Studie: Mehr Frauen zocken als männliche Jugendliche!

Und mal wieder wurde eine Studie veröffentlicht, die Computerspiele im Fokus hatte. Diesmal geht es zur Abwechslung nicht um die schrecklichen Einflüsse von Videospielen, sondern um die Verteilung innerhalb der Bevölkerung: Welche Personengruppen spielen am meisten, wie ist die Verteilung zwischen Männern und Frauen?

Eyecatcher: Es gibt mehr erwachsene Gamerinnen, als jugendliche Männer

Einer der größten Hingucker der Studie ist die Erkenntnis, dass es inzwischen mehr erwachsene Frauen gibt, die Videospiele zu ihren Hobbys zählen, als es minderjährige männliche Spieler gibt. Auf die Gesamtspielerschaft gesehen stellen die jungen Männer nämlich nur 17%, die erwachsenen Frauen aber satte 36%, also mehr als doppelt so viel! Faszinierend… oder etwa nicht?

Spielerverteilung: Nur geringer Unterschied zwischen Frauen und Männern

Gaming Study - The Entertainment Software Association

Quelle: The Entertainment Software Association (theesa.com)

Laut dieser Studie haben die Männer nur noch einen kleinen Vorsprung, was ihre reine Anzahl angeht, denn Frauen stellen inzwischen 48% der Spielerschaft, Männer „nur“ noch 52%. Das mag für so ziemlich jeden Leser verwunderlich klingen, denn ein Blick auf die Server von WoW, SWTOR oder WildStar offenbart doch ein gänzlich anderes Bild, weshalb man noch etwas weiter aufklären muss: Jede Art von Videospiel deklariert eine Person als „Gamer“ – zumindest in dieser Studie. Das umfasst auch sämtliche Handy-, Smartphone- und Facebook-Spiele.

Meine Meinung: Ich finde die Ergebnisse der Studie in keinster Weise überraschend. Es wirkt eher, als versuche man verzweifelt, irgendeine Sensation zu finden. Alleine der Satz „Es spielen mehr weibliche Erwachsene als männliche Jugendliche unter 18“ lässt mich ein wenig die Augen verdrehen. In einer größeren Personengruppe spielen also mehr Leute als in einer deutlich kleineren Gruppe. Na, wer hätte denn das gedacht! Da scheinbar jeder, der einmal im Monat „Minesweeper“ oder „Solitär“ spielt, mit in diese Statistik gefallen ist, verwundert mich das in keinster Weise. Wer einmal im Monat Salat isst, ist deswegen auch noch lange kein Vegetarier.

Dass man keine Unterscheidung zwischen Spielern macht, die täglich mehrere Stunden in ein Spiel investieren und „Gamern“, die eine Runde „Snake“ auf dem Handy spielen, spricht auf jeden Fall nicht für diese Studie. Dennoch freut es mich, wenn man sich mit dem Thema mehr beschäftigt – auch wenn mal kein spannendes Ergebnis am Ende herauskommt.

Die gesamte Studie könnt ihr euch übrigens (auf Englisch) hier herunterladen, bereitgestellt von der Entertainment Software Association.

Autor(in)
Quelle(n): www.washingtonpost.com
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