Kritik an seiner Preispolitik. Das soll sich jetzt ändern, doch manche Spieler müssen auch etwas dafür tun.

Warum gab es Kritik? Während der gamescom 2025 wurden neben dem Release-Termin für Vampire: The Masquerade – Bloodlines 2 am 21. Oktober 2025 die verschiedenen Editionen und ihre Preise vorgestellt. Doch die kamen bei den Spielern nicht gut an, denn die Preispolitik stieß ihnen besonders sauer auf.

Das Problem daran: Einige der besonders beliebten Clans, die ihr für euren Charakter auswählen könnt, sind offenbar bereits zur Veröffentlichung hinter DLCs versteckt, die ihr zum aktuellen Zeitpunkt nur mit dem Kauf der Premium-Edition erhalten könnt.

Ob und für wie viel Geld die einzelnen Clans dann zu erhalten wären, blieb ungeklärt. Doch wie ein Entwickler via Reddit nun bekanntgab, soll sich genau das jetzt ändern, denn man habe sich die Kritik der Fans zu Herzen genommen.

Die Fortsetzung des Action-RPGs Vampire: the Masquerade im Trailer

„Wir arbeiten mit Hochdruck an den versprochenen Anpassungen“

Was wird geändert? Das Entwicklerteam versprach bereits im offiziellen Discord-Channel (via Resetera), dass man auf das Feedback der Spieler hören und Anpassungen am Preis vor dem Release vornehmen würde, um dem gerecht zu werden.

Via Reddit wurde zudem noch einmal bestätigt, dass alle Details zu den Änderungen am 17. September 2025 veröffentlicht werden. Es sei schon mal so viel verraten, dass alle Spieler, die die Premium-Edition vorbestellt haben, eine Rückerstattung erhalten. Käufer auf Steam müssten nichts weiter tun, sie würden automatisch eine Teilerstattung erhalten.

Anders sähe das bei Spielern auf der PlayStation 5 aus, die die Vorbestellung im Store erworben haben. Diejenigen würden ab dem 8. September 2025 kontaktiert werden und eine Vollerstattung erhalten. Sie müssten dann das Spiel vor dem Release noch einmal kaufen, sobald die Preisanpassungen durch sind.

Wie hoch diese Erstattungen ausfallen sollen oder ob die beiden bisher hinter DLCs versteckten Clans nun Teil des Hauptspiels werden, ist bisher noch unklar. Für diese Informationen werdet ihr euch leider noch bis zum 17. September gedulden müssen.

In Vampire: The Masquerade – Bloodlines 2 werdet ihr neben eurem Charakter auch das Schicksal eurer Umwelt formen können. Dabei spielen eure Entscheidungen und euer Spielstil eine tragende Rolle. Ihr könnt nämlich über die Zukunft der gesamten Stadt entscheiden: In neuem Spiel auf Steam habt ihr das Schicksal einer ganzen Stadt in der Hand, dabei seid ihr eigentlich das Monster

Quelle(n): PC Gamer, Eurogamer
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Harrierdubois

das man es selbst bei nem Nischen Spiel mittlerweile schafft die spielerschaft durch eine solch seltsame dlc Politik zu vergraulen ist schon beispielhaft. Mittlerweile überwiegt die Gier vor allem anderen.

huehuehue

Paradox macht eben einfach Paradox-Dinge. Bei ihren Strategie-Spielen hat jedes eine Menge kostenpflichtige DLCs (manchmal sogar am Release-Tag), hier hat man es eben auch bei einem RPG versucht (und ist vorerst offenbar “gescheitert”). Das ist seit jeher ein großer Kritikpunkt an Paradox, das ist aber ganz offensichtlich ihr Geschäftsmodell und wird auch so kommuniziert:

Paradox board member Ebba Ljungerud justified this part of their business model by stating “We want to make really great games for our fans, and we can’t do that if we don’t charge something for the development”

