Skillhandel in EVE Online ist live

Ein sehr umstrittenes Features wurde nun mit einem Update in das Weltraum-MMO EVE Online eingeführt: der Skillhandel.

CCP Games erklärt, dass man den Skillhandel wie die Weitergabe von Erfahrung an andere Charaktere sehen soll. So kann man sich einen zweiten Helden erschaffen und an diesen einige Skillpoints weitergeben, sodass man nicht direkt bei Null anfangen muss. Manche Charaktere in EVE Online besitzen einen Überschuss an Skillpunkten und wissen nichts mehr mit diesen anzufangen. Dann könnten die Skill-Reichen sie doch an die Skill-Armen weitergeben, so die Logik.

Was ist EVE Online
Verkauft eure überschüssigen Skillpunkte

Schon seit längerem ist es im MMORPG möglich, einen Charakter über den Basar zu handeln. Dabei werden Helden mit allem drum und dran verkauft. Nun gesellt sich der Handel mit Skillpunkten dazu. Wer also viel Geld im Spiel sammelt, aber kaum dazu kommt, Skillpunkte zu erhalten, der kann sich diese nun einfach von anderen Spielern kaufen. Diese extrahieren ihre nicht benötigten Punkte und erstellen sogenannte Skill-Injektoren, die man an andere Spieler verkauft. Allerdings kann man gewonnene Skillpunkte nicht sofort verkaufen, sondern erst nach einer gewissen Zeit.

EVE Online - Skills

Um Skillpunkte zu extrahieren, muss man spezielle Extraktoren im New Eden Store gegen Aurum erwerben. Zudem werden Extraktoren über Märkte anboten und können dort mit der Währung ISK gekauft werden. Alternativ holt man sie sich direkt über die Account-Verwaltung.

Ein Skill-Extraktor muss mit 500.000 Skillpunkten gefüllt werden. Injektoren können aber auch abhängig von der Menge an Skillpunkten, die ein Charakter hat, mit weniger gefüllt werden. Das System soll vor allem neue Charaktere fördern sowie das Prestige schützen, das mit der Arbeit an einem Helden einher geht. Zudem soll der Skillhandel das Wirtschaftssystem von EVE Online weiter ausbauen und um einen neuen Aspekt erweitern.

Bisher zeigen sich die Spieler eher skeptisch, da sie der Meinung sind, dass vor allem neuere Spieler so zu schnell besser werden, ohne wirklich etwas dafür tun zu müssen. Ob dem wirklich so ist und wie gut das System ankommt, wird man mit der Zeit sehen.

Quelle(n): MassivelyOP
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Michael

Ich sehe keinen besonders großen Vorteil für neue Spieler, außer den Zeitgewinn. Um wirklich was reißen zu können, benötigt man Erfahrung, nicht zwingend die Skills.
Vielmehr ist das neue Feature mMn eine Win-Win-Situation für CCP. Zum einen benötigt man die Extraktoren, die immer mit Echtgeld bezahlt worden sind, auch wenn sie jemand mit Ingamegeld bezahlt. Irgendwer hat am Ende der Kette echtes Geld benutzt. Das ist das erste Win für CCP.
Das zweite Win für CCP ergibt sich durch den Umstand, dass neue Spieler ohne Erfahrung (und Skills) gar nicht die Möglichkeiten haben, die Masse an Ingamegeld zu erwirtschaften. Somit werden sie zur Geldbörse greifen, Plex im Store kaufen und im Ingamemarkt verkaufen und damit dann die Skillpunkte kaufen. Somit verdient CCP an Skillpunkten im besten Fall dreifach: Durch die Abos (irgendwann wurden die Skillpunkte ja regulär “erspielt”), durch den Kauf der Extraktoren und bei den neuen Spielern ohne Ingamekapital durch den Kauf der Plex.

So sehr ich das ganze Konzept ablehne und spätestens jetzt mein Abo gekündigt hätte, so sehr muss man den Köpfern dahinter gratulieren, dass ihnen so ein Schachzug gelungen ist. Denn man kann ihnen weder P2W noch irgendwas anderes vorwerfen, da immer alles indirekt geschieht. Man kann sich theoretisch auch alles erspielen, weil es immer irgendwen gibt, der dafür Echtgeld hinschmeißt (Aurum, Plex)

Chris Utirons

Ob direktes oder inderekt P2W, für mich hört sich das stark nach P2W an man kann mit viel Geld sofort einen Charakter erstellen der alles kann, wofür andre Monate bräuchten wenn nicht Jahre und dies in einem Abospiel.

Thomas DaFreak

P2W ist wenn man sich Ingame einen “Vorteil” erkaufen kann. Das bedeutet, man kann sich für Geld, Gear kaufen kann, welches nicht erspielbar ist und dadurch einen Vorteil gegenüber anderen hat.

Ob ich nun 1 Charakter Verkaufe oder alle SP in Extractoren schiebe … da gibt es keinen signifikanten Unterschied. Der einzige Nachteil an dieser Sache ist, das die Accounts mit der Zeit Jünger werden und SP verloren gehen. Den aus 500k SP werden nicht zwangsläufig weiterhin 500k SP …

Und ich glaube sogar, das man damit eher neue Spieler anlockt. Den ob ich nun 2 Jahre Skille oder 1 Monat Geld aus dem Fenster werfe … das macht rein vom Geld gesehen keinen Unterschied. 2 Jahre kostet ca. 240€ … dafür kann ich mir 22 Plex kaufen, also 100 Extractoren … und das sind “gerade” mal ca. 40-50 Mio Skillpunkte …

Chris Utirons

Die Diskussion ist müßig, denn P2W ist in meinen Augen etwas anderes, aber das hier zu diskutieren würde ausufern.

Michael

Wer keine Erfahrung hat, kann in EVE Online nichts reissen. Auch wenn er gut geskillt ist und in einem teuren Schiff fliegt.
Aber ja, mit Geld ist in EVE sowieso alles möglich. “Früher” hat man sich einfach direkt einen geskillten Charakter gekauft, jetzt kauft man sich die Skillpunkte.

Mich nervt vielmehr, dass CCP hier wieder die Hand aufhält. Warum Extraktoren nicht als superraren Loot? Oder als langwierig herzustellendes Item? Natürlich weil sie mehr Geld wollen.

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