Während viele andere Games-Studios Mitarbeiter entlassen und Projekte schließen, folgt ein Unternehmen in Regensburg seit Jahren seiner Erfolgsstrategie, und davon profitieren auch die Mitarbeiter jedes Jahr aufs Neue.
Was ist das für ein Unternehmen? Hinter CipSoft aus Regensburg stehen MMORPG-Pioniere, die mit Tibia im Jahr 1997 einen Genre-Meilenstein veröffentlichen konnten, der bis heute relevant ist. Aufgrund des nicht nur anhaltenden, sondern sukzessive wachsenden Erfolgs konnte das Studio über die vielen Jahre hinweg auf aktuell etwas über 110 Mitarbeiter stetig wachsen.
Tatsächlich blicken die CipSoft-Verantwortlichen auf das erfolgreichste Jahr der Studio-Geschichte zurück. Mit 28,32 Millionen Euro konnte man 2025 einen Rekordumsatz erzielen. Der bisherige Rekord aus 2020 lag bei 25,60 Millionen Euro – seinerzeit profitierte man gleichermaßen von der Corona-Pandemie sowie von der Einführung eines Services, Charaktere an andere Spieler verkaufen zu können.
Enormer Erfolg, enorme Boni
Was ist das Besondere an CipSoft? Es gehört zur Unternehmensstrategie der Regensburger, die Mitarbeiter am finanziellen Erfolg direkt zu beteiligen. Aufgrund der starken Umsatzzahlen im Jahr 2025 winken dieses Mal fast acht zusätzliche Monatsgehälter. In den vergangenen Jahren fielen die ausgeschütteten Boni vergleichbar hoch aus.
Es verwundert daher wohl niemanden, dass CipSoft im März vom Kölner Institut „Great Place to Work“ zum Sieger des Wettbewerbs „Deutschlands Beste Arbeitgeber 2026“ gekürt worden ist. Geschäftsführer Stephan Vogler kommentierte die Ehrung mit den folgenden Worten:
2025 haben wir so viele neue Kolleginnen und Kollegen bei CipSoft begrüßt wie noch nie zuvor. Umso mehr freut es uns, einen Preis als einer der besten Arbeitgeber Deutschlands zu gewinnen, der auf einer Mitarbeiterbefragung basiert. Die Auszeichnung belegt, dass wir auch in einer Wachstumsphase von der besonderen Unternehmenskultur profitieren, die wir gemeinsam aufgebaut haben.
CipSoft-Geschäftsführer Stephan Vogler, via cipsoft.com
Die Gründe für den Erfolg: Trotz des hohen Alters und der oldschooligen Spielerfahrung ist Tibia bei vielen MMORPG-Fans weiterhin sehr beliebt und kann sogar steigende Spielerzahlen vermelden. 2025 brachte man nach laaaanger Zeit beispielsweise erstmals eine neue Klasse auf die Server, die dann entsprechend viele Spieler ausprobieren wollten. Außerdem arbeitet man ständig daran, den Einstieg zu verbessern und so Neulinge auf die Server zu locken.
Der zweite Grund ergibt sich aus der Übernahme des Aufbaustrategie-Spiels „Die Siedler Online“ von Ubisoft, das jetzt zusätzliches Geld in die Kassen von CipSoft bringt.
Dass man den erfolgreichen Weg auch in den kommenden Jahren fortsetzen kann, dafür soll in Zukunft Persist Online sorgen. Das Zombie-MMORPG mit Fortnite-Vibes wurde 2024 angekündigt und durchläuft derzeit Pre-Alpha-Tests. MeinMMO hat mit 2 Entwicklern von CipSoft über das neue Projekt gesprochen: Neues PC-MMORPG aus Deutschland ist mehr DayZ als Fortnite, wie ein Tibia in 3D und mit Zombies
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