Zuletzt bearbeitet vor 6 Monaten von Huehuehue
Harrierdubois

danke für die Erläuterung, kannte die garnicht. Bei Vampires, da habe ich den Erstling vor zig Jahren gespielt, dass es nun dafür überhaupt noch nen Markt gibt, hat mich schon gewundert.

huehuehue

VtM: Bloodlines war übrigens eine Shitshow sondergleichen.
Spiel auf Druck des damaligen Publishers (Activision) zu früh und unfertig released, voller Fehler und an einer Stelle ein Game Breaking Bug, an dem nichts mehr weiterging. Allerdings konnte der Hersteller (Troika) das nicht mehr fixen, weil noch im Monat des Releases (November 2004) die ersten Mitarbeiter rausgeworfen und im Dezember die restliche Belegschaft entlassen wurde und der Entwickler schon im Februar 2005 komplett geschlossen hat. Spielbar wurde Bloodlines nur dank einer engagierten Community, die eigenständig mehrere Patches programmiert hat und so das Spiel überhaupt funktionsfähig und die Story logisch gemacht hat.

Harrierdubois

ja. von dem bug hab ich gehört, war das nicht am Schluss wenn man aus der seilbahn rauskommt? Der erste teil war ganz cool, man wird als ritter in die 90er geworfen, soweit ich mich noch erinnern kann.

Gummipuppe

Aktienunternehmen macht Dinge, die ein Aktienunternehmen gerne tut. Man weißt nahezu keine Reputation bezüglich Bloodline auf, sieht aber schon die Dollarzeichen am Horizont aufblitzen und wundert sich, wenn die Community aufschreit und ein Shitstorm über das Unternehmen hinwegzieht? Immer wieder erstaunlich, das Teile der Gamingindustrie auf dem Zahnfleisch krauchen…nicht! Erst Leistung zeigen, dann abkassieren, ist wohl heutzutage nicht mehr schick? Ich lege Bloodline noch nicht ad acta, auch wenn mich solche Moves inzwischen maximal nerven, doch ohne Testberichte im Vorfeld wird kein Spiel mehr blanco gekauft, schon garnicht, wenn ab Start die Hälfte fehlt.

Zuletzt bearbeitet vor 6 Monaten von Walez
HiveTyrant

Im Grunde wurde ja laut Entwicklerstudio quasi alles rausgeschmissen, was ein RPG ausmacht, um das Spiel in ein ‘Du kannst nicht zurückgehen’ lineares Kapitelspiel mit Fokus auf Kampfmechaniken zu verwandeln, nachdem die aktuellen Lizenzinhaber bereits mehrfach alles eingestampft und zu einem neuen Entwickler gewechselt sind.

Die aktuelle Umsetzung hört sich also nach einem ‘Wir müssen unbedingt IRGENDETWAS veröffentlichen, damit wir nach all den Jahren zumindest etwas Geld zurückbekommen, bevor die Lizenzrechte wegen Untätigkeit an den eigentlichen Besitzer zurückgehen’.
Genau wie damals Warhammer – Age of Reckoning ‘irgendwie’ etwas aus dem Boden stampfen musste, bevor die Lizenz an Games Workshop zurückfällt, nachdem man mehrere Ansätze für ein MMORPG bereits vor die Wand gesetzt hatte, noch bevor es in irgendeiner Weise selbst für eine Promoversion gereicht hätte.

huehuehue

 bevor die Lizenzrechte wegen Untätigkeit an den eigentlichen Besitzer zurückgehen’.

Keine Sorge. Der “eigentliche Besitzer” der Lizenzrechte ist mit dem “Lizenzinhaber” ident. Paradox hat die Namensrechte an White Wolf (dem P&P- und Roman-Verlag, der die “Wolrd of Darkness”-IP erfunden hat) inkl. sämtlicher Eigentumsrechte an dessen Marken 2015 von CCP erworben, das heißt, denen gehört auch das Pen-and-Paper-RPG, das den VtM-Videospielen zugrunde liegt.

Zuletzt bearbeitet vor 6 Monaten von Huehuehue
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