Seit dem 19. Oktober läuft das Steam Next Fest, bei dem Entwickler ihre kommenden Spiele zur Schau stellen. MeinMMO-Redaktionsleiterin Lydia hat sich die meistgespielten Demos angeschaut und verrät euch, welche Releases ihr im Auge behalten solltet.
Wie wurden die Spiele ausgewählt? Ich habe mir die 10 meistgespielten Demos während des Steam Next Fests nach Daten von SteamDB vorgenommen. Dabei hat es für mich keine Rolle gespielt, ob mich das Spiel persönlich anspricht, ich bin stumpf nach den Zahlen gegangen. Einige Titel habe ich allerdings ausgelassen, in diesen Fällen sind die Nächstplatzierten nachgerückt.
Diese Spiele fehlen in der Liste:
- Worst Class Ever ist ein asymmetrisches Multiplayer-Spiel, bei dem Klassenclowns gegen einen strengen Lehrer antreten. Die Demo erreichte unter der Woche immer wieder bis zu 5.000 Spieler. Für meinen Test hatte ich allerdings keine Mitspieler und jeder Versuch, einer öffentlichen Lobby beizutreten, schlug fehl.
- ArcheAge Chronicles wurde bereits ausgiebig von unserem MMORPG-Experten Karsten getestet. Ich hatte nicht das Gefühl, dem noch viel hinzufügen zu können und habe es daher für diese Liste nicht berücksichtigt.
- Final Fantasy Resonance hat zwar eine der meistgespielten Demos auf Steam, ist jedoch nicht Teil des Next Fests und außerdem bereits erschienen. Auch wenn es dadurch für diese Liste wegfällt, lohnt sich ein Blick in die Demo für Fans von JRPGs allemal. Allerdings solltet ihr vertraut mit dem Universum von Final Fantasy sein, da das Spiel viele Twists der vorherigen Teile vorwegnehmen soll.
Ich habe versucht, möglichst unvoreingenommen in die Spiele zu gehen und mich einfach überraschen zu lassen. Die Liste ist in keiner bestimmten Reihenfolge, wir starten jedoch direkt mit einem meiner persönlichen Highlights.
Abyssal Lapidary: Handwerk trifft viktorianischen Lovecraft-Horror
Genre: Crafting- & Shop-Simulation, RPG | Entwickler: LightWorm | Publisher: XD, LightWorm | Modus: Einzelspieler | Release: Noch offen (TBA)
Abyssal Lapidary ist eine Crafting- und Shop-Simulation rund um das Handwerk des Edelsteinschneidens. Wir erben das Geschäft unserer verstorbenen Schwester und versuchen, dessen alten Ruf wiederherzustellen (und schließlich zu übertreffen). Tagsüber empfangen wir Kunden und legen in Mineralien eingeschlossene Edelsteine frei, die wir im weiteren Verlauf zu Schmuck verarbeiten können.
Doch es grassiert eine mysteriöse Krankheit, manche Steine zeigen ein ungewöhnliches Verhalten… und in unserem eigenen Haus lockt uns eine verschlossene Tür, die wir nicht öffnen können. Abyssal Lapidary war die erste Demo, die ich mir im Zuge meines Experiments angesehen habe, und sofort habe ich eine ganze Stunde verloren.
Ich habe eine große Schwäche für das düstere, viktorianische Setting mit dem Lovecraft-typisch subtilen Gefühl von “irgendwas stimmt hier nicht”. Gepaart mit der detaillierten Handwerkssimulation, die mich trotz wenig Vorwissen sofort neugierig gemacht hat, entsteht ein Spiel ganz nach meinem Geschmack.
Ich ahne zwar bereits, dass mir das manuelle Freilegen der Edelsteine und Relikte irgendwann auf die Nerven gehen wird und ich mich nur noch durchklicke, um die Story fortsetzen zu können. Dafür lockt aber auch ein verzweigter Skilltree, mit dem ich mein Handwerk verbessern und mir hoffentlich die Arbeit auch immer weiter erleichtern kann. Insgesamt wirkt das Spiel perfekt für gemütlich-gruselige Oktober-Abende. Einen Termin für den vollständigen Release gibt es aber noch nicht.
Demo-Fazit: Wer sich zuletzt für Dressmaker begeistert hat und dem viktorianischen Lovecraft-Setting etwas abgewinnen kann, sollte sich Abyssal Lapidary unbedingt anschauen.
Auf Seite 2 geht es weiter mit einem Spiel, das ihr während der Arbeit zocken könnt.
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